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Oberliga Hamburg

Buchholz neuer Concordia-Verfolger

Jonas Bickel

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Der TSV Buchholz 08 hält sich weiter an den Spitzenplätzen in der Oberliga Hamburg. Gegen den SC Condor gelang den Nordheidern ein 3:0-Sieg. Große Hilfe leisteten dabei allerdings die „Raubvögel“ selbst, die sich zwei Tore – wie es Coach Woike formulierte – selbst „reinmachten“.

Die Partie am Berner Heerweg musste aufgrund der Platzverhältnisse auf Kunstrasen stattfinden. Ob es nun der Rasen war oder irgendetwas anders: Das Spiel begann relativ zäh und bot nicht unbedingt das, was man von dem Spitzenspiel im Vorfeld erwarten konnte. Nach zwölf Minuten gab es den ersten Aufreger: Martens drang in den Buchholz-Strafraum ein und ging zu Boden. Doch die Pfeife von Dennis Voß blieb unter heftigen Protesten der Gastgeber stumm. Auf Torschüsse wartete man auch nach 20 Minuten vergebens – doch dann führte der erste direkt zum Tor. Condor-Kapitän Anders versuchte im eigenen Sechszehner mit einer Grätsche zu klären – doch die Kugel rollte in sein eigenes Tor. Buchholz führte also ohne selbst einen Abschluss zustande bekommen zu haben. Erst kurz vor dem Pausentee wurden die Raubvögel auch auf der anderen Seite gefährlich. Martens prüfte TSV-Torwart Wilke mit einer Direktabnahme. Nach dem Seitenwechsel bot sich zunächst ein unverändertes Bild. Condor fiel in der Offensive zu wenig ein – und Buchholz verwaltete die Führung. Und der TSV baute diese sogar fast aus: Müller flankte von der rechten Seite halbhoch in die Mitte. Am Fünfer rauschte Schulga in den Ball, setzte diesen aber über den Querbalken (54.).  Auf der Gegenseite fiel nach einer Stunde fast der Ausgleich. Kabashi flankte in die Mitte, wo Eigentorschütze Anders per Kopf an Wilke scheiterte. Es sollte erstmal die letzte große Chance der Gastgeber bleiben – denn von nun an spielte nur noch Buchholz. Gillich hob einen Freistoß in den Strafraum. Dort verschätzte sich SCC-Keeper Zick, sodass Niklas Jonas die Kugel ins leere Tor nicken konnte. Auch in der Szene danach sah Condors Torwart nicht wirklich gut aus.

Müller brach auf der rechten Seite durch, Zick kam aus seinem Kasten, konnte den Querpass des Buchholz-Spielers aber nicht verhindern. In der Mitte hatte Schulga nun das leere Tor vor sich, zielte aus 16 Metern aber zu hoch. Die Raubvögel kamen daraufhin wieder nach vorne und schlugen einige gefährliche Bälle in den gegnerischen Strafraum. Doch mitten in diese Phase fiel die Vorentscheidung. Arne Gillich wurde auf die Reise geschickt und schob überlegt zum 0:3 ein. Es war der endgültige K.O. für den Tabellendritten, dem nichts mehr einfiel. So feierte Buchholz einen verdienten Auswärtssieg und schob sich an Condor vorbei. TSV-Coach Thorsten Schneider freute sich nach dem Abpfiff, trotz einiger selbstkritischen Worte, über den Dreier: „Wir haben in der ersten Halbzeit sehr schwer in Spiel gefunden. Mit der Führung waren dann wir sehr gut bedient. Sie hat uns aber auch Sicherheit gegeben“, so Schneider, der anfügte: „Wir haben in der zweiten Hälfte die Räume gut genutzt und die wichtigen Tore gemacht“, erklärte der 49-Jährige. „Raubvögel“-Coach Christian Woike sah den Rückstand ebenfalls als eine Art Knackpunkt: „Wir hätten in Führung gehen müssen. Aber im letzten Drittel war das nicht zwingend genug. Der Rückstand war dann sehr unglücklich“, so Woike. „Wir haben anschließend nicht mehr die Ordnung gehabt. Und wenn man das erste und zweite Tor auch noch halbwegs selber macht, dann wird es schwer das Spiel zu gewinnen“, erklärte der 38-Jährige SCC-Zepterschwinger abschließend.

Foto (Archivbild): noveski.com

Leitender Redakteur: Jonas studiert Politikwissenschaften an der Universität Hamburg. Der 22-Jährige kommt von der Nordseeinsel Föhr und interessiert sich für alle Themen rund um den Fußball in Hamburg und in der Welt.