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Amateurfußball

„Bundesnotbremse“ zwingt Amateure endgültig in die Knie

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Amateure
Foto: IMAGO / Hanno Bode

Bis zuletzt hatten einige Landesverbände gehofft, die aktuell unterbrochene Saison im Amateurfußball doch noch sportlich beenden zu können. Die neue geplante „Bundesnotbremse“ der Regierung macht diesen Plänen nun aber endgültig einen großen Strich durch die Rechnung.

Zwar ist der Saisonabbruch noch nicht in allen Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) entschieden, inzwischen deutet aber alles stark daraufhin, dass es Minimum in dieser Saison keinen Amateurfußball mehr geben wird. Das geht vor allem auf den geplanten Beschluss der Bundesregierung zurück. Die neue „Bundesnotbremse“, die aktuell im Bundestag und anschließend noch im Bundesrat beschlossen werden muss, würde den Sport erneut stark einschränken. Bei einer Inzidenz von über 100 ist dann nur noch kontaktloser Individualsport erlaubt, maximal zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes. Die Lockerungen, die der Profi-Sport erfährt, sollen für die Amateure weiterhin nicht gelten. Dazu zählt neben der Einhaltung eines strengen Hygienekonzeptes auch regelmäßige Corona-Testungen. Infektionen gibt es im Profi-Fußball, trotz der strengen Maßnahmen, aber dennoch.

NRW wartet weiter mit Abbruch – Verbände müssen entscheiden

Besonders eng wird es nun auch für die Vereine in Nordrhein-Westfalen. Als einer der wenigen Landesverbände haben die Fußballverbände vom Niederrhein (FVN), Mittelrhein (FVM) und aus Westfalen (FLVW) noch keinen endgültigen Abbruch der Saison beschlossen. Aufgrund der Spielordnung des Westdeutschen Fußball-Verbandes muss jeder Verband seine Entscheidung einzeln fällen. Eine pauschale Entscheidung als Regionalverband ist nicht möglich. Im Zentrum der Diskussion steht dabei, wie in anderen Ligen auch, wie viele Spiele schon absolviert worden sind, ob diese für eine Wertung ausreichen und ob die Quotientenregel zum Einsatz kommen kann. Die meisten Ligen sind von der 50-Prozent-Hürde an absolvierten Spielen aber noch weit entfernt. Die neue geplante „Bundesnotbremse“ würde den Plan endgültig beenden, überhaupt noch vor dem Sommer zu spielen. Wir nähern uns dem Zeitpunkt, an dem das alles mathematisch unmöglich wird“, kommentierte WDFV-Sprecher Roland Leroi gegenüber dem „WDR“, wollte aber nicht weiter ins Detail gehen. Und so rückt auch in NRW eine Fortsetzung in immer weitere Ferne. Ein Abbruch scheint für die Verbände der letzte Ausweg zu sein.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.