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Regionalliga Nord

Corona-Krise kostet Norderstedt sechsstellige Summe

Niklas Heiden

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Archivbild: KBS-Picture

Der Spielbetrieb in der Regionalliga Nord wird bis in das kommende Jahr pausieren müssen. Doch die Auswirkungen der Corona-Pandemie bekommen die Vereine schon länger zu spüren. Reenald Koch, Präsident von Eintracht Norderstedt, errechnete bereits ein sechsstelliges Minus.

Reenald Koch, Präsident des FC Eintracht Norderstedt, ist für solides wirtschaften als Funktionär bekannt. Den FC St. Pauli brachte Koch einst, in wirtschaftlich äußerst prekären Zeiten, wieder in ruhiges Fahrwasser. Nun befindet sich der 60-Jährige erneut in einer finanziell schweren Situation mit Norderstedt – ausgelöst durch das Corona-Virus und die daraus resultierenden Maßnahmen der Bundesregierung. „Uns werden 150.000 bis 160.000 Euro an Sponsoreneinnahmen fehlen. Das können wir verstehen, wenn zum Beispiel Restaurants schließen müssen, können sie uns auch nicht unterstützen. Wenn wir die 1. DFB-Pokal Runde nicht erreicht hätten, hätte es Einschränkungen geben müssen“, machte Koch im Interview mit dem TV-Sender „NOA4“ deutlich und ergänzt: „So können wir die Saison aber vernünftig gestalten. Zudem haben wir im Etat 50.000 Euro für Zuschauergelder eingeplant, die werden wir natürlich nicht erreichen. Das ist ein zusätzliches Minus, was uns ins Haus steht.“ Auch das mögliche Thema Aufstieg in die 3. Liga, das in Norderstedt mal mehr mal weniger konkret auf dem Tisch war, ist damit vorerst vom Tisch. Koch bestätigt: „Wir haben nicht für die 3. Liga gemeldet. Dafür brauchen wir ein Stadion für 10.000 Zuschauer. Wenn ich zur Politik gehe und sage ‚stellt mir mal Bitte ein Stadion für 10.000 Zuschauer hin‘, werden die sagen ‚mit den 15-20 Millionen Euro können wir auch etwas Wichtigeres tun‘. Dafür haben wir natürlich Verständnis. Für das Thema 3. Liga muss man einen langfristigen Plan haben und den vorher mit allen Beteiligten besprechen.“

Norderstedt wartet auf Fortsetzung des Regio-Spielbetriebes

Zudem ist bis heute ungeklärt, wann der FC Eintracht Norderstedt und alle anderen Vereine wieder mit dem Spielbetrieb starten können. Aktuell dauert die Pause bis zum 10. Januar an. Wenn sich bis dahin die Inzidenz-Werte nicht reduziert haben, wird die Pause wohl weiter andauern. „Der Verband hat eine Umfrage unter den Vereinen gestartet, wie es weiter gehen soll. Ich habe eine Anfrage an das Gesundheitsamt gestellt, ob es möglich ist, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen, wenn wir wie im Profi-Fußball regelmäßige Corona-Tests vornehmen. Wir würden gerne am 04. Januar wieder mit dem Trainingsbetrieb starten, um am Wochenende 05.-07. Februar wieder in der Liga spielen zu können. Ob das was wird, hängt aber auch von der weiteren Entwicklung ab, das kann keiner absehen“, sagt Koch dazu. Und so bleibt die Zukunft weiterhin ungewiss, auch über die kommenden Weihnachtstage.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.