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Die finanziellen Sorgen des Amateurfußballes

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Bayern
Foto: Heiden

Die Super League als Vorbote der Zukunft. In der heutigen Fußballwelt verdienen die Spieler und die Vereine Millionen an Euro. Fans kaufen sich ihr Merchandise und fliegen aus jeder Ecke der Welt an, nur um ihre Stars hautnah zu erleben. Trotzdem herrscht bei den Spitzenteams eine Misswirtschaft, sodass sie gezwungen werden die Prinzipien des Fußballes aufzugeben und die Super League zu gründen, um finanziell zu überleben. Ganz anders ist die Sache im Amateursport.

Hier ist das finanzielle Problem nicht hausgemacht. Das niedrige Interesse von Fans und Sponsoren hält die Einnahmen auf einem niedrigen Niveau und auch Preisgeld kann man sich nur wenig erwarten. Im Gegensatz dazu müssen Spieler bezahlt werden, das Stadion und ein eigenes Sicherheitskonzept. Dauerhaft führt das zu einer Überschuldung der Vereine. Wie kann man diesen Trend stoppen? In diesem Artikel versuchen wir Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Amateurverein ihre Einnahmen verbessern können und wie wir alle dabei helfen können.

 

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Eine wichtige Verbesserung wäre mehr Aufmerksamkeit für die Vereine. Das wiederum bringt Fans und höhere Einnahmen. Mit dem „Tag der Amateure“ hat der DFB schon einen guten Schritt in die Richtung gemacht. Hierbei werden die Landespokalfinale live im Internet und Fernsehen übertragen, was den Sponsoren eine höhere Reichweite gibt. Zusätzlich kann es auch für die Teams ein Boost sein, wenn sie Fernsehzuschauer mit attraktiven und leidenschaftlichen Fußball beeindrucken können. Eine andere Möglichkeit ist eine mehr Reportage in Sportzeitschriften. Dadurch erhalten interessierte Leser dann mehr Updates über das Geschehen der Teams und überlegen es sich vielleicht einmal ein Spiel anzusehen. Auch bei Fußball Wetten, wie z. B. auf William Hill angeboten, könnte es einen Ausbau geben. Derzeit ist es möglich bis inklusive der dritten Liga zu wetten. Das bedeutet, dass das Wetten auf die Bundesliga, die Champions Leauge und weitere wichtigen Ligen sowie Wettbewerbe möglich ist. Das ist zwar schon ein großer Umfang an Möglichkeiten, aber wenn noch die vierte oder fünfte Liga hinzugefügt wird, könnte das die Fans noch mehr animieren die Spiele zu verfolgen, da sie auch Wetten darauf platziert haben.

Zusätzlich wird der Auftritt in den sozialen Medien und vor allem TikTok und Instagram immer wichtiger. Das kann an ein Start-up-Unternehmen abgegeben werden, die mit der Materie sich gut auskennen und schon für niedrige Preise einwandfreie Leistungen erbringen. Eine andere Möglichkeit ist, es einen eigenen Mitarbeiter zu beauftragen. Hier ist jedoch wichtig, dass dieser Erfahrung mitbringt und auch gute Ideen hat. Ein Account darf nicht zu überfüllt sein aber muss trotzdem einen guten Mix aus Humor und Einblicke in das Mannschaftsleben geben. Dieses aggressive Vermarkten in den sozialen Medien gibt es im deutschen Amateurfußball noch kaum. Vereine in England haben jedoch bewiesen, dass man so viele Fans und Sponsoren für sich gewinnen kann.

 

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Wenn diese Möglichkeiten nicht funktionieren besteht immer noch die Möglichkeit der Förderung vom DFB. Anstatt für englische Verhältnisse zu sorgen, wo man nur in den höchsten Ligen gute Zahlungen bekommt, wäre es eine Möglichkeit diese bei den Amateurvereinen zu erhöhen. Damit müssen dann auch nicht die Spielergehälter gezahlt werden, aber eine Hilfe für Sicherheitspersonal und Spieltags Kosten könnte aufgebracht werden. Auch von den Städten aus könnte die Stadionmiete teils subventioniert werden. Ansonsten müssen sich die Vereine große Partnervereine suchen, mit einem Blick auf die Förderung von Talenten von Bundesligaclubs. Der Bundesligaverein könnte seinen Spielern mehr Erfahrung im Erwachsenensport bieten und der Amateurverein würde billige Spieler erhalten. Wie interessant diese letzte Möglichkeit ist, hängt immer von den einzelnen Teams ab. Teams wie der VfL Wolfsburg und RB Leipzig haben ihre Zweitmannschaften abgemeldet und hätten deswegen Bedarf an solchen Konstellationen.

Um die finanziellen Engpässe der Amateurvereine zu beseitigen, bedarf es Änderungen. Diese werden nicht von heute auf morgen passieren, aber es ist wichtig, dass jetzt damit angefangen wird. Jeder, von den Vereinen, über den DFB, und die Sportberichterstattung hat die Möglichkeit einen Teil dafür beizutragen. Letztlich liegt es auch an den einzelnen Fans. Jeder Fußballfan hat die Möglichkeit sich ab und an ein Spiel seines regionalen Vereines anzusehen und Freunde mitzunehmen. Wer weiß, vielleicht bringt das eine neue Verbundenheit mit dem Verein ans Licht und man ist dann öfter im Stadion zu sehen. Den Amateurvereinen und ihren Finanzen würde es guttun.

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Redaktion: Seit September 2013 berichten wir von www.amateur-fussball-hamburg.de über die Regionalliga Nord, die Oberliga Hamburg und den Lotto-Pokal. Für uns ist der Amateurfußball viel mehr, als nur der Bolzplatz nebenan. Wir versorgen mehrere zehntausend Leser monatlich mit aktuellen Geschichten rund um das runde Leder in Hamburg.