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Regionalliga Nord

Die Regionalliga-„Revolte“: Wie der Abstieg die Liga spaltet

Niklas Heiden

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Revolte; Regionalliga Nord
Foto: IMAGO / foto2press

Der stillstehende Spielbetrieb beschäftigt nicht nur die Vereine in der Regionalliga Nord, sondern auch den Norddeutschen Fußball-Verband. Aktuell geht es vor allem um die Frage, ob die Saison mit Absteigern beendet wird. Einige Klubs haben deshalb eine „Revolte“ angestoßen.

Die Situation und die Corona-Lage ist alles andere als leicht für den Norddeutschen Fußball-Verband und die Vereine der Regionalliga Nord. Seit dem November vergangenen Jahres darf in der höchsten norddeutschen Spielklasse kein Ball mehr rollen. Mehrere Versuche des NFV, die Regionalliga wieder auf die Plätze zurückzubekommen, scheiterten. Aktuell wartet der Verband auf eine offizielle Antwort auf das Schreiben von Präsident Günter Distelrath. Dieser hatte die Bundesländer um eine Spiel-Genehmigung gebeten. Leicht ist in diesen Tagen nichts, auch nicht für NFV-Spielleiter Jürgen Stebani. Dieser hatte mehrfach deutlich verkündet, dass die aktuelle Saison mit Absteigern beenden werden soll. „Wir haben 22 Teams in der Nord-Liga. Die Zahl kann nicht größer werden, sie muss vielmehr kleiner werden. Es wird also Absteiger geben, die genaue Zahl ist nicht finalisiert. Die Vereine sind über unsere Vorstellungen informiert“, sagte Stebani. Einigen Klubs stoßen die Pläne aber mehr als nur sauer auf.

Keine Absteiger? Keller-Klubs starten kleine „Revolte“

Nach AFH-Informationen soll es deshalb nun zum „Streit“ zwischen dem Verband und den Regionalligisten gekommen sein, die potenziell nach aktuellem Stand auf einem Abstiegsplatz stehen. Denn was viele nicht wissen: Auf dem außerordentlichen Verbandstag hat sich der NFV im vergangenen Jahr von den Klubs bestätigen lassen, dass ohne eine Mindestanzahl an Spielen nach der Quotientenregelung abgebrochen werden kann. Die letzte Instanz in dieser Frage ist das Präsidium des Norddeutschen Fußball-Verbandes. Dieses folgte in den vergangenen Jahren regelmäßig den Vorschlägen des Spielausschusses, welchem Stebani vorsitzt. Um eine Saison mit Absteigern doch noch zu verhindern, mobilisieren nach AFH-Infos nun vor allem Altona 93 und der SV Atlas Delmenhorst alle Kräfte. Nach unseren Informationen sollen Verantwortliche beider Klubs sich an die anderen Vereine aus der eigenen Staffel gewandt haben, wie sie zu dem Thema stehen. Ziel der Aktion soll es wohl sein, Druck auf den Verband und Stebani auszuüben, damit dieser seine Meinung bezüglich der Abstiegsfrage ändert. Nach AFH-Infos ist man beim NFV alles andere als erfreut über die aktuellen Vorkommnisse, blickt aber gelassen auf die „Revolte“. Am Plan soll sich nach unseren Informationen nichts ändern.

Zwei Absteiger pro Staffel – NFV wartet weiter auf Rückmeldung

Im Gegenteil. Sowohl der Verband als auch Stebani wollen sich davon nicht einschüchtern lassen. Am kommenden Freitag (02.04) soll bereits konkret über das Thema in einer Sitzung gesprochen werden. Dabei soll es dann auch um die Abstiegsfrage gehen. Vor allem darum, wie viele Mannschaften absteigen müssen. Nach aktuellem Stand dürfte dies auf zwei Teams pro Staffel hinauslaufen. Entsprechende Pläne liegen auch AFH vor. Konkret würde das bedeuten: Aus der Nord-Staffel stiegen in diesem Fall Altona 93 und der Heider SV ab, aus der Süd-Staffel der SV Atlas Delmenhorst und der HSC Hannover. Beschlossen werden soll das am Freitag allerdings noch nicht, sondern erst nach Ostern. Die Frage nach dem Abstieg spaltet dabei die Liga. Wobei nach AFH-Infos ebenfalls eine nicht geringe Menge an Klubs zu einer Spielzeit mit Absteigern tendiert. Auch, um die sportliche Qualität der Liga hochzuhalten. Zudem wartet der NFV weiterhin auf eine Rückmeldung aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein, was einen möglichen Re-Start-Termin angeht. Auch in dieser Frage sind noch keine endgültigen Entscheidungen gefallen. Und so bleibt die Lage vorerst angespannt – vor allem wegen der ungeklärten Abstiegsfrage.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.