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Oberliga Hamburg

Doppelpack beim 2:1: Haase rennt AFC davon

Niklas Heiden

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Heimdreier für den SV Rugenbergen: Vor rund 250 Fans siegte die Truppe von SVR-Trainer Thomas Bohlen mit 2:1 gegen den Altonaer Fußball-Club. Zum Matchwinner avancierte dabei Pascal Haase mit einem Doppelpack. Für die Grießstraßler hingegen ist es schon die zweite Niederlage in Folge.

Hier verhindert Sven Worthmann (re.) das die AFC-Führung durch Marco Schultz. Foto: KBS-Picture

Es läuft die 82. Spielminute in Bönningstedt, als Abdullah Yilmaz das Leder 25 Meter vor dem eigenen Tor verliert und Pascal Haase sich auf den Weg macht. Der 24-Jährige fackelte nicht lange und versenkte den Ball mit links im linken oberen Giebel. Es sollte das Siegtor für seinen SV Rugenbergen gegen Altona 93 werden und Haase zusätzlich ein Soderlob von Trainer Thomas Bohlen einbringen. Doch eigentlich hatten die Gäste aus Ottensen die deutlich dickeren Chancen. Bereits nach zehn Minuten war es Marco Schulz, der einen Abschluss nur knapp neben dem Tor platzierte (10.). Besser machte es Schulz auch nicht eine knappe Viertelstunde später. Nachdem Hischem Metidji den AFC-Stürmer perfekt in Szene gesetzt hatte, scheiterte dieser an Rugenbergen-Schlussmann Patrick Marciniak (24.). Im Gegenzug ließen die Gastgeber ihre bis dato beste Möglichkeit in der Partie liegen. Über rechts brachte Hassan Zarei die Pille auf den Elfmeterpunkt, wo Hoppe aber über den Ball haute. Doch am Strafraumeck wartete Sebastian Munzel, der in Tobias Grubba seinen Meister fand (26.). Nach dem Seitenwechsel ließen die Algan-Schützlinge erneut eine dicke Chance liegen. Silva Monteiro war im Duell mit SVR-Keeper Marciniak nur zweiter Sieger (53.). Zeitgleich wurden die Bohlen-Kicker immer selbstbewusster und kamen ebenfalls zu dicken Einschuss-gelegenheiten. Sebastian Munzel flankte das Leder mustergültig von der rechten Außenbahn an den AFC-Fünfer, wo Patrick Hoppe perfekt einlief. Seinen Kopfball platzierte der SVR-Stürmer nur hauchzart über dem Tor (60.). Besser machte es dann sein Teamkollege Pascal Haase eine Viertelstunde später. Broder Hansen schickte eben jenen Haase mit einem langen Ball auf die Reise, bei dem Wiliam Wachowski nicht mehr hinterher kam. Der 24-Jährige kam aus spitzem Winkel zum Abschluss und legte den Ball an Grubba vorbei ins Netz (74.). Die Führung für die Gastgeber, die allerdings keine 120 Sekunden Bestand hatte. Denn im direkten Gegenzug glichen die Altonaer aus. Marco Schultz probierte es von der Sechzehnerkante und seinen Schuss fälschte der eingewechselte Akoteng-Bonsrah noch ab. Die Kugel senkte sich über Patrick Marciniak hinweg in die Maschen (76.). Der Ausgang der Partie ist bekannt.

Großer Jubel nach dem 2:1: Pascal Haase wird von seinen Mitspieler gefeiert. Foto: KBS-Picture

„Das war kein gutes Spiel von uns“, ärgerte sich Altona-Trainer Berkan Algan nach Abpfiff und fügte an: „Wir hätten eigentlich deutlich 2:0 führen müssen. Am Ende verlieren wir verdient, weil wir die Dinger vorne nicht reinmachen. Obwohl wir personell angeschlagen sind, müssen wir aber natürlich hier gewinnen“, so Algan weiter, der sich nach Abpfiff mit einem AFC-Fan lautstark in der Wolle hatte. Dieser hatte sich wohl zuvor abwertend über die Mannschaftsleistung geäußert. Algan schilderte die Situation so: „Da sind ein paar Emotionen hochgekocht, dass gehört dazu. Wir können mal miteinander reden und uns die Meinung sagen. Ich bin ein deutlicher Typ. Mich hat das Spiel am meisten geärgert. Das führt auch dazu, dass man mal ein paar Emotionen zeigt.“ Emotionen gab es auch auf der Gegenseite, allerdings nur positiver Natur. Vor allem Doppeltorschütze Haase strahlte über das ganze Gesicht, kommentierte das 2:1 so: „Heute hat alles gepasst, gerade beim zweiten Tor. Wir waren gnadenlos effektiv. Es ist umso schöner, wenn man doppelt treffen kann. Als er drin war, habe ich mich natürlich gefreut“, erklärte der 24-Jährige und fügte an: „Vor allem, weil es mit meinem schwachen linken Fuß war.“ Vom Gegner hatte sich Haase allerdings mehr versprochen. „Ich hatte Altona stärker erwartet und war überrascht, wie viele lange Bälle die gespielt haben. Nach dem 1:1 hatte ich kurz Angst, dass sich das noch gegen uns hätte drehen können. Aber dann haben wir zum Glück das 2:1 gemacht und das über die Zeit gerettet“, bilanzierte der zweifache Torschütze. Ein Sonderlob gab es für die Leistung von seinem Trainer Thomas Bohlen. „Haase ist, auch wenn er die ersten sechs Spiele nicht getroffen hat, enorm wichtig für uns. Ich habe ihm bewusst immer wieder das Vertrauen geschenkt, weil ich wusste, dass er es wieder zurück zahlt“, so Bohlen, der anfügte: „Er macht verrückte Sachen da vorne. Manchmal verstehe ich das nicht, aber so einen Spieler braucht man da vorne. Er ist ein absolut wichtiger Spieler für uns.“ Zum Spiel fügte der SVR-Trainer an: „Nach dem 1:1 wäre ich schon froh gewesen, wenn wir nicht verloren hätten. Wir haben komischerweise nach dem 1:0 zu tief gestanden. Die Mannschaft hat heute bis zum Ende an sich geglaubt“, der dann noch abschließend ergänzte: „Gegen Altona zu gewinnen ist natürlich etwas Besonderes. Die Reaktion nach dem doch sehr schlechten Spiel bei Vicky hat mir gut gefallen. Wir haben endlich wieder gezündet.“

Foto: KBS-Picture

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.