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Regionalliga Nord

Dumm-Rot kostet FCSP II Dreier

Niklas Heiden

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Die U23 des FC Sankt Pauli lässt zwei Punkte liegen: Vor 338 Zuschauern reichte es gegen die SpVgg Drochtersen/Assel nur zu einem 1:1-Remis. Trotz Freistoß-Traumtor schwächte Joel Keller seine Farben selbst, sah glatt Rot. Ein Lucky-Punch sorgte sehr spät für den „Drosseln“-Punktgewinn.

Die Kugel schlägt rechts oben ein: Der Keller-Freistoß passte perfekt. Foto: KBS-Picture

Die Gastgeber starteten wie die Feuerwehr in die Partie: Gerade einmal acht Minuten waren auf der Uhr, als die Kiezkicker am rechten Strafraumeck einen Freistoß zugesprochen bekamen. Joel Keller schnappte sich die Kugel und fackelte bei seinem Schuss nicht lange, schweißte den Ball in den rechten oberen Giebel ein. Und die Gastgeber versuchten es direkt weiter, probierten die „Drosslen“ am eigenen Strafraum festzunageln. Theodor Bräuning schloss aus der zweiten Reihe ab, der Schuss wurde aber leichte Beute für SpVgg-Schlussmann Jannis Trapp. Die beste Chance der Gäste in dieser Zeit vergab Marcel Andrijanic, der erst einen Freistoß in die FCSP-Mauer haute und anschließend die Kugel in den himmelblauen Himmel beförderte (13.). Jan-Marc Schneider sorgte im Anschluss erneut vor dem Gäste-Kasten für Gefahr, brachte eine Flanke von der rechten Außenbahn perfekt auf den zweiten Pfosten. Dort rauschte Sirlord Conteh an der Kugel vorbei und verpasste es so frühzeitig, die Führung auszubauen (15.). Nach knapp einer halben Stunde wurde es dann knifflig für Referee Jost Steenken: Marcell Sobotta wurde im Sechzehner angespielt und nahm die Kugel leicht mit dem Oberarm mit – Matti Grahle brachte den 20-Jährigen zu Fall. Steenken zeigte schnell auf den Punkt, entschied sich nach Rücksprache mit seinem Assistenten aber anders und gab einen Freistoß für die „Drosseln“ – zum großen Unmut der Kiezkicker (27.). Die größte Chance der Gäste vergab kurz vor der Pause Erdogan Pini, der einen Schuss aus 18 Metern zentraler Position nur an den Querbalken setzte. Nach der Pause wendete sich das Blatt komplett.

Viele Zweikämpfe verloren die FCSP-Kicker, machten die „Drosseln“ so stark. Foto: KBS-Picture

Die Boys in Brown zeigten ungewohnte Schwächen in der Defensive, ließen den Drosseln viel zu viel Platz zum Kombinieren. Nach einer guten Stunde legte Alexander Neumann die Kugel im FCSP-Sechzehner für Marcel Andrijanic ab, der aus kurzer Distanz aber den Einschlag verpasste. Die Kiezkicker kamen mehr und mehr ins Schwimmen, mussten ab zwanzig Minuten vor Ultimo sogar in Unterzahl weitermachen. Joel Keller wurde an der Mittellinie gefoult und revanchierte sich mit einem groben Foulspiel. Schiedsrichter Steenken zeigte dem 22-Jährigen glatt Rot (68.) – eine richtige Entschidung. Kurz vor Schluss belohnten sich die Niedersachsen dann mit dem Ausgleich. Alexander Neumann tanzte Michael Ambrosiuis im Sechzehner aus und traf aus spitzem Winkel zum verdienten 1:1-Ausgleich (86.). „Drosseln“-Coach Enrico Maaßen bilanzierte im Anschluss: „Wir hatten einen guten Plan, der in der ersten Halbzeit nicht wirklich geklappt hat. Wir müssten einem Rückstand hinterher rennen und haben dann nicht das gemacht, was uns auszeichnet. Deshalb wurde es in der Pause auch deutlicher“, so Maaßen, der anfügte: „In der zweiten Hälfte waren wir dann eine völlig andere Mannschaft. Unser Power-Fußball hat sich am Ende durchgesetzt und der Ausgleich war verdient. Ich bin froh über den Punkt“, ergänzte der 33-Jährige. FCSP-Coach Joachim Philipkowski ärgerte sich: „Da gehen ihm die Laternen durch, dass passiert aber im Männer-Sport. Trotzdem ist es sehr ärgerlich. Wir werden sehen, wie wir ihn ersetzen“, so der Deutsch-Pole, der abschließend die Elfer-Situation kommentierte: „Für mich war es ein Elfer. Aber ich möchte in so einem Spiel auch kein Schiri sein. Die sind auch noch jung und machen Fehler. Alles gut.“

Foto: KBS-Picture

Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.