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Oberliga Hamburg

Elektrolyten-Joe leitet Pulverfass-Dreier ein

Niklas Heiden

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Die TuS Dassendorf bewahrt seine weiße Weste: Am Freitagabend feierte der Spitzenreiter seinen sechsten Sieg im sechsten Spiel, schlug die TuS Osdorf vor 400 Zuschauern mit 2:0. „Elektrolyten-Joe“ leitete dabei den Sieg ein – ein Dassendorf-Youngster verpasste zwei Mal die Entscheidung.

Referee Alexander Teuscher machte am Freitag-abend keine gute Figur. Archivfoto: KBS-Picture

„Die ersten 45 Minuten haben unter der Schiedsrichter-Leistung gelitten. Der hat auf beiden Seiten nahezu alles falsch gemacht hat“, sprudelte es aus Dassendorf-Coach Peter Martens nach dem Abpfiff heraus. Dabei hatte der 59-Jährige durchaus Grund zum Jubeln. Denn trotz einer Pulverfass-Halbzeit sicherten sich seine Schützlinge die drei Punkte. Die Osdorfer begannen wie die Feuerwehr: Nach einem langen Einwurf von Kevin Trapp misslang der Klärungsversuch von Sven Möller. Die Kugel landete auf dem Schädel von Melvin Bonewald, der den Ball knapp über den Kasten köpfte (3.). „Dasse“ stand in der Defensive nicht sicher: Felix Spranger zirkelte einen Freistoß auf den kurzen Pfosten, Gruhne konnte gerade noch klären – kurz darauf köpfte Wachter nur knapp drüber (8.). In der Folge stand Schiedsrichter Alexander Teuscher mehr und mehr im Mittelpunkt. Mehrfach äußerten beide Trainer-Bänke lautstark ihren Unmut über die vielen Entscheidungen des Eilbekers. Nach 25 Minuten wurde es dann erneut knifflig, als Marcel von Walsleben-Schied eigentlich mit Gelb/Rot hätte vom Feld müssen, Referee Teuscher beließ es bei einer Ermahnung. Osdorf-Trainer Peter Wiehle verärgert: „Torben Krause bekommt nach fünf Minuten für ein gewöhnliches Foulspiel Gelb, von Walsleben-Schied darf aber weiterspielen, obwohl er nach 25 Minuten hätte runter müssen.“ Nach der Pause erwischten die Wendelwegler die Osdorfer dann eiskalt und tüteten den über 90 Minuten auch verdienten Dreier ein.

Amando Aust traf in seinem 70 Oberliga-Spiel für „Dasse“ zum achten Mal. Archivfoto: KBS-Picture

Der von seinen Teamkollegen umbenannte „Elektrolyten-Joe“ (Joe Warmbier) feierte nur vier Minuten nach Wiederanpfiff seinen Torerfolg, drückte die Kugel aus dem Gewühl über die Linie (49.). Doch Osdorf gab sich noch nicht auf, vergab keine vier Zeigerumdrehungen später die Ausgleichschance. Nach einem langen Ball von Trapp stand Enderle im Sechzehner blank und legte noch einmal auf Bennet Krause ab. Dieser rauschte am Ball vorbei – die Chance vertan. „Ich weiß nicht, ob bei uns öfter mal die Angst vor dem Tor ist, aber man kann auch mal selbst abschließen“, kommentierte Wiehle im Anschluss. Amando Aust versetzte Osdorf nach knapp einer Stunde den vermeintlichen Gnadenstoß, nickte nach einem Möller-Freistoß zum 2:0 für den Oberliga-Primus ein (62.). Zuvor hatte bereits Marcel von Walsleben-Schied die große Chance zum 2:0 verpasst (52.). Zum Pechvogel des Tages avancierte kurz vor Schluss dann „Dasse“-Youngster Maximilian Dittrich, der erst einen selbst rausgeholten Elfmeter vergab (78.) und anschließend auch einen Kopfball nur an den Querbalken nagelte (79.). „Auch, wenn er Mölli gefragt hat, wünsche ich mir, dass unser Kapitän die Elfer schießt. So einen Zirkus brauchen wir nicht“, so Martens, der scherzend anfügte: „Wenn er dann auch drei Mal Hamburger Meister geworden ist, dann kann er das auch machen.“ Den Sieg retteten seine Schützlinge dann über die Zeit. Osdorf-Coach Wiehle bilanzierte anschließend: „Das war brutales Fußball. Wir haben uns selber nicht belohnt, haben eine überragende erste Halbzeit gespielt. Mit der ersten Chance lagen wir dann auf einmal hinten. Wir hätten hier und heute auf jeden Fall nicht verlieren müssen“, so Wiehle, der anfügte: „Es gab zu viel Zicken-Krieg auf dem Platz.“

Foto (Archivbild): KBS-Picture

Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.