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Bundesliga

Ex-HSV-Keeper René Adler: „Bin bis heute Fan“

Niklas Heiden

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Foto: KBS-Picture

Fünf Jahre lang trug René Adler das Trikot des Hamburger SV, erlebte mit den Rothosen viele Höhen und Tiefen. Inzwischen ist der 35-Jährige Unternehmer, erwartet bald Nachwuchs. Nun gab der TV-Experte eine Einschätzung zur Krise ab und sprach über ein mögliches Comeback.

269 Spiele in der Bundesliga, 24 Einsätze im DFB-Pokal und 12 Partien in der Nationalmannschaft. Rene Adler hat in seiner Karriere wahrlich alles gesehen und viel erreicht. Zuletzt war der heute 35-Jährige für den FSV Mainz 05 aktiv, zuvor hielt Adler den Kasten für den HSV und Bayer 04 Leverkusen sauber. Im „Elbkick.TV“-Talk sprach der heutige Unternehmer über die aktuelle Corona-Krise. „Ich habe in meiner Karriere, bei allen Verletzungen, gelernt, mich nicht in die Opferrolle zu begeben. Ich möchte, auch wenn die Situation schwer ist, nicht jammern. Auch bei mir sind viele Dinge weggebrochen, aber ich glaube, dass ich nicht in der Situation bin, mich zu beschweren“, stellt Adler dar, der als Gesellschafter der Torwart-Handschuh-Marke „TITAN“ agiert. „Von daher komme ich nun zu Sachen, die lange Zeit liegen geblieben sind, wie die Garage oder der Garten“, so der Ex-Profi, der bald Nachwuchs erwartet. „Ich muss etwas aufpassen, wegen meiner schwangeren Frau, damit ich im Mai auch mit in den Kreissaal darf. Mit zwei Hunden und einer hochschwangeren Frau wird einem nicht langweilig zu Hause. Meine Frau hat bisher eine top Schwangerschaft, wir können uns nicht beklagen. Ausgerechnet ist der Termin für Mitte Mai, dementsprechend sind wir nun auf der Zielgeraden“, freut sich der 35-Jährige bereits.

Adler: „Die Klubs aus der 3. Liga trifft es sehr hart“

Allerdings macht sich der Ex-Nationalspieler, der heute auch als TV-Experte aktiv ist, schon Gedanken um die Zukunft des deutschen Fußballs. „Ich glaube, dass es die Drittliga-Klubs deutlich härter trifft. Am Ende ist es eine Frage des Portmonees und der Kreativität der Spieler. Aber es finden sich Mittel und Wege, um seine Übungen zu absolvieren. Einige Profis sind da natürlich aber auch bequem. Man muss einfach versuchen, das Bestmögliche daraus zu machen“, stellt Adler klar, der unterstreicht: „Ich sehe mich als Teil des Fußball-Business, aber der Profi-Fußball muss aufpassen, dass er sich nicht zu wichtig nimmt. Es ist klar, dass es um Ängste und Arbeitsplätze geht, aber solange man nicht alle ein Stück weit mitnehmen kann, darf der Fußball keine Sonderolle einnehmen. Man muss ganz doll aufpassen, dass man eine einheitliche Lösung findet.“ Das einige Vereine wegen der aktuellen Krise finanziell schlecht da stehen, hinterfragt der 35-Jährige. „Es sind Millionen im Umlauf, aber es wurden kaum Rücklagen gebildet. Als Unternehmer ist es immer gefährlich, wenn man keinen Speck auf den Rippen hat. Es ging immer nur bergauf, dass die Vereine das auch als normal angesehen haben. Ich glaube schon, dass wir kurz- bis mittelfristig einen anderen Fußball sehen werden“, gab Adler einen Einblick in seine Gedanken.

„Bin bis heute HSV-Fan“ – Comeback beim HSV III?

Dem HSV, bei dem Adler fünf Jahre lang spielte, trägt der ehemalige Nationaltorhüter bis heute im Herzen. „Ich bin ganz froh, aktuell die Perspektive zu haben, von draußen zuschauen zu können. Jeder, der einmal in diesem Verein war weiß, wie schwierig es manchmal ist. Die Leute in diesem Verein reißen sich den Arsch auf, deshalb wird es dem nicht gerecht, wenn man sich lustig macht. Aber natürlich habe ich noch eine Bindung zum HSV und bin auch Fan“, berichtet Adler, der sich ein Comeback im Rothosen-Trikot wie Marcell Jansen oder auch Piotr Trochowski allerdings nicht vorstellen kann. „Ich habe mein ganzes Leben lang Fußball gespielt und bin auch ein Stück weit müde“, gibt der 35-Jährige offen zu. Und schließlich wartet nun auch erst einmal der Nachwuchs und damit eine spannende Zeit auf den Ex-Profi.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.