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Bundesliga

Flach-Tor reicht nicht: St. Pauli bekommt Würzburg-Finale

Niklas Heiden

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Foto: imago images / Zink

Der FC Sankt Pauli kommt im Keller der 2. Bundesliga weiterhin nicht vom Fleck! Bei Greuther Fürth mussten sich die Kiezkicker mit 1:2 geschlagen geben. Ein Traumtor von Leon Flach kam für die Boys in Brown zu spät. Am Mittwochabend kommt es nun zum „Finale“ gegen Würzburg.

„Wir haben uns vorgenommen, das alte Jahr aus den Klamotten zu schütteln und mit mehr Zuversicht und Optimismus in die nächsten Spiele reinzugehen“, hatte St. Pauli-Trainer Timo Schultz für den ersten Aufgalopp seiner Mannschaft angekündigt. Gleich fünf Mal wechselte der 43-Jährige im Vergleich zur 0:3-Heimniederlage gegen Fortuna Düsseldorf. Daniel Buballa, Finn-Ole Becker, Rico Benatelli, Daniel-Kofi Kyereh und Igor Matanovic nahmen vorerst auf der Bank Platz, dafür rückte Neuzugang Adam Dzwigala, Afeez Aremu, Kevin Lankford, Lukas Daschner und Simon Makienok in die Startelf. Die Situation bei den Kiezkicker war angespannt. Ein Sieg in Fürth hätte den Kiezkickern vorerst etwas Luft verschafft. Die ersten Minuten im Sportpark Ronhof verliefen dann zunächst recht unspektakulär. Deutlich wurde allerdings, dass die Kiezkicker sich keineswegs hinten reinstellten, sondern immer wieder den Weg nach vorne suchten. Die Hausherren meldeten sich nach einer knappen Viertelstunde erstmals ansatzweise zu Wort. Jamie Leweling chipte den Ball von rechts auf den zweiten Pfosten, wo Sebastian Ohlsson gerade noch vor Havard Nielsen klären konnte (15.). Kurz darauf schwächten sich die Kiezkicker dann selbst. Nach einem Fürth-Eckball ging Marvin Knoll im Strafraum zu Ungestüm in den Zweikampf, bekam den Ball deutlich gegen die Hand und Schiedsrichter Tobias Reichel zeigte auf den Punkt. Julian Green legte sich den Ball zurecht und versenkte die Kugel in die rechte untere Ecke (24.).

Brodersen patzt, Nielsen erhöht – Fürth verpasst das 3:0

Fünf Minuten später kam es für die Kiezkicker dann aber noch dicker. Marco Meyerhöfer schlug eine Flanke lang auf den zweiten Pfosten, Svend Brodersen zeigte sich unsicher und ließ die Kugel direkt vor die Füße von Havard Nielsen fallen und der Fürth-Stürmer staubte auch spitzem Winkel zum 2:0 für die Hausherren ab (27.). Die Kiezkicker zeigten sich in der Folge nervös, bekamen in der Offensive keine Torchance mehr zustande. Im Gegenteil! Auf der Gegenseite hätten die Hausherren beinahe vorzeitig den Deckel drauf gemacht. Erneut bekam Lewelig rechts zu viel Platz, seine Hereingabe landete am linken Strafraumeck bei David Raum, der das Leder direkt nahm. Svend Brodersen bekam im letzten Moment noch die Arme nach oben und verhinderte so den dritten Treffer für die Gastgeber im ersten Durchgang (45.). Kurz darauf ging es mit dem 0:2-Rückstand für die Boys in Brown zurück in die Kabinen. In der Halbzeit reagierte Kiezkicker-Trainer Timo Schultz und brachte für Paqarada Daniel Buballa in die Begegnung. Der Routinier sollte den Kiezkickern mehr Struktur im eigenen Spiel geben.

Flach bringt St. Pauli Hoffnung – Fürth bringt Sieg über die Zeit

Bringen sollte dies aus Sicht der Hamburger vorerst aber nichts. Schultz reagierte deshalb erneut und brachte Daniel-Kofi Kyereh und Igor Matanovic für die enttäuschenden Lukas Daschner und Simon Makienok in die Partie (61.). Die Kiezkicker warfen in der Folge noch einmal alles nach vorne, stand es immerhin „nur“ 0:2 aus der Sicht der Schultz-Truppe. Einen wirklichen Effekt hatte aber auch der Doppelwechsel für die Hamburger nicht. Eine knappe Viertelstunde vor Ultimo zog Schultz damit seine nächste Option und brachte Leon Flach in die Begegnung (78.). Aremu, bereits mit Gelb vorbelastet, ging deshalb vom Feld. Die wohl beste Entscheidung von Schultz an diesem Nachmittag, denn ausgerechnet Flach sollte den Kiezkickern wieder Leben einhauchen. Nach einem Eckball klärten die Fürther den Ball in den Rückraum, von wo Flach abzog und das Leder sehenswert in den Maschen versenkte (82.). Plötzlich keimte wieder Hoffnung bei den Hamburgern auf, hatte es die Leitl-Elf zuvor doch verpasst, den Deckel auf diese Begegnung zu machen. Doch trotz aller Bemühungen und einer Nachspielzeit von vier Minuten reichte es für die Schultz-Elf am Ende nicht mehr zum Punkt. Den 2:1-Erfolg, vor allem aufgrund des guten Auftritts in der ersten Halbzeit, rettete Fürth am Ende knapp noch über die Zeit. Auf die Kiezkicker wartet nun am kommenden Mittwoch das Nachholspiel gegen die Würzburger Kickers. Ein vorgezogenes Finale sozusagen. Mit einem Sieg könnte das Schultz-Team sich neues Leben einhauchen.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.