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Oberliga Hamburg

Flutlichtausfall und böses Blut: Osdorf besiegt Altona

Jonas Bickel

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Es war ein finsterer Abend für Altona: Der Tabellenzweite verlor nicht nur mit 0:2 beim TuS Osdorf, auch das Flutlicht fiel zwischendrin aus. „Eine absolute Katastrophe“ nannte Berkan Algan diesen Vorfall, der am Blomkamp nicht zum ersten Mal vorkam. Bei Osdorf war die Freude besonders groß, auch weil es im Vorfeld angeblich unfaire Äußerung seitens des AFC gegeben haben soll.

Fiel für über zwanzig Minuten komplett aus: Das Flutlicht am Blomkamp versagte. Foto: Heiden

Fiel für über zwanzig Minuten komplett aus: Das Flutlicht am Blomkamp versagte. Foto: Heiden

„Ich habe gehört, dass Berkan Algan sich im Vorfeld sehr arrogant geäußert hat und meinte, dass sie uns locker mit 3:0 aus dem Stadion schießen“, meinte Osdorfs Trainer Peter Wiehle nach dem Spiel über sein Gegenüber. Ob diese Äußerungen so gefallen waren oder nicht, ließ sich natürlich nicht verifizieren. Von einem 3:0 war Altona aber zumindest schon lange nicht mehr so weit entfernt gewesen. Vor einer Rekordkulisse von 780 Zuschauern fiel dem AFC am Blomkamp nichts ein, das Spiel des Tabellenzweiten wirkte uninspiriert und ideenlos. Doch in der 11. Minute kamen die 93er zu einer Doppelchance: Dennis Thiessen schloss stark ab, Keeper Hartmann kratzte das Leder noch aus dem rechten unteren Eck. Die anschließende Ecke landete bei Aniteye, der volley abzog. Spranger klärte für seinen geschlagenen Torhüter auf der Linie. In der 35. Minute ging Osdorf dann in Führung. Blume tanzte einen Gegenspieler im Sechzehner aus und legte auf für Bonewald, der nur noch einnicken musste. Der Zwischenstand ging in Ordnung, weil der TuS Altona mit kampfstarkem Pressing zur Verzweiflung brachte. Kurz nach der Pause folgte dann der Aufreger des Spiels. Auf einen Schlag wurde es zappenduster am Blomkamp. Eine Sicherung war rausgesprungen, die komplette Flutlichtanlage fiel aus – beide Teams verließen den Platz.

TuS-Trainer Peter Wiehle und sein Keeper Patrick Hartmann liegen sich in den Armen. Foto: Heiden

TuS-Trainer Peter Wiehle und sein Keeper Patrick Hartmann liegen sich in den Armen. Foto: Heiden

Erst über zwanzig Minuten später konnte die Partie fortgesetzt werden. Altona kam etwas stärker zurück auf den Platz und fuhr einige Angriffe, die aber nicht wirklich für Gefahr sorgten. Anders die Gastgeber: Wachter sorgte mit zwei Distanzschüssen für Gefahr und drei Minuten vor Spielende machte Schmidt aus kurzer Distanz den Deckel drauf und erhöhte auf 2:0. Die ideenlosen Gäste aus Altona konnten dem nichts mehr entgegensetzen. AFC-Trainer Berkan Algan war nach dem Spiel sichtlich verärgert: „Wenn man hierher kommt, passiert viel, außer Fußball. Und dann verliert man außer Fußball das Spiel“, meinte der 39-Jährige, der anfügte: „Das erste Tor muss abgepfiffen werden, das war klar Abseits.“ Es gab aber auch Gründe für das schwache Auftreten seines Teams: „Die Vorbereitung lief alles andere als glücklich. Balde hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen, auch Waldschmidt ist verletzt. Das ist natürlich auch in unseren Köpfen“, so der AFC-Zepterschwinger abschließend. Sein Gegenüber, Peter Wiehle, war auf Algan nicht gut zu sprechen: „Der Sieg war völlig verdient, Altona hat aus dem Spiel heraus gar nichts geschafft. Wenn man ein Spiel verliert, ist immer irgendwas“, meinte der Trainer zu den Abseitsvorwürfen von Algan. Auch der Flutlichtausfall war natürlich ein Thema. „Das mit dem Flutlicht lassen wir mal so weiterlaufen. Jedes Mal wenn es ausgefallen ist, haben wir gewonnen“, scherzte Wiehle, der abschließend aber ernsthaft anführte: „Da muss eine Firma ran, das muss besser werden und darf nicht mehr vorkommen.“

Foto: Niklas Heiden

Leitender Redakteur: Jonas studiert Politikwissenschaften an der Universität Hamburg. Der 22-Jährige kommt von der Nordseeinsel Föhr und interessiert sich für alle Themen rund um den Fußball in Hamburg und in der Welt.