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Oberliga Hamburg

Für Hochzeits-Natusch: NTSV schenkt HEBC Sieg

Niklas Heiden

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Befreiungsschlag für den HEBC! Vor rund 200 Fans siegte die Großkopf-Elf am Donnerstag mit 1:0 gegen den Niendorfer TSV. Marvin Karow traf bei den Sachsenweglern ins eigene Netz, machte so die Natusch-Hochzeitsparty perfekt. NTSV-Trainer Ali Farhadi holte später zum Rundumschlag aus.

Weil HEBC-Stürmer Ole Natusch am Samstag den Bund der Ehe eingeht, verlegten die Eimsbütteler die Partie gegen den Niendorfer TSV auf Donnerstagabend. Vor rund 200 Fans gab es dann aber erstmal Fußball-Magerkost von beiden Mannschaften zu sehen. Die erste bessere Möglichkeit für die Gäste vom Sachsenweg hatte Daniel Brückner, der einen Freistoß knapp über das HEBC-Tor zog (15.). Etwas besser machten es die Lila-Weißen in Person von Ole Natusch, der fast eine Bilderbuchgeschichte geschrieben hätte. Nach einer Windhoff-Flanke nickte der 34-Jährige den Ball in das linke obere Kreuzeck. Doch NTSV-Keeper Marcel Kindler pflückte die Pille noch im letzten Moment weg (27.). Erst nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung mehr an Fahrt auf – und dann aber gleich richtig. Innerhalb von einer Minute ließen die Großkopf-Schüler gleich drei Mal die Führung liegen. Erst setzte Prange den Ball nur an den Innen-pfosten, die anschließende Ecke entschärfte Kindler. Den dritten Versuch von Puschkaruk klärte dann ebenfalls der NTSV-Schlussmann (58.), der so eine Farben im Spiel hielt. Doch nahezu im Gegenzug ließen die Farhadi-Schützlinge dann das 0:1 kläglich liegen. Leon Meyer bediente von rechts Daniel Brückner, der beim Abschluss mit dem schwachen Fuß aber etwas über den Ball haute. Das Leder schlug neben dem Pfosten im Hintertorzaun ein (62.). Mit der Hereinnahme von Kevin Trapp brachte HEBC-Trainer Jörn Großkopf dann mehr Wind in die Partie – und das zahlte sich zehn Minuten vor Ultimo aus. Felix Hackstein bediente von der Grundlinie Janek Bundt, der von Marvin Karow abgegrätscht wude. Karow spitzelte den Ball dabei selbst ins eigene Netz – 1:0 für HEBC (80.). Und nur drei Minuten später legten die Gastgeber nach – oder doch nicht! Lemke war bereits davon und eine Speck-Rettung auf der Linie kam zu spät. Sowohl Referee Alexander Teuscher, als auch Assistent Christopher Renner zeigten auf Tor. Doch plötzlich nahm Teuscher seine Entscheidung zurück – zum Unverständnis der Gastgeber. Diese retteten den knappen Sieg, trotz sechs Minuten Nachspielzeit, dann aber über die Zeit. Jubel am Reinmüller.

„Wir haben vorne keine Qualität im Abschluss“, feuerte NTSV-Trainer Ali Farhadi nach Abpfiff los und fügte an: „Wir haben uns am Ende selbst geschlagen. Es ist traurig zu sehen, wie die Jungs hier scheitern. Wir sind aktuell nicht so weit – Namen bringen uns nicht weiter. Wir müssen wieder ein Team werden“, so Farhadi weiter, der sogar noch deutlicher wurde. „Unsere Jungs müssen wieder ganz unten anfangen. Sie sind halt noch nichts. Und am Ende glauben sie, nach der letzten Saison, etwas darzustellen, was wir nicht sind. Wir sind keine Top-Mannschaft“, polterte Farhadi und ging sogar noch einen Schritt weiter. „Egal ob jemand 18 oder 37 Jahre alt sind, man muss diese Liga annehmen. Es ist modern bei uns geworden, dass wir viele Chancen haben, diese nicht nutzen und dann am Ende verlieren.“ Nach dem Training am Freitag will Farhadi dann noch einmal mit der gesamten Mannschaft sprechen. Der Deutsch-Iraner: „Wir wollen mit den Jungs ein paar Dinge besprechen. Es ist offensichtlich, dass einige an sich selber scheitern. Wenn die Liga zu hoch ist: Jede Bezirks- oder Kreisliga freut sich über solche Spieler, die wir haben.“ HEBC-Zepterschwinger Jörn Großkopf bilanzierte nach Abpfiff: „Für mich war der Sieg absolut verdient. Ich habe dem Team vor der Serie gesagt, dass es für jedes Spiel zu Hause zu null eine Kiste gibt. Heute konnte ich die erste rausgeben“, so Großkopf, der sich die Leistungsschwankungen selber nicht erklären kann. „Wenn ich das wüsste, dann wäre ich ein Stück weiter. Ich kann nicht sagen, woran es liegt. Wenn ich es wüsste, dann würde ich es abstellen“, so Großkopf, der zum „2:0“ ergänzte: „Eigentlich ist es mir egal, weil wir gewonnen haben. Aber für mich wurde das Tor erst gegeben und dann doch wieder nicht.“ Nun richten sich alle Blicke auf die Hochzeit am Samstag von Ole Natusch. Großkopf abschließend: „Wir wollten Ole nicht mit einer Niederlage in die Hochzeit schicken und auch unserem Manager Stelios Vamakidis einen guten ersten Hochzeitstag bescheren. Das haben wir geschafft. Nun können wir heute in Ruhe feiern.“

Foto (Archivbild): KBS-Picture

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.