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Oberliga Hamburg

Geisterspieltickets: Das neue „Battle of Barmbek“

Niklas Heiden

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Symbolbild: Heiden

Keine Spiele bedeuten keine Ticketeinnahmen: Ausgelöst durch die Corona-Krise sind viele Vereine in finanzielle schwierige Situationen geraten. Abhilfe können dabei nun sogenannte „Geisterspieltickets“ schaffen. Dadurch findet das „Battle of Barmbek“ inzwischen digital statt.

Am 15. März hätten sich der USC Paloma und der HSV Barmbek-Uhlenhorst eigentlich zum sportlichen „Battle of Barmbek“ an der Brucknerstraße treffen sollen, doch es kam alles anders. Die durch das Corona-Virus ausgelöste Pandemie nahm nicht nur Einfluss auf das normale Leben, auch der Fußball steht seitdem still. Ein Großteil der Ligen sind eingefroren, teilweise sogar schon abgebrochen. Damit erhöht sich auch weiter der finanzielle Druck auf die Vereine, die in dieser Krise am meisten leiden. Schließlich könnten die Klubs weder Tickets, noch Würstchen oder Bier verkaufen. Auch die Sportplatz-Gastronomen kamen schnell in finanziell prekäre Lagen. Um diesen Problemen etwas entgegenzuwirken, haben sich beide Oberligisten, sowie weitere Klubs aus der Hansestadt, dem Projekt „Geisterspieltickets“ angeschlossen. Dabei können Fans und Unterstützer virtuelle Tickets, Würstchen und Bier kaufen und so den eigenen Verein unterstützen. Veröffentlicht wurde die Plattform vom Essener Kreisligisten TC Freisenbruch, der mit dem Projekt bereits 162.309,84 € umsetzte. Insgesamt machen 1050 Vereine mit.

Diese Vereine aus Hamburg machen beim Projekt mit

„Wir sind vom Erfolg unserer Idee überrascht und freuen uns, dass wir so vielen Vereinen in der schweren Zeit helfen können“, berichtet uns Projekt-Initiator Peter Wingen. Auch aus Hamburg sind schon einige Vereine, neben Paloma und BU, dabei. So haben bisher auch Eintracht Lokstedt, der SC Poppenbüttel, der SV Altengamme, der Bramfelder SV und HEBC sich ein Profil erstellt. Beim Verkauf der Tickets liefern sich bisher aber vor allem Paloma und BU, sozusagen das digitale „Battle of Barmbek“, ein Kopf-an-Kopf-Rennen. 696 Euro haben die „Tauben“ bereits gesammelt, kurz dahinter folgt BU mit 685 Euro. Wingen betont zudem: „Die Vereine müssen ihre Einnahmen nicht versteuern, da die Spender keine Gegenleistung erhalten. Wenn wir unsere Kosten gedeckt haben, dann werden wir die Aktion #WeKickCorona großzügig unterstützen.“ Insgesamt wurden durch alle Vereine schon 8562 virtuelle Bierchen, 8203 virtuelle Eintrittskarten, 6025 virtuelle Würstchen, 1836 virtuelle Bierkisten, 1139 virtuelle Limonaden und 4209 weitere virtuelle Produkte verkauft. Aus Sicht der Klubs darf dazu sicher noch das eine oder andere Bier oder die eine oder andere Wurst in der nahen Zukunft dazu kommen. Anmeldungen als Verein können weiter auf der Webseite „www.geisterspieltickets.de“ vollzogen werden.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.