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Regionalliga Nord

Großes Unverständnis: Regio-Trainer klagen über Lockdown

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Foto: KBS-Picture

Am Sonntagmittag durften sie noch spielen, seit Montag gilt in Deutschland allerdings ein neuer Lockdown. Auch bei den Trainern herrscht großes Unverständnis darüber, weshalb die neuen Regelungen auch den Fußball betreffen. AFH hat mit zwei Trainern über die Pause gesprochen.

Am Sonntag fanden die beiden letzten Spiele in der Regionalliga Nord statt. Seit Montag gilt ein strenger Lockdown, der auch den Fußball betrifft. Bis mindestens Ende November wird kein Training und kein Spiel ausgetragen. Ein Zustand, den auch die beiden Trainer Achim Hollerieth und Thomas Seeliger nach Abpfiff der Begegnung im Stadion Hoheluft einten. „Jeder hat seine persönliche Meinung zu diesem Thema. Ich glaube gerade die Gastronomen, die Fitnessstudios und der Fußball sind keine Hotspots. Heute war es noch erlaubt, zehn Stunden später ist es verboten. Das ist schon ein bisschen Irrsinnig“, machte Hollerieth sein Unverständnis deutlich und fügte an: „Schlussendlich geht es darum die Leute zu schützen, die zur Risikogruppe gehören. Keiner weiß von uns, ob wir es schon gehabt haben. Die meisten haben auch keine Symptome. Es ist schwierig. 100 Leute haben 100 verschiedene Meinungen. Wir können ja eh nichts machen.“ Eine gewisse Hilflosigkeit war nach Abpfiff beim T05-Trainer zu spüren. Hollerieth: „Die Politik entscheidet und das ist auch sicher keine leichte Entscheidung, aber komisch ist das alles schon. Aktuell habe ich auch nicht im Kopf, wie wir das mit dem Training machen.“ Denn für den 47-Jährigen blieben viele Fragen offen. Vor allem, was am Montag verboten und was erlaubt ist. „Man muss jetzt mal genau wissen, wie da die Regeln sind. Wenn wir komplett runter fahren müssen wir sehen, dass die Jungs Trainingspläne haben. Wenn man vier Wochen gar nichts macht, kann man auch nicht fünf Tage danach wieder spielen. Aktuell haben wir nichts geplant oder vorbereitet“, so der T05-Coach. Ähnlich äußerte sich auch sein Trainer-Kollege Thomas Seeliger im Nachgang des Spiels.

Seeliger: „Rein sportlich betrachtet ist es eine Katastrophe“

„Rein sportlich betrachtet ist es eine Katastrophe, weil wir ohne Ziel in diese Zeit gehen. Wir reden von vier Wochen, aber was am Ende rumkommt, weiß keiner. Ich glaube nicht, dass wir dieses Jahr nochmal spielen“, ließ Seeliger seinen Gedanken freien Lauf und fügte an: „Fakt ist, dass wir das Virus nicht in die Schublade schieben können. Wir können das Leben nicht stillstehen lassen. Wir werden die nächsten Jahre mit dem Virus leben müssen.“ Daraus zog der ehemalige Trainer des FC Eintracht Norderstedt ein „einfaches“ Fazit. „Wenn Leute daran sterben, dann ist das natürlich nicht schön, aber es sterben auch Menschen an anderen Dingen. Es wird ein ständiger Begleiter sein und wir können am Ende nicht alle Pleite sein. Aber das ist meine persönliche Meinung. Wir hoffen, dass wir schnellstmöglich wieder Fußball spielen dürfen“, so der 54-Jährige, der mit seinem aktuellen Team Weiche Flensburg an der Tabellenspitze der Nord-Staffel der Regionalliga Nord steht. Vor allem für die Vereine bleiben in den nächsten Tagen und Wochen viele Fragen offen. Immer im Hinterkopf, wie eine erneute Krise finanziell dem Klub schaden kann. Ob alle Vereine die Zeit überleben, wird sich erst im Nachgang herausstellen.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.