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Regionalliga Nord

Grund heiß diskutiert: AFC trennt sich von Aydin

Niklas Heiden

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Der Altonaer Fußball-Club und Furkan Aydin gehen ab sofort getrennte Wege. Am Mittwochabend lösten beide Seiten den Kontrakt des 23-Jährigen auf. Über die Gründe wird jedoch heiß diskutiert. Der Verein spricht von einer „sportlichen Entscheidung“. Der Ex-Stürmer stellt den Fall anders dar.

Der Altonaer Fußball-Club hat sich von seinem Spieler Furkan Aydin getrennt. Der Grund für die Auflösung des Vertrages, die am Mittwochabend stattfand, ist nach Angaben des Vereins sportlicher Natur. „Er hat den Eindruck vermittelt, dass er die sportliche Situation nicht annimmt. Man muss die Mentalität haben, auch mal fünf Spiele auf der Bank zu sitzen, und dann im sechsten Spiel zu performen“, erklärt Manager Andreas Klobedanz und ergänzt: „Am Ende entscheidet der Trainer, wer spielt und wer nicht. Furkan ist ein guter Fußballer, hat aber beim Trainer nicht die Überzeugung hinterlassen, dass er um seinen Platz kämpfen will.“ Allerdings sorgte Aydin auch mit mehreren Instagram-Posts für Aufruhe in der Fansszene, die sich deshalb an den Verein wandten. Konkret teilte der 23-Jährige in seiner Instagram-Story unter anderem ein Foto des türkischen Fußballers Yusuf Yazici, welches die türkische Nationalmannschaft bei dem Salut-Gruß zeigt. Auch verlinkte der Offensivspieler den Post des ehemaligen FC St. Pauli-Spielers Cenk Sahin, der dafür ebenfalls freigestellt worden war. Gegenüber der „Hamburger Morgenpost“ bestreitet der Verein allerdings einen Zusammenhang von der Vertragsauflösung und der Posts Aydins.

Viel mehr spricht Altona-Trainer Berkan Algan davon, dass ihn seine „Reservistenrolle unglaublich belaste“. Und auch Klobedanz weist die Vorwürfe zurück: „Ich habe es selbst nicht mitbekommen, habe nur Screenshots zugespielt bekommen. Aber das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass er was bei Instagram gepostet hat. Das wurde kritisiert und es gab einen Dialog mit den Fans. Mir ist bewusst, dass das jetzt nach außen so aussieht, dass es da einen Zusammenhang gibt. Aber in diesem Fall hat es wirklich nichts damit zu tun.“ Allerdings bestätigte der 56-Jährige, dass Trainer Algan das Thema offen in der Kabine ansprach. „Berkan hat sich im Team einmal dazu positioniert, aber wir haben als sportliche Leistung und als Vorstand zurück gehalten“, so „Klobe“. Und Aydin selbst? Schilderte die Situation anders, als der AFC. „Die Absicht war, dass ich mich für die türkische Nationalmannschaft gefreut habe, weil wir in Frankreich 1:1 gespielt haben. Es war nur aus Freude und wenn sie sich auf den Kopf stellen würden, würde ich es auch so posten. Ich würde niemals die Politik im Sport vertreten, völlig unabhängig von meiner politischen Meinung“, so Aydin, der abschließend ergänzte: „Ich sollte ein Statement gegen Erdogan und seine Politik abgeben, dazu hat mich jemand aus dem Verein aufgefordert. Ansonsten haben sie mir Konsequenzen angedroht. Das habe ich nicht getan und dann wurde ich in die zweite Mannschaft geschickt. Anfang der Woche kam dann ein Anruf, dass sie den Vertrag gerne auflösen möchten. Ich habe am Ende des Tages ein Foto der türkischen Fußball-Nationalmannschaft gepostet, nicht von Soldaten.“

Foto: KBS-Picture

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.