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Regionalliga Nord

HSV II siegt 3:0 – Kwarteng: „Es kann wild werden“

Niklas Heiden

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Großer Befreiungsschlag für die Hamburger SV U21: Gegen den Lüneburger SK Hansa gelang den Rothosen ein ungefährdeter 3:0-Heimsieg. Vor allem Moritz Kwarteng und Arianit Ferati drehten bei der Weiß-Equipe auf. Einen Bruch mussten die Hamburger dennoch nach Abpfiff verkraften.

Christian Stark (m.) wird hier von Goson Sakai (re.) unsanft von den Beinen geholt. Foto: KBS-Picture

„Es war ein ganz souveräner Auftritt von uns. Wir wollten defensiv wieder besser stehen und auch mal wieder zu null spielen“, freute sich HSV-Trainer Steffen Weiß nach dem Abpfiff. Denn seine Truppe hatte nicht nur im direkten Duell den Lüneburger SK bezwungen, sondern auch zum ersten Mal im Jahr 2019 kein Gegentor in einem Pflichtspiel kassiert. Die Rothosen starteten auch wie die Feuerwehr in die Begegnung. Bereits in den ersten fünf Minuten ließ Julian Ulbricht (2.,5.) gleich zwei Mal knapp die Chance zur Führung liegen. Nach einer Viertelstunde gingen die Hausherren dann aber verdient in Front. Julian Ulbricht steckte den Ball für Moritz Kwarteng durch, der an der Grundlinie auftauchte und das Leder auf den ersten Pfosten spielte. Dort stand Arianit Ferati goldrichtig und vollstreckte aus zwei Metern eiskalt in die Maschen. Die frühe Führung für die Hamburger, die dem Weiß-Team aber zuerst keine Sicherheit gab. Im Gegenteil! Der LSK wachte plötzlich auf und hatte durchaus Chancen auf den Ausgleich. Varela Monteiro flankte die Pille von rechts auf den zweiten Pfosten, wo Kevin Krottke völlig blank alleine vor dem Tor stand. Dem LSK-Stürmer versagten allerdings die Nerven, seinen Kopfball setzte Krottke nur an das Außennetz (19.). Besser machte es Varela Monteiro 120 Sekunden später selbst, doch sein Abschluss kullerte knapp am langen Eck vorbei (21.). Das glücklichere Händchen vor dem Tor hatten dann erneut die Gastgeber. Nach einem Foul an Christian Stark bekamen die Rothosen einen Freistoß zugesprochen.

War an vielen Aktionen beteiligt, lieferte ein gutes Spiel ab: Julian Ulbricht. Foto: KBS-Picture

Moritz Kwarteng donnerte die Kugel aus 18 Metern zentraler Positon zum 2:0 über die Linie (30.). Mit diesem Zwischenstand ging es auch zurück in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel blieben die Gastgeber dann Dominat – und versetzten den harmlosen und mutlosen Gästen aus Niedersachsen den Gnadenstoß. Julian Ulbricht setzte sich sehr stark gegen Lukas Pägelow durch, hatte dann freie Bahn und entschied sich für einen Querpass. Dort wartete Arianit Ferati, der dann keine Probleme mehr hatte, das Leder in den Maschen unterzubringen (55.). Wer nun mit einem Schützenfest in der Folge gerechnet hatte, wurde allerdings enttäuscht. Gleich mehrfach vielen die Weiß-Schüler in alte Probleme zurück und waren vor dem Tor nicht abgezockt genug. Moritz Kwarteng war völlig alleine auf dem Weg zu Ole Springer und hatte sogar noch Christian Stark dabei. Kwartengs Querpass konnte der HSV-Stürmer aber nicht im Tor unterbringen. LSK-Schlussmann Springer machte sich breit und wehrte die Pille so gerade noch ab (58.). Glück hatten die Gastgeber dann nach etwas mehr als einer Stunde, als Monteiro einen Freistoß nur gegen den Querbalken semmelte (62.). „Die Tore für uns sind zum besten Zeitpunkt gefallen. Insgesamt ist das Ergebnis in Ordnung. Dieses Spiel war wichtig für uns, dass sieht man an der Tabelle“, so Weiß, der der Frage, ob sein Team weiter zu den Abstiegskandidaten gehört, ausweichte:

Die HSV-Führung: Nach Zuspiel von Kwarteng trifft Arianit Ferati zum 1:0 ins Netz. Foto: KBS-Picture

„Am Ende ist eine Sache wichtig: Wir müssen Punkte holen. Dann können wir uns weiter unterhalten.“ Lo0g gab es hingegen für die beiden Torschützen. „Momo ist seit den letzten drei Spielen nicht so schlecht drauf. Ari hatte heute wieder seinen ersten Auftritt. Da sieht man, was er für die Qualität mitbringt“, so Weiß. Kwarteng selbst hingegen läutete schon kurz nach Abpfiff den folgenden Mannschaftsabend ein. Während der Feier-Arie im Kabinen-Trakt ging bereits eine Scheibe zu Bruch. Der HSV-Kicker grinsend: „Das kann wild werden heute.“ Zum Spiel fügte der 20-Jährige dann an: „Wir sind gut uns spiel gekommen und haben dominiert. Nach einer halben Stunde wurden wir aber etwas fahriger. Wichtig war aber, dass wir mit einer Führung in die Pause gehen. Nach der Pause waren einige Abspiele zu schlampig, da nehme ich mich nicht aus. Mit dem dritten Tor haben wir alles klar gemacht, wollten aber unbedingt zu null spielen. Am Ende ist es ein verdienter Sieg.“ Dass die Leichtigkeit auf dem Platz bei Kwarteng zurück ist, macht er selbst an einem Punkt fest. „Das, was im Winter passiert ist, musste ich schnell wegstecken und nach vorne schauen. Ich habe die Situation angenommen und es ist noch nichts vorbei. Ich gebe Gas und alles andere wird sich zeigen. Ich bin mit einer Entwicklung, gerade mental, sehr zufrieden. Ich will jetzt wieder in jedem Spiel der Lichtblick sein“, blickt Youngster Moritz Kwarteng abschließend positiv in die Zukunft.

Foto (Archivbild): KBS-Picture

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.