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Oberliga Hamburg

Im „El Clasico“: Altona erobert Tabellenspitze

Jonas Bickel

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Altona 93 schwimmt weiter auf der Erfolgswelle. Der AFC entschied das „El Clasico“ gegen den HSV Barmbek-Uhlenhorst mit 2:1 für sich und grüßt nun von der Tabellenspitze. Vor 784 Fans drehte Altona innerhalb weniger Minuten das Spiel. Seyhmus Atug erzielte den umjubelten Siegtreffer.

Am Ende waren sich beide Seiten einig: Der Altona-Sieg war durchaus glücklich. In einem ausgeglichenen Spiel begann der AFC vor 784 Zuschauern an der Adolf-Jäger-Kampfbahn zwar druckvoll. Schultz zielte innerhalb der ersten fünf Minuten zweimal nur knapp über den Querbalken. Doch die Gäste fingen sich schnell und übernahmen die Spielkontrolle. Vor allem offensiv gelang BU deutlich mehr als dem AFC. Pfeifer setzte den Ball aus 18 Metern knapp neben den linken Pfosten (13.), Mandel scheiterte mit einem Flugkopfball am stark reagierenden Grubba (14.). Auch beim zweiten Duell blieb der AFC-Torhüter der Sieger. Er konnte einen platzierten Distanzschuss von Mandel mit einer Hand um den Pfosten lenken (19.). Altona war in dieser Phase viel zu statisch, dem AFC fehlte es Präzision und Kreativität. Einzig BU-Torwart Gaedtke sorgte für etwas Gefahr, indem ihm eine harmlose Flanke von Gebissa durch die Hosenträger rutschte. Der Ball landete aber nur am Außennetz (31.). Mit einem schmeichelhaften 0:0 ging der AFC in die Pause – Innenverteidiger Atug sprach nach dem Spiel von einer „katastrophalen ersten Halbzeit“. Auch der zweite Durchgang begann nicht gut für Altona, denn BU belohnte sich für die bis dahin starke Leistung. Hosseini schlenzte einen Freistoß aus etwa 25 Metern über die Mauer ins rechte unteren Eck zum 0:1 (49.). In der Folge zogen sich die Gäste in die eigene Hälfte zurück. Der AFC biss sich an der kompakten Defensive zunächst die Zähne aus, BU kam seinerseits kaum mehr zu Entlastungsangriffen.

Mit der ersten echten Chance der zweiten Hälfte erzielten die 93er dann den Ausgleich. Der kurz zuvor eingewechselte Kunter konnte von der linken Seite in aller Seelenruhe in die Mitte flanken. Dort stand der andere Joker, Tolga Tüter, goldrichtig und köpfte die Kugel aus sieben Metern zum Ausgleich ins Tor (74.). Nur drei Minuten später war das Spiel gedreht: Atug stieg nach einer Ecke am höchsten und nickte die Kugel aus kurzer Distanz mit dem Kopf ein. Kurz vor Schluss fiel fast noch der Ausgleich. Doch Hosseini traf mit der Innenseite nur den Pfosten (90.). Siegtorschütze Atug und AFC-Trainer Berkan Algan sprachen auch deswegen am Ende von einem „sehr glücklichen Sieg“. Atug kritisierte besonders die Einstellung in der ersten Hälfte: „Wir waren nicht frisch und vom Kopf her viel zu langsam. Ein Erklärung habe ich dafür nicht“, so der Innenverteidiger. Algan sah das ähnlich: „Nach der ersten Halbzeit hätten wir eigentlich zurückliegen müssen. Heute haben wir unser Glück dann aber ein bisschen erzwungen“, so der AFC-Trainer, der nach der Partie ziemlich heiser war. Die Freude über den Derby-Sieg war ihm anzusehen. BU-Trainer Marco Stier war ob der knappen Niederlage sichtlich enttäuscht: „Es ist natürlich bitter, so ein Derby zu verlieren. Wir haben es auch nicht verdient, als Verlierer vom Platz zu gehen“, so 34-Jährige, der anfügte: „Wir haben 60 Minuten lang eine sehr gute Leistung gezeigt. Doch dann haben wir die Bälle zu schnell hergeschenkt und kamen kaum noch hinten raus“, konstatierte Marco Stier abschließend.

Foto (Archivbild): KBS-Picture

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Leitender Redakteur: Jonas studiert Politikwissenschaften an der Universität Hamburg. Der 22-Jährige kommt von der Nordseeinsel Föhr und interessiert sich für alle Themen rund um den Fußball in Hamburg und in der Welt.