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Oberliga Hamburg

Initiative kritisiert HFV: „Wurden nicht mit ins Boot geholt“

Niklas Heiden

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Foto: KBS-Picture

Seit Montag ruht der Amateurfußball in ganz Deutschland offiziell für mindestens einen Monat. Zahlreiche Vereine, Trainer und Offizielle haben sich bereits zum Vorgehen der Bundesregierung geäußert und diese kritisiert. Die Initiative „Praxis – Fußball“ will nun konkret etwas bewegen.

Als am Sonntagnachmittag bei Teutonia 05 der Abpfiff im Regionalliga-Spiel ertönte, war die letzte Begegnung im Hamburger Amateurfußball für mindestens einen Monat beendet. Die Oberliga Hamburg und der gesamte Hamburger Amateurfußball durfte gar nicht erst am vergangenen Wochenende antreten. Wegen neuer Regelungen in Pinneberg hatte der Hamburger Fußball-Verband den Spielbetrieb bereits vorzeitig unterbrochen – bis auf unbestimmte Zeit. Um Probleme wie beim ersten Lockdown zu verhindern, als lange Zeit große Unklarheit über das weitere Vorgehen im Hamburger Fußball herrschte, will nun die Initiative „Praxis – Fußball“ konkret etwas verändern. „Bei allem Verständnis für die schwierige Situation fühlen wir uns im Umgang mit den (politischen) Auswirkungen vom Hamburger Fußball-Verband (HFV) nicht ausreichend repräsentiert, informiert und abgeholt, obwohl die Vereine das HFV-Präsidium auf dem außerordentlichen Verbandstag im Juni ausdrücklich darum baten, „mit ins Boot geholt“ zu werden. Das Gegenteil war in den vergangenen Wochen und Monaten leider der Fall“, schreibt die Initiative in einer Pressemitteilung, deren Sprecher Sören Deutsch (TSV Glinde) und Söhren Grudzinski (TSV Sasel) sind. „Durch den Freifahrtschein der „Flexibilisierung des Spielbetriebes“ haben HFV-Präsidium und HFV-Spielausschuss weitreichende Änderungen quasi im Alleingang und ohne Abstimmung mit der Basis vollzogen, was wir sehr bedauern“, kritisiert die Initiative den Verband.

Initiative stellt deutliche Forderungen an den HFV

„Die Initiative „Praxis – Fußball“ verfolgt dabei unterschiedlichste Ziele, allen voran aber wollen wir für Transparenz, demokratische Werte und (frühzeitige) Kommunikation einstehen und diese selbst leben. Wir wollen die Interessen der Sportler und Funktionäre wieder in den Vordergrund stellen. Wir wollen unsere praktischen Erfahrungen in die Waagschale werfen und so für mehr Gerechtigkeit sorgen. Wir brauchen wieder mehr Miteinander auf und neben dem Platz“, fordern die zahlreichen Vereinssprecher ein und richteten ganz konkrete Forderungen an den Hamburger Fußball-Verband. „Aus diesem Grund positionieren wir uns für kurzfristige Ziele (z.B. Einführung eines „Corona“-Ansprechpartners des HFV am Wochenende), mittelfristige Ziele (z.B. Änderung der HFV-Durchführungsbestimmungen mit der Ermöglichung von 5 Spielerwechseln bei Pflichtspielen) und langfristige Ziele (Katalog zur Erstellung der Staffeleinteilungen), die wir gegebenenfalls auch durch die Vorbereitung von entsprechenden Anträgen zum nächsten HFV-Verbandstag verfolgen werden.“ Zudem betont die Initiative, sich über jede weitere Unterstützung zu freuen und für Verbesserungsvorschläge offen zu sein. „Gerne könnt Ihr Euch jederzeit an uns unter Praxis-fussball@mail.de wenden oder auf unserer Facebook-Seite Initiative Praxis Fußball mit uns in Kontakt treten“, heißt es in der Mitteilung abschließend. Bleibt zu hoffen, dass der Hamburger Fußball-Verband sich offener für einen Dialog zeigt als bei der Initiative zur Punkte-Regel.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.