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Oberliga Hamburg

„Initiative Spielmodus“: „Der Verband hat uns enttäuscht“

Niklas Heiden

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Symbolbild: KBS-Picture

Nur wenige Tage nach der Ablehnung durch den Hamburger Fußball-Verband äußert sich die „Initiative Spielmodus“ erstmals öffentlich zur Absage des Verbandes. Die Initiative hält die „fundamentale Kritik“ an dem Spielmodus und dem Zustandekommen weiterhin aufrecht.

Am vergangenen Freitag verkündete der Hamburger Fußball-Verband in einer Pressemitteilung, dass die Punkte-Regel für die aktuelle Saison weiterhin bestehen bleibt. Konkret bedeutet das, dass alle Punkte nach der einfachen Hinrunde gelöscht werden. Wenige Tage zuvor hatte die Initiative Spielmodus noch beim Verband dafür geworben, besagte Punkte-Regel zu kippen. Dafür hatte der Verband die Initiative sogar nach Jenfeld eingeladen. Gebracht hat es aus der Sicht der vier Sprecher Matthias Nagel (TSV Ahrensburg), Frank Flatau (TuS Dassendorf, Sören Deutsch (TSV Glinde) und Carsten Gerdey (USC Paloma) nichts. Nun äußerte sich die Initiative erstmals in einem deutlichen Statement zum Vorgehen des HFV. AFH veröffentlicht das gesamte ungekürzte Statement der Initiative hier nun in völler Länge. Zudem stellen wir das PDF unter dem Statement zum Abruf bereit, welches die Initiative vorgelegte.

Das ungekürzte Statement der Initiative Spielmodus im Wortlaut:

Liebe Sportfreunde,

wir möchten uns erst einmal für die überwältigende Unterstützung unserer Initiative und die vielen aufmunternden Worte bedanken. Wir haben in den vergangenen Wochen viel Solidarität erfahren und bemerkt, wie viel wir gemeinsam bewegen können, wenn wir uns konkret organisieren. Die Ablehnung unseres Verbesserungsvorschlags für einen gerechteren Spielmodus durch die Gremien des HFV hat uns enttäuscht. Offensichtlich ist ihnen trotz eindringlicher Appelle durch uns immer noch nicht bewusst geworden, dass sie sich mit diesem Spielmodus gegen die große Mehrheit der Aktiven stellen und somit unsere Interessen nicht wahrnehmen. Unsere fundamentale Kritik an dem aktuellen Spielmodus und dem Zustandekommen halten wir weiterhin aufrecht: Der HFV hat sich auf dem letzten Verbandstag das Mandat der Vereine geholt, dass Spielordnung und Durchführungsbestimmungen wegen der COVID-19 Pandemie jederzeit durch den HFV angepasst werden können, ohne sich für jeden einzelnen Punkt eine neue Legitimation einholen zu müssen. Dieses Mandat bot in Anbetracht einer Pandemie unbekannten Ausmaßes sicher eine einleuchtende Flexibilität.

In der Nachbetrachtung müssen wir leider feststellen, dass das von uns Vereinsvertretern ausgesprochene Vertrauen wohl etwas voreilig war. Die überwältigende Mehrheit ist hierbei sicher davon ausgegangen, dass es vordringlich um die Reduzierung und Flexibilisierung der Spieltage ging, bei weitem aber nicht zeitgleich um ein komplett neues Wertungssystem oder eben „nicht-Wertungssystem“.Die Streichung aller Hinrunden- Ergebnisse bleibt aus unserer Sicht nicht akzeptabel und hat mit sportlichem Fairplay nichts zu tun. Durch diesen Spielmodus wird der Charakter einer Fußballsaison und des Spieles an sich komplett verändert. Es ist ein massiver Eingriff in die Spielordnung, für die der HFV aus unserer Sicht keine Legitimation hatte und die dringend korrigiert werden muss. Für eine Streichung der kompletten Hinrunden-Resultate hätte es unseres Erachtens zwingend eine Abstimmung bzw. eines neuen Mandats bedurft. Das Argument des Zeitdrucks lassen wir absolut nicht gelten, eine Online-Befragung wäre sehr schnell möglich gewesen. Auch nach unserem Treffen hatten wir zumindest darauf gehofft, dass der HFV über „die Brücke geht“ und online eine Befragung durchführt, ob der Wertungsmodus unserer Initiative oder das „HFV Modell“ bevorzugt wird. Es hätte Klarheit und Legitimation gebracht.

Wir haben den Eindruck, dass der HFV sich ausschließlich damit beschäftigt hat, nach einem eleganten Weg zu suchen, wie unser Anliegen abgewiesen werden kann. Wie ist es sonst zu verstehen, dass uns noch vor dem Treffen vorab vom Spielausschuss auf explizite Nachfrage signalisiert wurde, dass auch nach Saisonbeginn noch eine Änderung herbeigeführt werden kann? Warum wurden wir erst zum 5.10. eingeladen, obwohl der Widerspruch schon über verschiedene Kanäle zwei Wochen zuvor (9. und 17. September) deutlich übermittelt wurde? Wir gehen bei Betrachtung des Paragraphen der Spielordnung auch weiterhin davon aus, dass eine Änderung immer noch möglich wäre. Unseren konkreten Vorschlag, der von über 60 Vereinen getragen wird, veröffentlichen wir hiermit jetzt anbei. Wir wenden uns mit diesem Schreiben aber auch nochmal an alle anderen Vereine, die wir bisher noch nicht direkt kontaktiert hatten und hoffen, dass sich noch weitere Vereine unserer Initiative anschließen und wir den Druck auf den HFV hoch halten können. Bitte sprecht einen der Unterzeichner an, Ihr seid alle herzlich willkommen. In diesem Sinne können wir nur alle bitten aktiv an der Gestaltung unseres geliebten Sports mitzuarbeiten. Werdet aktiv und schließt Euch uns an.

Der Lösungsvorschlag der „Initiative Spielmodus“ zum Abruf und download!

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.