Montag, 17. Dezember 2018
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Kleines „Nordderby“: Profi-Ensemble sieht 0:0

Dieses Remis bringt die U21 des Hamburger SV nicht wirklich weiter! Vor 410 Fans trennten sich die Rothosen am Sonntag mit 0:0 von der SV Werder Bremen U23. Die Weiß-Elf bleibt somit, vor den Augen von vielen HSV-Gesichtern um Bernd Hoffmann und Hannes Wolf, auf Platz 13 kleben.

Die dickste Chance im Spiel: Mats Köhlert legt die Kugel am Kasten vorbei. Foto: KBS-Picture

„Spiele gegen Werder Bremen sind immer besonders. Das sind immer giftige Spiele. Solche Spiele will man immer gewinnen, aber mit dem 0:0 können wir auch ganz gut leben“, fasste HSV II-Capitano Sebastian Haut die Partie in nur wenigen Worten zusammen. Denn mit einem hatte der 22-Jährige Recht – seine Rothosen können zwar mit dem Remis ganz gut leben, kommen aber nicht von der Stelle weg. Dabei hatte die Begegnung aus HSV-Sicht nahezu exzellent begonnen. Manuel Wintzheimer drang nach 47 Sekunden in den Werder-Strafraum ein und legte die Pille dann auf den zweiten Pfosten quer für Mats Köhlert. Der grätschte zwar zum Ball, wird aber von Jan-Niklas Beste geblockt. Die Kugel kullerte nur knapp am Pfosten vorbei (1.). Es sollte für die gesamte Partie die beste Möglichkeit für die Hamburger bleiben. In der Folge zielte Frank Ronstadt, der selbst in der letzten Saison noch die Raute auf der Brust trug, aus 25 Metern zu ungenau (5.). Zu ungenau zielte auch Christian Stark, der in der 11. Minute von Jonas David auf die Reise geschickt wurde. Der HSV-Stürmer fand in Werder-Keeper Dos Santos seinen Meister. Werder hatte zwar viele Standards, allerdings verpufften diese allesamt wirkungslos. Erst kurz vor der Pause wurde es brenzlig. Jonah Osabutey brachte die Kugel von rechts außen in die Box zu Isiah Young, der alleine vor HSV-Keeper Morten Behrens stand. Aus dem Hintergrund rauschte Sebastian Haut heran und spielte zwar auch den Ball, haute Young aber auch seinen Ellenbogen ins Gesicht (38.). Referee André Schönheit ließ weiterspielen. Der zweite Durchgang startete dann mit einer Bremen-Möglichkeit.

Rick van Drongelen, Fiete Arp und Bakery Jatta schauten bei der U21 zu. Foto: KBS-Picture

Plötzlich lief Isiah Young völlig alleine auf den HSV-Kasten zu, weil zuvor ein HSV-Spieler den Ball aus dem Mittelfeld in die eigene Hälfte zurück gepasst hatte. Alleine vor Morten Behrens wurde Young noch etwas von Patrick Pfeiffer gestört, legte die Pille so links am Rothosen-Tor vorbei (57.). Glück für die Weiß-Elf, die in dieser Szene auch durchaus den Rückstand hätte schlucken können. Und die Gäste machten weiter. Osabutey flankte in die Mitte und dort wartete Young am zweiten Pfosten. Seinen Kopfball setzte der SVW-Stürmer knapp drüber (63.). Pech hatte auch der Ex.-HSVer Ronstadt, das Leon Mundhenk sich nach 74 Minuten in seinen Schuss warf. Ansonsten wäre der 21-Jährige wohl zum Matchwinner geworden. So war es Manuel Wintzheimer, der zwei Minuten später einen Freistoß nur knapp neben dem Werder-Kasten platzierte und damit die Chancenliste schloss (76.). „Ich bin erleichtert, dass wir nicht verloren haben. Es war ein offener Schlagabtausch. Irgendwo tut es aber schon weh, so ein Spiel nicht zu gewinnen. Vor allem, dass Mats den Ball da nicht über die Linie kriegt“, so Haut, der anfügte: „Es war kein unfaires Spiel, aber dennoch war das Spiel intensiv. Gerade die Anfangsphase hatte ich in Erinnerung. Es war ein gutes Derby.“ Das sah nach Abpfiff auch sein Trainer Steffen Weiß so. „Für uns ist es etwas ärgerlich, dass wir von den ersten beiden Chancen keine genutzt haben. Dennoch war es ein 0:0 der besseren Sorte“, so Weiß, der abschließend ergänzte: „Am Ende kann man sagen, dass wir in der ersten Halbzeit Pech hatten. In der zweiten Halbzeit hatte Bremen dann die besseren Chancen. Ich kann mit dem 0:0 ganz gut leben.“

Foto: KBS-Picture

Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 19-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.