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Kolumne

Klookschieter: Erlaubtes Training – 3. Liga-Konzept

Niklas Heiden

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Klookschieter
Foto: KBS-Picture

Klookschieter, auf hochdeutsch Klugscheißer: In unserer Kolumne fasst unser Chefredakteur Niklas Heiden sein wichtigstes Thema der vergangenen letzten Woche zusammen. Heute im Blickpunkt: Das unter Auflagen erlaubte Training und das Konzept zur zweigleisigen 3. Liga.

Darauf haben viele Amateurfußballer lange gewartet: Ab Mittwoch darf unter strengen Auflagen wieder trainiert werden. Die Erleichterung, als die Meldung am vergangenen Freitag eintrudelte, war über die sozialen Netzwerke hinweg zu spüren. Auch ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich gefreut habe – vor allem für die Spieler, die nun wieder ihrem Hobby nachgehen können. Wo auf der einen Seite bei vielen die Freude war, war die Missgunst aber natürlich auch nicht weit. Vorweg sei an dieser Stelle gesagt, dass es natürlich in Ordnung ist, die Entscheidung des Senates zu kritisieren. Das ist völlig legitim. Aber am Ende wird es, da bin ich mir sicher, keine Meckereien seitens der Spieler geben. Alle sind froh, wieder auf den Platz zurück zu kehren und halbwegs normal trainieren zu können. Umso ernster werden gerade die Amateurvereine das Thema Infektionsschutz behandeln, dessen bin ich mir ebenso sicher. Vom Sofa oder vom Rand des Platzes ist es immer, und da nehme ich mich explizit nicht aus, einfach, Dinge zu kritisieren. Es entscheiden für mich aber am Ende die Spieler. Denn die sorgen dafür, dass überhaupt ein Spiel stattfindet. Meiner Meinung nach wurden in den letzten Wochen die Spieler viel zu wenig befragt. Denn am Ende sind es die Akteure auf dem Platz, die sich im Zweifelsfall der Corona-Gefahr aussetzen.

Vom Dauer-Thema der letzten Wochen zu einem deutlich interessanteren Punkt in dieser heutigen Kolumne und zwar dem Entwurf für eine zweigleisige 3. Liga. Je länger ich über den Vorschlag vom SV Elversberg nachdenke, desto besser gefällt er mir. Schließlich würde damit nicht nur das Thema gelöst werden, dass Meister auch aufsteigen können, sondern auch das Problem, dass die aktuelle Regionalliga mehr eine Geldverbrennungsmaschine ist, als alles andere. Wie Reenald Koch am Sonntag bei AFH schilderte, finde dich das nicht nur plausibel, sondern es ist der einzig logische Schritt, bevor der Profi-Fußball den Amateuren völlig enteilt ist. Nach den in den letzten Jahren erfolglosen Versuchen hat man nun das Gefühl, dass sich tatsächlich etwas tun konnte, auch wenn es nicht auf dem jetzigen DFB-Bundestag passieren wird. Da halte ich es tatsächlich mit Reenald Koch. Immerhin geht es dabei um weitaus wichtigere Dinge, als eine Reform der 3. Liga. Solange keine endgültige Entscheidung getroffen worden ist, sollte man dieses Thema ruhen lassen. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, darüber öffentlich zu informieren. Nur nützt das beste Konzept am Ende des Tages auch nichts, wenn keiner dafür stimmt, weil es andere vielleicht wichtigere Themen gibt. Der Vorstoß ist lobenswert, nur zum falschen Zeitpunkt. In der Zukunft dürfte das Potenzial des Vorschlages aber mehr als gigantisch sein.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.