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Kolumne

Klookschieter: HFV-Verbandstag – Training und Testspiel

Niklas Heiden

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Klookschieter
Foto: KBS-Picture

Klookschieter, auf hochdeutsch Klugscheißer: In unserer Kolumne fasst unser Chefredakteur Niklas Heiden sein wichtigstes Thema der vergangenen letzten Woche zusammen. Heute im Blickpunkt: Der vergangene HFV-Verbandstag und das noch „verbotene“ Training und Testspiel.

Nach Wochen des Wartens war es am vergangenen Montag soweit: Der Hamburger Fußball-Verband hat in der Sporthalle Wandsbek seinen Außerordentlichen Verbandstag abgehalten. Dabei sind einige Entscheidungen zustande gekommen, die im Nachgang von einigen stark kritisiert worden sind. Bevor ich dazu komme, muss ich mich allerdings einmal für den erstklassigen Stream bedanken. Entgegen der Denkweise, dass das Ganze in einem Desaster enden würde, wurde dort ein sensationeller Job gemacht. Weniger sensationell war dann allerdings ein großer Teil der Anträge. Damit meine ich nicht die Anträge an sich, sondern deren Formulierung. Denn aus meiner Sicht kann ich auf einem Verbandstag nicht etwas, auch wenn es berechtigt erscheinen mag, fordern, obwohl mein Antrag das gar nicht her gibt. So gaben vor allem die Anträge, in denen es um den möglichen Aufstieg der Zweitplatzierten ging, dem Verband so großes Angriffspotenzial, dass die Mehrzahl an Anwesenden diese nur ablehnen konnte. Da waren Fehler drin, die man in so einem Verfahren nicht machen darf. Wer im Vorfeld amateurhaft damit umgeht, darf sich im Nachgang nicht beschweren, dass er dann nicht aufsteigt. Völlig unabhängig davon, dass ich es inhaltlich richtig finde, weil völlig unklar ist, wann überhaupt wieder gespielt werden kann. So wäre beispielsweise eine Staffel mit 21 Mannschaften in der Oberliga Hamburg schon sehr groß. Dementsprechend mehr könnten im nächsten Jahr absteigen. Der Apfel mag für einige Vereine nun sauer sein, aber Corona schränkt uns alle ein – da muss man am Ende vielleicht auch einfach mal durch. Kleiner Tipp: Nächstes Mal einen Dringlichkeitsantrag stellen, ob man aufsteigen darf. Lachkrampf.

Apropos Antrag, da kommen wir zum zweiten Thema der neuen Kolumne. Dabei geht es um das in Hamburg immer noch verbotene Training mit Körperkontakt. In den vergangenen Tagen verkündete der Fußball-Verband in Nordrhein-Westfalen, dass ab sofort auch wieder Testspiele zwischen den Vereinen erlaubt seien. Eine Ausnahme gilt bisher nur für den Kreis Gütersloh, nachdem sich dort eine Großzahl von Menschen mit dem Corona-Virus angesteckt hatten. Es ist den Spielern, und das gilt nicht nur, aber vor allem für die Jugend, schwer zu erklären, weshalb andere Bundesländer schon mit Körperkontakt trainieren dürfen, Hamburg, das aber weiterhin verbietet. Für mich war es in dieser Debatte um Lockerungen bisher immer wichtig, mitgenommen zu werden. Damit meine ich, dass die Maßnahmen verständlich oder mindestens nachvollziehbar waren. Schließlich sollen sich die Leute daran nämlich am Ende halten. Und das tun sie nur, wenn sie das auch verstehen können. Bei einer einstelligen Zahl an Neuinfektionen in Hamburg ist das aus meiner Sicht allerdings nicht mehr nachvollziehbar. Es spricht doch gar nichts dagegen, wieder das Training zuzulassen – auch ohne Begrenzungen. Die Vereine müssen doch sowieso Listen an die Gesundheitsämter weitergeben. Mögliche Fälle wären sofort identifiziert. So verlagert sich der Fußball allerdings auf die kleinen Bolzplätze der Stadt, wo ohne Kontrolle gespielt wird. Wer mag es den Jungs und Mädels aber auch verdenken. Immerhin wollen auch sie ihrem Hobby nachgehen. Lockerungen in diesem Bereich sind aus meiner Sicht mehr als überfällig.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.