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Kolumne

Klookschieter: Meiendorf-Rücktritt – Fairplay im Fußball

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Klookschieter
Foto: KBS-Picture

Klookschieter, auf hochdeutsch Klugscheißer: In unserer Kolumne fasst unser Chefredakteur Niklas Heiden sein wichtigstes Thema der vergangenen letzten Woche zusammen. Heute im Blickpunkt: Der Rücktritt des Trainerteams des Meiendorfer SV und das „FairPlay“ im Fußball.

Es war der große Knall am vergangenen Samstag: Beim Meiendorfer SV ist das Trainerteam zurückgetreten. Schon wieder? Dürften sich einige gefragt haben. Diese Frage ist durchaus berechtigt. Denn wie ich schon in einer meiner früheren Kolumnen sagte, Stink der Fisch an der B75 vom Kopf her. Ich habe im Winter 2019 die Vorgänge in Meiendorf großenteils offengelegt und aufgezeigt, welche Abläufe beim Oberligisten mehr als nur fragwürdig sind. Der Rücktritt von Göhkan Acar und seinem „Co“ Peter Iwosa ist für mich dementsprechend auch nur eine Frage der Zeit gewesen. Und das absolut nicht, weil ich beiden Ihre Fähigkeiten als Trainer abspreche. Das mit Sicherheit nicht. Sondern wegen der Begleitumstände, die nun mal an der B75 herrschen. Schon der Vorfall mit dem Abkassieren von Pressevertretern, die bei Meiendorf übrigens ihren Job ausüben, wie andere Kellnern oder im Büro arbeiten, war leider nur erneut die Bestätigung, dass sich beim MSV im Corona-Jahr nichts geändert hat. Das Bild, was Meiendorf nun wieder abgibt, ist einfach nur erbärmlich. Aber heute müssen wir alle gespannt an die B75 schauen. Es soll eine Mitteilung kommen. So kündigte es jedenfalls Präsident Jens Malcharzik gegenüber dem vor Ort anwesenden Kollegen an. Aus meiner Sicht können alle, die weiterhin ein Amt bei Meiendorf innehaben, mir nur leidtun. Das gilt in erster Linie für da aktive Team um das Team. Man kann nur noch auf bessere Zeiten für Meiendorf hoffen. Viel mehr bleibt einem kaum übrig.

Ein weiteres Thema, was mindestens genauso anstrengend ist, wie die andauernden Vorfälle in Meiendorf, ist das Thema FairPlay im Fußball. Immerhin bekommt man langsam das Gefühl, dass einige Spieler während Corona vergessen haben, was dieser Terminus bedeutet. In den vergangenen Wochen ist mir persönlich mehrfach aufgefallen, dass Spieler bewusst weiterspielen, wenn andere Akteure am Boden liegen, Trainer diese Situationen versuchen auszunutzen, oder Fans die Spieler auspfeifen. Als größter Fall sei an dieser Stelle natürlich der Fall vom vergangenen Mittwoch genannt, als ein Spieler des VfB Lübeck den Ball nach einem „Fairplay“-Rückpass ins Tor des HSV schoss. Zwar durfte der HSV danach ins Tor des VfB schießen, der Fall behielt aber trotzdem einen faden Beigeschmack, weil der Spieler im Nachgang per Videobeweis klar enttarnt wurde. Am Ende sei es aber drum, Fehler passieren jedem mal. Von daher sollte man diese auch verzeihen. In diesem Zusammenhang geht es mir auch mehr darum, dass die Vernunft aller zu appellieren, was dieses Thema angeht. Aus meiner Sicht hat gerade Corona uns allen gezeigt, wie schön das beste Hobby der Welt ist. Wir alle haben es lange vermisst und gehofft, dass wir dem bald wieder nachgehen können. Umso mehr sollten wir alle drauf achten, bei diesem Sport fair gegenüber unserem Gegenspieler zu sein. Und das gilt auch in hitzigen Situationen. Denn davon lebt am Ende auch dieser Sport. Von dem runden Ball, der Menschen verbindet. Und diese sollten sich mit Respekt begegnen. Dazu Respekt gehört auch „Fairplay“ gegenüber dem Konkurrenten.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.