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Kolumne

Klookschieter: Pokal-Halbfinale – Fischer-Forderung

Niklas Heiden

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Klookschieter
Foto: KBS-Picture

Klookschieter, auf hochdeutsch Klugscheißer: In unserer Kolumne fasst unser Chefredakteur Niklas Heiden sein wichtigstes Thema der vergangenen letzten Woche zusammen. Heute im Blickpunkt: Die Halbfinalspiele im Lotto-Pokal und die Forderung von HFV-Boss Dirk Fischer.

Finale, ohoho, Finale, ohoho! Die Halbfinalspiele im Lotto-Pokal sind absolviert und die Gegner des Finalspiels steht fest. Der FC Eintracht Norderstedt, der Altona 93 mit 3:2 besiegen konnte, trifft auf den TSV Sasel, der mit 3:0 beim SV Rugenbergen gewann. Ein durchaus würdiges Finale wie ich finde, haben beide Mannschaften in den letzten Wochen doch die beste Performance abgerufen. Mit der Wolfgang-Meyer-Sportanlage steht inzwischen auch ein Spielort fest. Für mich persönlich ein eher ungewohntes Gefühl, ein Finale nicht im Stadion Hoheluft auszutragen, allerdings sind die Gründe dafür durchaus plausibel. Ich kann verstehen, dass der Verband nicht zusätzlich Geld in die Hand nehmen will, wenn er sowieso nicht einmal eine begrenzte Anzahl an Zuschauer auf die Anlage lassen darf. Schließlich verschenkt der SC Victoria Hamburg aus gutem Recht sein Stadion nicht aus Lust und Laune an den Verband, gerade nicht in Zeiten von Corona. Eine Prognose für das Finale ist nun allerdings eher schwer abzugeben. Immerhin sind beide Teams wirklich gut und ein entsprechend qualitativ hohes Finale erwarte ich. Ich möchte an dieser Stelle auch noch einmal ausdrücklich das Hygienekonzept von Norderstedt loben, das habe ich schließlich am eigenen Leib mitbekommen. Sehr professionell und super organisiert. Da kann der Amateurfußball aber auch insgesamt stolz auf sich sein. Wer hätte schon im Vorfeld gedacht, dass alle Vereine diesen „Ausnahmezustand“ so gut aushalten und meistern würden. Grandiose Leistung.

Zwar etwas weniger grandios, aber dennoch umso mehr von den Amateurfußball-Fans und Zuschauern erhofft, hat sich der Hamburger Fußball-Verband in Person von Präsident Dirk Fischer endlich öffentlich zur Frage der neuen Saison positioniert. Der Verband teilte am Freitag mit, dass sich Fischer im Hamburger Senat für Lockerungen für den Amateursport eingesetzt habe. Eine Aktion, die aus meiner Sicht schon länger hätte erfolgen sollen. Immerhin hat auch das Handeln des Verbandes in Schleswig-Holstein gezeigt, dass der Druck und die öffentliche Debatte über so ein Thema durchaus Wirkung zeigen kann. Zwar kann ich die Bedenken aus Corona-Sicht verstehen und nachvollziehen, allerdings fehlt mir in dieser Frage schon länger das Augenmaß. Reisen in Gebiete, die deutlich stärker vom Virus betroffen sind als Deutschland, können stattfinden, aber es kann kein Fußball gespielt werden? Das passt für mich leider nicht zusammen. Auf der anderen Seite bin ich froh, dass auch wenn es spät passiert ist, nun sich auch jemand öffentlich dafür stark macht. In diesen Zeiten muss man ja schon über jeden Fitzel dankbar sein. Wichtig wäre im ersten Schritt nicht eine sofortige Lockerung, sondern die Vereine an die Hand zu nehmen und denen eine Perspektive zu geben. Dann kann man auf ein Ziel hinarbeiten. Das macht den Weg für alle beteiligten deutlich einfacher aus meiner Sicht. Aber auch hier gilt: Miteinander und nicht über einander sprechen. Nur dann kann das Konzept wirklich Früchte tragen.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.