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Kolumne

Klookschieter: Power-Wachter – „Wort zum Sonntag“

Niklas Heiden

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Klookschieter
Foto: KBS-Picture

Klookschieter, auf hochdeutsch Klugscheißer: In unserer Kolumne fasst unser Chefredakteur Niklas Heiden sein wichtigstes Thema der vergangenen letzten Woche zusammen. Heute im Blickpunkt: Die vielen Tore von Jeremy Wachter und das „Wort zum Sonntag“ von Sören Titze.

Als ich am Sonntagnachmittag sah, dass die TuS Osdorf mit 1:0 beim HSV Barmbek-Uhlenhorst führt, stellte sich für mich gar nicht die Frage, wer das Tor geschossen hat. Es stellte sich viel eher die Frage, ob Osdorf das am Ende halten kann. Spoiler: Sie konnten es nicht. BU gelang noch der Ausgleich. Am Ende stand somit ein 1:1-Remis auf der Anzeigetafel. Vor noch wenigen Wochen hätte BU so ein Spiel übrigens noch verloren. Das zeigt, dass man auch an der Dieselstraße dazu gelernt hat. Aber darum soll es jetzt gar nicht gehen. Natürlich hat das Tor für Osdorf Jeremy Wachter geschossen. „Wer auch sonst?, fragen sich jetzt viele nicht zu Unrecht. Aber gerade das, was Wachter aktuell für ein Tor-Feuerwerk abbrennt, ist von außen einfach nur sensationell zu betrachten. Aber noch viel krasser ist es aus meiner Sicht, dass Wachter alle Angebote von anderen Teams ablehnt. Schließlich war das nicht gerade Fallobst, was ihm einen Transfer angeboten hat. Da waren mehrere Zweitvertretungen von Bundesligisten dabei. Aber Wachter lehnte ab und das bereits seit mehreren Jahren. Weil er in Osdorf mit „seinem Team“ zusammen spielen möchte. Das zeigt, wie sehr Wachter am Blomkamp hängen muss. Und das wiederum ist ein Indiz für gute Arbeit beim Oberligisten. Für mich steht schon jetzt fest, dass Wachter sich die Torjägerkanone sichern wird. Und das steigert natürlich auch das Ansehen in der Oberliga Hamburg.

Apropos Ansehen der Oberliga Hamburg. Das ist, so scheint es jedenfalls T05-Trainer Sören Titze zu sehen, aktuell bedroht. In seinem „Wort zum Sonntag“ stellte der 34-Jährige klar, dass er sich von allen mehr Respekt für die Leistung der Spieler wünscht. Dabei ging Titze zwar mehr order weniger nur auf sein Team ein, meinte aber grundsätzlich wohl alle Vereine. „In den letzten zwei, drei Jahren vergessen wir, dass wir Amateursport mit professionellen Bedingungen sind“, sagte Titze konkret. Grundsätzlich gebe ich Sören da komplett Recht. Wir sehen dieses Phänomen ja auch in vielen anderen Teilen unseres Landes, vor allem in der Politik. Auf der anderen Seite sehe ich natürlich auch, dass alle Vereine mehr und mehr so tun, als würden sie sich nicht mehr im Amateursport bewegen. Das fängt bei irgendwelchen Pressesprechern an und hört bei vielen tausend Euro auf, die einige Vereine in ihr Team monatlich investieren. Und genau da beginnt für mich das Problem. Wer professionell behandelt werden möchte und nach außen das auch einfordert, fordert ebenso auch kritische Berichterstattung ein – auch im Amateurfußball. Wir müssen uns von dem Gedanken verabschieden, dass in der Oberliga noch „ehrlicher Fußball“ gespielt wird. Das ist bei vielen Spielern einfach nicht mehr der Fall. Die Zeiten verändern sich und die Berichterstattung folgt der Zeit. So ist der Lauf der normalen Dinge. Das muss man akzeptieren.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.