Montag, 22. Juli 2019
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Klookschieter: SVCN macht Angst – Obacht, SVR

Klookschieter, auf hochdeutsch Klugscheißer: In unserer Kolumne fasst unser Chefredakteur Niklas Heiden sein wichtigstes Thema der vergangenen letzten Woche zusammen. Heute im Blickpunkt: Die Leistungen der SV Curslack-Neuengamme und der Rang vom SV Rugenbergen.

Da konnte einem schon die Kinnlade am Samstag runterklappen, wenn man die Partie zwischen dem Meiendorfer SV und der SV Curslack-Neuengamme angeschaut hat. Nicht, weil sich ein Zuschauer erneut missverständlich ausgedrückt hat, sondern aufgrund der Leistung, die die Gäste auf den Platz gebracht haben. Die erste Halbzeit muss man dabei ausnehmen. Das war zwar nicht glanzvoll, aber immerhin effektiv. Denn schlecht war das nicht, was Curslack da gespielt hat. Nur halt nicht schön anzusehen. Aber dieser Bruch, dieser kollektive Zusammenfall der Mannschaft hat extrem schockiert. Vor allem wie urplötzlich es losging. Quasi mit dem Ausgleich wurde die Wulff-Truppe extrem nervös und es war total abzusehen, dass Meiendorf das Spiel noch gewinnt. Schon gegen Teutonia 05 ist mir aufgefallen, wie schwach Curslack war. Und das, obwohl T05 ordentliche Grütze abgeliefert hat. Zeitgleich frage ich mich, wie das bei Curslack sein kann. Immerhin war das die letzten Jahre immer eine Mannschaft und auch bis heute sind viele gute Jungs auf einem Haufen, die alle kicken können. Aber: Wenn Curslack so weiter macht – und mit der aktuellen Form gewinnen sie bei HEBC ganz sicher nicht – dann wird das ganz, ganz eng unten im Tabellenkeller. Ich würde meine Hand dann nicht mehr dafür ins Feuer legen, dass man nicht absteigt. Von daher dürfte die Hauptaufgabe von Wulff in der Woche darin bestehen, die Spieler wieder mental aufzurichten. Und wer weiß: So wirklich gut kann HEBC auch nur gegen die Spitzen-Teams zu Hause. Von daher hat Curslack vielleicht sogar doch eine Chance. Ich freue mich auf die Partie.

Ebenso dramatisch, wenn auch weniger auffällig, ist die Lage aktuell beim SV Rugenbergen. Aus den letzten elf Spielen hagelte es satte neun Niederlagen für die Bönningstedter. Das bedeutet aktuell Rang 14. Aber auch nur, weil die Bohlen-Kicker noch aus der Hinrunde zehren. Denn da lief der Start ganz gut und der SVR kickte sogar oben mit. Nun scheint es doch so, dass die Fußstapfen von Ralf Palapies, der das Team zum Ende der letzten Saison hin abgegeben hatte, zu groß geworden sind. Denn normalerweise überlebt ein Trainer neun Niederlagen aus den letzten elf Spielen nicht, außer er arbeitet beim VfL Pinneberg. Aber die kicken ja sowieso außer Konkurrenz. Wenn ich dann so auf die Tabelle schaue, dann muss den Spielern und Verantwortlichen sogar angst und bange werden. Denn wenn ich eben beiu Curslack von einer heiklen Situation gesprochen habe, ist die Situation hier fast noch dramatischer. Der letzte Dreier datiert vom 11. November. Damals schlug man eben Pinneberg. Nun werden die Aufgaben in der nahen Zukunft auch nicht wirklich einfacher. Am nächsten Wochenende müssen die SVR-Kicker zu Hause gegen Dassendorf antreten, zudem stehen noch T05, Vicky, Altona und auch Osdorf und Niendorf auf dem Zettel. Die Spiele gegen die direkten Konkurrenten wie Meiendorf, Condor oder HEBC werden entscheidend sein. Ansonsten könnte es auch durchaus passieren, dass sich der SVR noch aus der Oberliga verabschiedet. Sollte Wedel übrigens, mal so nebenbei bemerkt, auch die Liga verlassen müssen, wäre kaum noch eine Mannschaft aus dem Westen in der Oberliga. Könnten dann durchaus heiße Duelle in der Landesliga werden. Aber noch ist das Kind an der Ellerbeker Straße nicht in den Brunnen gefallen.

Foto: KBS-Picture

Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.