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Kolumne

Klookschieter: Wachter-Transfer – Corona-Lockerungen

Niklas Heiden

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Klookschieter
Foto: KBS-Picture

Klookschieter, auf hochdeutsch Klugscheißer: In unserer Kolumne fasst unser Chefredakteur Niklas Heiden sein wichtigstes Thema der vergangenen letzten Woche zusammen. Heute im Blickpunkt: Der geplatzte Transfer von Wachter und die neuen Fußball-Corona-Lockerungen.

Am vergangenen Donnerstag platzte am frühen Abend die Bombe. Der Wechsel von Jeremy Wachter zu Altona 93, den der Stürmer selbst bei den Kollegen von „FussiFreunde“ angekündigt hatte, war geplatzt. Dabei hätte der Transfer eigentlich für den AFC ein Zeichen der Hoffnung sein sollen, ein Zeichen, dass die Konkurrenz die Griegstraßler auf dem Zettel haben sollte. Allerdings wäre das so oder so nicht passiert, egal ob der AFC Wachter verpflichtet hätte, oder nicht. Denn: Wachter fällt noch mindestens bis Januar 2021 mit einer Schambeinentzündung aus. Das der Spieler selbst mit meiner Berichterstattung in diesem Zusammenhang nicht einverstanden ist, kann ich voll und ganz nachvollziehen. Immerhin ging damit auch für Wachter eine große Chance verloren, noch einmal höherklassig Fußball zu spielen. Auf der anderen Seite sprechen wir immer von Ehrlichkeit im Amateurbereich. Das man das aussprechen kann, was ist. Das hat Wachter nun zwar bei „SportNord“ getan und mich dort beschimpft, dass er dem AFC selbst seine Verletzung aber verschwiegen bzw. kleingeredet hat, wird nicht erwähnt. Der Vergleich „Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen“ ist an dieser Stelle also nicht ganz unzutreffend. Ich persönlich kann mit der Kritik gut leben. Denn ich weiß, dass ich meinen Job zu einhundert Prozent sauber gemacht habe, auch wenn jemand im Nachgang sauer auf mich ist. Größe zeigt sich nämlich in dem Moment, wo man sich auch vielleicht einmal selbst Fehler eingesteht und selbst konstatieren muss, dass man auch nicht alles richtig gemacht hat. Aber die Schuld auf andere schieben, ist doch oft leichter.

Apropos leicht. Das haben es Hamburgs Fußballer aktuell und in den letzten Monaten ganz und gar nicht. Denn das Training mit Körperkontakt als gesamte Mannschaft und auch Testspiele sind weiterhin in der Hansestadt untersagt. Am Dienstag kam die Nachricht vom Hamburger Senat, dass inzwischen wieder zehn Personen zusammen mit Körperkontakt trainieren dürfen. Das in anderen Bundesländern, wie beispielsweise Nordrhein-Westfalen, aber schon wieder überlegt wird, wann wieder mit dem Ligabetrieb gestartet werden darf, treibt viele Amateurfußball-Fans den Zorn auf die Stirn. Und zwar zurecht! Es tut mir Leid, dass wir an dieser Stelle nahezu jede Woche über dieses Thema diskutieren müssen, aber das Unverständnis ist inzwischen auch bei mir da. In erster Linie tut mir da übrigens auch der Hamburger Fußball-Verband leid, der den Frust der Vereine auffangen muss, obwohl er selber nahezu machtlos ist in dieser Situation. Enttäuschend ist aus meiner Sicht vor allem die Länge der neuen Corona-Verordnung. Diese gilt nämlich bis zum 31. August, also noch knapp zwei Monate. Der mögliche Saisonstart Anfang September ist damit ebenso unrealistisch geworden. Was machen denn nun bitte die ganzen Gastronomen an den Sportplätzen, die auch darauf angewiesen sind, dass Zuschauer zu den Spielen kommen. Was in anderen Bundesländern möglich ist, muss auch in Hamburg möglich sein – und zwar schnell! Denn am Ende wird auch der Pokal darunter leiden, der nicht ausgespielt werden kann. Ich hoffe wirklich, dass in dieser Frage in den nächsten Tagen und Wochen noch etwas passieren wird.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.