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Regionalliga Nord

Koch: „Von Vertragsamateuren kann man nicht sprechen“

Niklas Heiden

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Foto: KBS-Picture

Während ein Teil der Teams aus der Regionalliga Nord trainieren darf, steht für den Rest der Liga die Zeit still. Grund dafür ist das Fußball-Verbot für Amateure während des Lockdowns. Ein Schreiben vom Norddeutschen Fußball-Verband (NFV) an die Bundesländer soll das nun ändern.

Die Frage, ob die Regionalliga Nord als Amateur- oder Profi-Liga eingestuft werden soll, sorgt weiter für Diskussionen. Nach aktuellem Stand dürfen nämlich nur U23-Teams trainieren, da diese ausschließlich Berufsfußballer in ihren Reihen haben. Ein Fakt, der allen anderen Klubs natürlich sauer aufstößt. Während ein Teil der Liga trainieren darf, müssen Teams wie Altona 93, Teutonia 05 oder auch der FC Eintracht Norderstedt in die Zwangspause. „Die Situation ist unfair. Alle Regionalligisten sollten trainieren dürfen. So ist das ein klarer Vorteil für uns“, sagte nun auch St. Paulis U23-Coach Joachim Philipkowski dem „Abendblatt“. Ähnlich argumentiert auch Norderstedt-Präsident Reenald Koch. „In der Regionalliga Nord werden Beiträge zur Berufsgenossenschaft gezahlt. Von Vertragsamateuren kann man hier nicht sprechen“, machte Koch deutlich. Gut möglich also, dass sich die Lage für die Klubs zeitnah ändert. Denn: Der Norddeutsche Fußball-Verband soll laut der Zeitung seine Bemühungen um eine Spiel- und Trainingserlaubnis für seine Vereine nochmal intensiviert haben. So verschickte der NFV wohl ein Schreiben mit der Bitte an die Innenminister der norddeutschen Bundesländer, bald wieder gegen den Ball treten zu dürfen. Aus Gründen, die Koch nannte, dürften die Chancen dafür nicht allzu schlecht stehen. Sauer, bei den Teams die nicht trainieren dürfen, ist man auf die U23-Teams nicht.

Martens: „Hätten wir die Möglichkeit, würden wir es ja auch tun“

Das stellte kürzlich Norderstedt-Trainer Jens Martens in einem Interview auf der vereinseigenen „facebook“-Präsenz klar. „Hätten wir die Möglichkeit zu trainieren, würden wir es ja auch tun. Wir sind Fußballer, wir wollen immer spielen. Ich würde mir allerdings gleiche Rechte für alle innerhalb einer Liga wünschen“, machte Martens seine Forderung deutlich und ergänzte: “Die aktuelle Regelung ist natürlich extrem unglücklich und ein Wettbewerbsnachteil für Mannschaften wie uns oder Heide zum Beispiel.” Bei der Eintracht rechnet man noch in dieser Woche mit einer Entscheidung der Bundesländer. „Ich denke, dass wir am Wochenende mehr wissen werden. Von daher werden wir als Trainerteam bis Samstag abwarten“, so Martens. Das Warten für die Regionalliga-Klubs geht damit vorerst weiter.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.