Mittwoch, 21. August 2019
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Köhlert-Bude bringt HSV II Weihnachtsdreier

Drei Punkte und Platz zehn: Die U21 des Hamburger SV besiegte am Sonntag vor 160 Fans die U23 von Holstein Kiel verdient mit 2:0. Allerdings ließen die Weiß-Schützlinge weitere große Chancen liegen. Besonders groß trumpfte der wiedererstarkte Mats Köhlert auf, erzielte sogar eine Bude.

Ließ auch gegen Holstein Kiel zahlreiche Chancen liegen: Manuel Wintzheimer (m). Foto: KBS-Picture

Bereits mit dem ersten Torabschluss der Partie hatten die 160 Zuschauer an der Wolfgang-Meyer-Sportanlage den Torschrei auf den Lippen. Aaron Opoku nahm bei einem Freistoß Maß, zirkelte das Leder aber nur rechts gegen das Aluminium (9.). Die erste gute Szene für die Rothosen, die auch in der Folge die Begegnung bestimmten. Mats Köhlert steckte das Leder in den Lauf von Matti Steinmann durch, der sogar noch KSV-Keeper Stefan Rakocevic umkurven konnte. Doch dann wird der Winkel für den HSV-Kicker zu spitz, der Ball landete am Außennetz (10.). Die Weiß-Elf blieb zwar das spielbestimmende Team – doch die dicke Chance zur Führung hatten die Störche. Im HSV-Sechzehner sprang die Kugel plötzlich vor die Füße von Julius Alt, der aus elf Metern zentraler Position abzog. Doch der KSV-Spieler jagte die Kugel weit in die Wolken (26.). Schock-Moment für alle HSV-Anhänger nach etwas mehr als einer halben Stunde. Erst musste Christian Stark mit einer Beule am Kopf vom Platz, dann verletzte sich Stephan Ambrosius in einem Zweikampf (31., 33.). Für beide kamen Patrick Storb und Khaled Mohssen in die Partie. Doch auch mit neuem Personal wollte die Kugel weiterhin nicht über die Linie. Wintzheimer wurde auf die Reise geschickt und setzte den Ball aus spitzem Winkel nur auf den Querbalken (41.). Erst nach dem Pausentee durften die HSV-Fans den ersten Treffer bejubeln. Mats Köhlert kam 17 Meter vor dem Kiel-Tor an den Ball und schweißet die Pille dann im rechten unteren Eck ein (50.). Nahezu im Gegenzug rettete dann HSV-Keeper Jakob Golz stark. Felix Niebergall schickte Laurynas Kulikas auf die Reise, der alleine vor Golz auftauchte. Doch der Rothosen-Schlussmann reagierte glänzend, machte sich ganz breit und wehrte die Pille mit dem Fuß zur Seite weg ab (56.). Die Hamburger ließen die Begegnung in der Folge lange offen.

Josha Vagnoman (li.) erzielte das 2:0 und machte so den Heimdreier des HSV perfekt. Foto: KBS-Picture

Die Entscheidung erzielten die Rothosen erst zehn Minuten vor Ultimo. Kiel veror den Ball in der HSV-Hälfte und Manuel Wintzheimer wurde alleine auf die Reise geschickt. Dieser legt den Ball für den völlig blanken und mitgelaufenen Josha Vagnoman quer, nur noch einzuschieben brauchte (80.). „Ich habe nur gesehen, dass Wintzheimer den Ball hatte und er mir plötzlich vor die Füße fiel. Dann hatte ich endlich mal ein bisschen mehr Glück, als die letzten Male“, freute sich Torschütze Mats Köhlert nach Abpfiff und fügte an: „Man kann schon sagen, dass es meine beste Phase nach der Verletzung ist. Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich so lange brauche, bis ich zu alter Stärke zurück finde.“ Wie der Flügelflitzer die Weihnachtstage verbringen wird, steht ebenfalls schon fest. Köhlert: „Zu freien Tagen sagt man nie nein. Aber ich kann nur schwer zwei, drei Tage nichts machen. Ich möchte Anfang des nächsten Jahres den nächsten Step machen. Ich hoffe, dass ich schöne Weihnachtstage mit meiner Familie habe“, so Köhlert, der auch einen Blick in die Zukunft wagte: „Ich gebe immer alles und wenn man immer alles gibt, dann wird man am Ende auch belohnt. Was sich dann ergeben wird, dass lasse ich auf mich zu kommen. Es ist schon mein Ziel, wieder bei den Profis zu trainieren.“ Sein Cheftrainer Steffen Weiß entgegnete zum Spiel: „Wir haben nicht frühzeitig aus den guten Möglichkeiten ein Tor gemacht. Dennoch sind die Jungs mit totaler Leidenschaft das Spiel angegangen, obwohl wir zwei Mal früh wechseln mussten. Die Jungs haben das klasse gemacht, ich bin sehr zufrieden“, so Weiß der ergänzte: „Im neuen Jahr wollen wir diese Dinge festigen und uns tabellarisch weiter steigern.“ Gäste-Coach Ole Werner bilanzierte: „Uns war von vorne herein klar, dass wir einen Plan brauchten, bei dem alles für uns passt. Nach einer sehr schlechten Anfangsphase haben wir uns gut gefangen“, erklärte Werner und ergänzte abschließend: „Was ich der Mannschaft vorwerfen muss ist, dass wir bei eigenem Ballbesitz heute nicht stattgefunden haben.“

Foto: KBS-Picture

Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.