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Regionalliga Nord

Kommentar: Das ist ein unwürdiger Abgang

Niklas Heiden

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Foto: KBS-Picture

Das Ende ist offiziell besiegelt: Berkan Algan ist nicht mehr Trainer vom Altonaer Fußball-Club. Was aus Sicht des Vorstandes seine Berechtigung hat, ist ein zwischenmenschliches Trauerspiel. Einen derart lieblosen Abgang hat man nach langen fünf Jahren nicht verdient. Ein Kommentar.

Am Dienstag um 13 Uhr platzte die Bombe: Altona 93 hat für den zum Saisonende ausscheidenden sportlichen Leiter Andreas Klobedanz einen prominenten Nachfolger gefunden. Richard Golz, Ex-HSV-Profi, wird das Zepter an der Griegstraße übernehmen. Beiläufig verkündet der 51-Jährige dann die eigentliche Überraschung. Die neue Saison wird ohne Trainer Berkan Algan starten. Der zweifache Aufstiegstrainer und erste AFC-Meister nach 69 Jahren muss per sofort seinen Posten räumen. Dass dieser Schritt, seitens des Klubs, kommen würde, damit hat Algan selbst sicherlich bereits gerechnet. Immerhin hatten die Fürsprecher des 38-Jährigen, namentlich Andreas Klobedanz und Pressesprecher Andy Sude, den Verein bereits verlassen. Sein Zuspruch war in den vergangenen Wochen merklich geschrumpft. Zudem hatte der Zoff mit Teilen des Vorstandes, der öffentlich ausgetragen wurde, seine Spuren hinterlassen. Beschämend ist allerdings der „Abschied“, der Berkan Algan bereitet wurde.

Per E-Mail einen sicherlich nicht immer ganz einfachen, aber immerhin in den letzten Jahren schon überauserfolgreichen Trainer zu entlassen, grenzt an ein Trauerspiel. Dabei ist es völlig unerheblich, was im Detail zwischen Vorstand und Algan vorgefallen ist. Als erwachsener Mensch hat man so viel Anstand zu haben, seinen Meistertrainer mit ein paar warmen Worten zu verabschieden. Dabei wird nicht einmal erwartet, dass dies am Ende wirklich der eigenen Meinung entspricht. Es geht aber um das Zeichen nach außen, an die Öffentlichkeit. Die Art und Weise der Freistellung ist schäbig und wird der Leistung nicht gerecht. Es ist enttäuschend zu sehen, dass ein Verein wie Altona 93, die von sich selbst behaupten besondere Werte zu verkörpern, diese beim „Abschied“ von Berkan Algan selbst mit Füßen getreten haben. Dass Präsident Dirk Barthel erst nach Anfrage einiger Pressevertreter sich zu zwei kurzen Sätzen hingerissen fühlt, zeigt deutlich, wie egoistisch einige handelnde Personen agieren. Die erfolgreichen Jahre sind nun beschmutzt. Und das tut bei einem Traditionsverein wie Altona mehr als doppelt so weh.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.