Montag, 19. August 2019
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Müdes 0:0 zwischen Altona und Cordi

Altona 93 hat die Meisterschaft in der Oberliga weiter fest im Visier. In einer schwachen Partie trennte sich der AFC vor 1969 Zuschauern von Concordia mit 0:0 und hielt damit den Verfolger weiter auf Abstand. In der Schlussphase wäre für die Algan-Bengel auch mehr drin gewesen.

AFC-Kicker Dennis Thiessen (li.) schirmt das Leder vor Kevin Zschimmer ab. Foto: KBS-Picture
AFC-Kicker Dennis Thiessen (li.) schirmt das Leder vor Kevin Zschimmer ab. Foto: KBS-Picture

Nicht nur im Kampf um den Titel war es eine brisante Partie. Denn die Gäste vom WTSV hatten unter der Woche die Lizenzunterlagen für die kommende Saison in der Regionalliga eingereicht. So hat Altona 93 im Gegensatz zur letzten Saison einen Konkurrenten um den Aufstieg. „Ich freue mich, dass wir in der Oberliga Hamburg nun zwei Mannschaften haben, die den Schritt in die Regionalliga wagen wollen. Das wertet die Liga auf, Concordia und Altona sind sehr besondere Klubs“, begrüßte AFC-Trainer Berkan Algan den Vorstoß der Cordi-Verantwortlichen. Das Spiel selbst wurde den hohen Ansprüchen beider Teams allerdings nicht gerecht. Die Mannschaften starteten zerfahren ins Spiel. Pässe kamen auf beiden Seiten nicht an, gerade im letzten Drittel fehlte die Genauigkeit. In der 10. Minute fuhr Altona einen ersten starken Angriff: Thiessen spielte Brisevac schön am Strafraum frei, doch der AFC-Kapitän traf das Leder nicht richtig und die Chance war dahin. Im folgenden wurde Cordi druckvoller und kam zu einigen Möglichkeiten. Kämpfer zog aus der Distanz ab und in der Mitte rutschte Bambur nur knapp am Ball vorbei (15.). Die Partie blieb dann 20 Minuten relativ ereignislos. Erst in der 36. Minute wurde es zum ersten Mal richtig gefährlich für den Tabellenführer. D’urso steckte durch zu Bambur, der am linken Strafraumeck den Abschluss suchte. Grubba konnte den halbhohen Schuss aber parieren. Kurz vor der Pause tauchten die Gäste erneut im Sechzehner des AFC auf. Jan Novotny trennte Müller im letzten Moment vom Ball und sicherte seinen Farben das Remis zur Pause. Das Spielniveau blieb auch im zweiten Durchgang sehr mäßig. Erst in der letzten halben Stunde drückten beide Mannschaften mehr aufs Tempo.

Die Partie an der Adolf-Jäger-Kampfbahn war von vielen Zweikämpfen geprägt. Foto: KBS-Picture
Die Partie an der Adolf-Jäger-Kampfbahn war von vielen Zweikämpfen geprägt. Foto: KBS-Picture

Ein Freistoß von D’urso wurde lang und länger, Grubba kratzte das Leder noch von der Linie (64.). Fünf Zeigerumdrehungen später waren dann die Gastgeber der Führung ganz nahe. Sachs hatte auf der linken Außenbahn viel Platz und legte die Kugel perfekt in die Mitte auf Pfeifer. Doch dem AFC-Spieler versagten die Nerven und er scheiterte freistehend an Keeper Alberti. Jakob Sachs war auch weiterhin ein Aktivposten in der Altona-Offensive. Aus gut 16 Metern schlenzte er die Kugel nur hauchzart über die Querlatte – Cordis Torhüter wäre da nicht dran gekommen (83.). Altona wollte nun doch noch den Sieg und drückte die Gäste tief in die eigene Hälfte. Kurz vor Schluss belohnten sich die 93er auch beinahe. Nick Brisevac schoss einen Freistoß aus sehr spitzem Winkel direkt aufs Tor. Alberti hatte große Probleme und konnte das Leder gerade noch an den Innenpfosten lenken (87.). Es blieb beim leistungsgerechten 0:0 in einem schwachen Oberligaspiel. Durch das Remis hat Altona weiterhin acht Punkte mehr auf dem Konto als Cordi. Dementsprechend konnten die Hausherren auch gut mit der Punkteteilung leben: „Am Ende ist ein Punkt heute in Ordnung. Klar wollten wir gewinnen, doch wir haben in der Schlussphase unsere Chancen leider nicht verwerten können“, sagte Altonas Kapitän, Nick Brisevac, nach dem Schlusspfiff. Auch sein Trainer schlug in die selbe Kerbe und attestierte seinem Team eine gute Leistung. Für die Gäste war der Punkt eigentlich zu wenig, die große Chance wieder an Altona heranzurücken, wurde vergeben. „Wir haben uns heute leider nicht für eine gute Leistung belohnt“, meinte Cordi-Trainer Florian Gossow, der besonders mit der ersten Halbzeit seiner Mannschaft zufrieden war. Der neue Cordi-Trainer zeigte sich letztendlich aber trotzdem optimistisch und kündigte an: „Wir geben uns noch nicht geschlagen!“

Foto: KBS-Picture

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Über Jonas Bickel

Jonas Bickel
Leitender Redakteur: Jonas studiert Politikwissenschaften an der Universität Hamburg. Der 22-Jährige kommt von der Nordseeinsel Föhr und interessiert sich für alle Themen rund um den Fußball in Hamburg und in der Welt.