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Oberliga Hamburg

Nach 0:2-Rückstand: Osdorf erobert Remis bei Vicky

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Osdorf, Obloch
Archivbild: KBS-Picture

Wildes Oberligaspiel im Stadion Hoheluft vor über 300 Fans! Der SC Victoria Hamburg und der TuS Osdorf trennten sich am Freitagabend mit einem 2:2-Remis. Dabei hatte Vicky zwischenzeitlich mit 2:0 geführt. Osdorf reichten gerade einmal vier Minuten zum Punktgewinn.

Mit einem mit den Händen geformten Herz in Richtung der Tribüne verabschiedete sich Vicky-Kicker Nil von Appen vor der Begegnung von den Zuschauern an der Hoheluft. Der 32-Jährige beendet nämlich seine Karriere bei den Blau-Gelben, zieht wegen des Jobs nach Köln. Dort wird von Appen zudem die Buffer an den Nagel hängen. Für seinen letzten Aufgalopp auf dem Rasen erlebte der Mittelfeldspieler dann einiges. 34 Sekunden waren an der Hoheluft gespielt, da verzeichnen die Hausherren direkt die erste dicke Chance. Nil von Appen war rechts durch, konnte den Ball von der Grundlinie in den Rückraum bringen und fand am linken Strafraumeck Pascal Eggert, der den Ball knapp am Tor vorbei setzte (1.). Aber auch Osdorf fand von Beginn an gut in die Begegnung. Abdul Saibou steckte den Ball von halblinks hinter die Kette durch, Kay-Fabian Adam war frei und entschied sich dann zu spät für den Abschluss. So konnte Vicky-Schlussmann Hendrik Rabe mit beiden Beinen den Abschluss abwehren (3.). In einem ähnlichen Takt behielten beide Teams das Erarbeiten von Chancen bei. Andre Branco chipte die Murmel nach einem Freistoß aus dem linken Halbfeld in die Mitte, kurz hinter dem Elfmeterpunkt kam Nil von Appen an den Ball heran und Nick Schmidt im Osdorf-Kasten bekam noch die Hand an den Ball (14.). Es sollte nicht die letzte Top-Parade von Schmidt bleiben, der zahlreiche Torchancen vereitelte. 120 Sekunden später auf der Gegenseite zappelte der Ball dann im Netz. Mehmet Eren zirkelte einen Freistoß aus dem Halbfeld auf den zweiten Pfosten, der Ball wurde verlängert und am Ende stocherte Kay-Fabian Adam den Ball über die Linie. Doch zuvor hatte Assistent Luis Malter die Fahne gehoben – falsch, wie sich im Nachgang herausstellte. Anstatt Felix Spranger hatte Siemsen den Ball verlängert. Kurz darauf verzeichnete Vicky die nächste Gelegenheit. Jan-Philipp Kalla wechselte mit einem starken Diagonalball die Seite, fand dann am linken Strafraumeck Gerrit Pressel und dieser visierte die lange Ecke an. Osdorf-Keeper Schmidt war aber schnell unten und bewahrte seine Farben vor dem Rückstand (23.). Auf der Gegenseite zielte zudem Mehmet Eren nach einem Gewühl um Strafraum zu genau und semmelte seinen Abschluss über den Querbalken (26.). Eine turbulente Anfangsphase ging zu Ende.

Vicky trifft doppelt – Osdorf erzielt Ausgleich in vier Minuten

Kurz vor dem Pausenpfiff wurde dann aber noch einmal Vicky gefährlich. Andre Branco schickte Pascal Eggert auf die Reise, der erst im letzten Moment von Andrew Banoub gestoppt werden konnte (39.). Ansonsten wäre Eggert frei vor Schmidt zum Abschluss gekommen. Beide Mannschaften machten nach dem Seitenwechsel dann genau da weiter, wo sie vorher aufgehört hatten. Timo Stegmann brachte die Murmel als Ecke auf den ersten Pfosten, dann wurde der Ball in den Rückraum geklärt und dort wartete Jannes Arndt und zog aus 16 Metern ab. Der Ball kullerte nur um Zentimeter links am Kasten vorbei (49.). Kurz darauf durfte die Ebbers-Elf dann aber doch jubeln. Andre Branco zirkelte einen Freistoß direkt an den Fünfmeterraum, dort schraubte sich Magnus Hartwig in die Luft und nickte die Murmel aus kurzer Distanz in die Maschen ein (51.). Und es dauerte nur knapp zehn Minuten, dann legte Vicky nach. Nil von Appen flankte die Murmel von der rechten Außenbahn direkt an den Fünfmeterraum, dort stand Pascal Eggert goldrichtig und nickte die Kugel ein (62.). Kurz darauf hätte Eggert sogar die Partie entscheiden können, zielte bei einem Schlenzer aber zu genau (65.). Das sollte sich später noch rächen. Denn: Osdorf fand zurück ins Spiel. Nach einem Eckball von Felix Spranger stand Felix Schlumbohm völlig blank und konnte das Leder ungehindert per Kopf in die lange Ecke befördern. Plötzlich war wieder Feuer in einer Begegnung, die Vicky bis dato unter Kontrolle zu haben schien (72.). Und Osdorf brauchte gerade einmal vier Minuten, ehe der Ball erneut im Netz lag. Spranger wechselte mit einem genialen Diagonalball die Seite, setzte damit Josep Dilber direkt in Szene und dieser lief alleine auf Rabe zu. Den Vicky-Keeper tunnelte Dilber noch und drehte zum Jubel ab (76.). In einer Schlussphase ohne taktische Fesseln ließen dann beide Seiten in Person von Pressel (78.), Dilber (80.) und Nick Scharkowski (85.) noch weitere Chancen liegen. Am Ende blieb es deshalb beim 2:2-Remis zwischen beiden Mannschaften.

Obloch zufrieden mit Vicky-Punkt – Ebbers hadert mit Seriosität

„Es ist ein gewonnener Punkt für uns. Ich hatte einen großen Respekt vor dem großen Platz und der Qualität, die Vicky hat. Ich wusste, dass es eine mega schwere Aufgabe wird. Ein Punkt bei Vicky ist völlig ok. Alles andere wäre Größenwahn“, zeigte sich Osdorf-Trainer Philipp Obloch nach Spielende zufrieden, fügte aber auch an: „Wir haben über weite Strecken keinen Zugriff bekommen, deswegen war der Rückstand auch verdient. Wir haben immer nach Lösungen gesucht, diese aber nicht gefunden.“ Mit seinen beiden Einwechselungen (Dilber/Schlumbohm) bewies Obloch zudem ein goldenes Händchen. „Es ist gut, wenn man eine Bank hat, die auch Akzente setzen kann“, freute sich Obloch, der ergänzte: „Fußball ist verrückt und geht schnell. Vicky hatte einen gewissen Tabellendruck. Ich habe schon ein bisschen gehofft, dass es mit dem 1:2 wieder bei Vicky in den Köpfen arbeitet. Ich habe immer dran geglaubt, aber das hätte auch anders gehen können.“ Und weiter: „Es gab einen gewissen Plan bei den Standards. Deswegen war ich nicht so überrascht, dass er so frei war. Beim zweiten Ball ist es so, dass die Kombo Spranger/Dilber nicht ganz unbekannt ist. Aber das es so schnell hintereinander geklappt hat, war natürlich überragend.“ Vicky-Coach Marius Ebbers zeigte sich, trotz der verspielten 2:0-Führung, am Ende alles andere als unzufrieden. „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Wir haben das Spiel über große Teile im Griff gehabt, müssen vor dem 1:2 sogar 3:0 oder 4:0 führen. Nach dem Tor war klar, dass Osdorf nochmal alles probiert. Ich bin etwas enttäuscht, weil natürlich drei Punkte drin gewesen wären, aber die Leistung auf dem Platz war gut und darauf kann man aufbauen“, fasste Ebbers zusammen und fügte zum 2:2 an: „Es kam für mich auch überraschend. Das sind Sachen, wo wir oft drüber reden. Das darf natürlich nicht passieren. Aber ich will das nicht an der Szene fest machen. Wir hätten das Tempo hochhalten müssen, um seriös zu Ende zu spielen“, ergänzte Ebbers.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.