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Oberliga Hamburg

Oberliga Hamburg: BU mit letztem Anfield-Dreier

Markus Krause

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Oberliga Hamburg: Der HSV Barmbek-Uhlenhorst konnte das erste Spiel der neuen Saison für sich entscheiden. Mit einem, zu keiner Zeit gefährdeteten, 3:0-Heimsieg bezwang die Pieper-Elf den Altona FC 93.

Ehe das erste Spiel der neuen Oberliga Hamburg Saison allerdings angepfiffen wurde, begrüßte HFV-Pressesprecher Carsten Byernetzki die Vertreter aller Oberligavereine auf dem Rasen des Wilhelm-Rupprecht-Platzes. Im Anschluss führte BU-Moderator Dieter Matz durch das weitere Programm des Abends, welcher zunächst Ehrengast Uwe Seeler zu einem Gespräch über die Vergangenheit der „Barmbeker Anfield“ begrüßte. Diesem schlossen sich auch Byernetzki, HFV-Präsident Dirk Fischer sowie Lotto King Karl an. Neben der Vergangenheit wurde natürlich auch das neue BU-Stadion sowie der übergangsmäßigen Platzwechsel an den Borgweg thematisiert.

Dann war es auch schon fast soweit: Die Mannschaften kamen auf den Platz und es sollten nur noch wenige Minuten bis zum Anpfiff der Saison 2015/2016 und dem letzten Spiel auf dem Wilhelm-Rupprecht-Platz sein. Zunächst wurde jedoch noch ex-BU-Kapitän Dennis Bohnhorst mit einem Trikot mit seinem Namen geehrt, nachdem dieser nach dem vergangenen Oddset-Pokalfinale seine Fußballschuhe an den Nagel gehangen hatte. Um 19.02 Uhr pfiff Schiedsrichter Thorsten Bliesch dann endlich die Partie an: Zunächst machte Uwe Seeler den symbolischen Anstoß der neuen Spielzeit, ehe Altona den ersten Pass am Mittelkreis spielte.

Das Spiel war gerade zwei Minuten alt, als Pascal El-Nemr den ersten Torschuss auf das Tor des AFC absetzte. Sein Freistoß landete aber direkt in den Armen von Gästekeeper Arvid Schenck. Im Gegenzug war es dann eine Kombination aus Benjamin Lipke und Nick Brisevac, welche erstmals auf das Tor von BU marschierten. Brisevac stand allerdings im Abseits, so dass nichts zählbares dabei heraussprang. Ein erneuter Freistoß von El-Nemr, keine 10 Minuten später, lieferte dann die Vorlage zum ersten Tor des Abends. Die Flanke des Rechtsaußen landete auf Höhe des Elfmeterpunktes bei Christian Merkle, der eine Unachtsamkeit der Altonaer Abwehr ausnutzte und zur 1:0-Führung einschob.

Das Pieper-Ensemble war deutlich besser in der Partie und setzte den Siebtplatzierten der vergangenen Saison immer wieder unter Druck. So auch in der 24. Minute als ein Abschlag von BU-Keeper Andre Tholen über die Abwehr der „Roten“ segelte und bei Mo Labiadh landete. Bei seinem Schuss in den linken Giebel zeigte Schenck aber eine Glanzparade, so dass er seine Mannschaft weiterhin im Spiel hielt. In der 35. Minute war es dann BU-Zehner Jon Hoeft der sich an der Torauslinie durchsetzte und in den Rückraum auf Tolga Odabas ablegte. Dieser legte sich den Ball in aussichtsreicher Position noch einmal vor, setzte den Ball dann aber deutlich über die Latte und vergab so eine Chance zum nächsten Treffer.

Nur drei Minuten später machte es die „Blau-Gelben“ dann besser. Einen katastrophalen Pass von AFC-Verteidiger Ronny Buchholz nutzte Ivan Sa Borges Dju eiskalt aus und verwandelte durch die Beine von Schlussmann Arvid Schenck zum 2:0. In der letzten Minute der zweiten Halbzeit kam Altona dann aber doch noch einmal zu einer Chance: Felix Brügmann mit einer weiten Flanke in den BU-Strafraum auf Benjamin Lipke, der mit seinem Kopfball Andre Tholen aber vor keine Probleme stellte. Danach war Schluss und vor allem 93er-Coach Oliver Dittberner war seine Unzufriedenheit deutlich anzusehen, musste er doch wenige Minuten vorher noch von Kapitän Dennis Theissen beruhigt werden. Die zweite Hälfte begann dann gleich mit einem Kracher.

In der 51. Minute grätschte Sa Borges Dju etwas unglücklich Theissen um, der sich ebenso revanchierte und nachtrat. Dies ließ Referee Bliesch nicht unbestraft und stellte den Altona-Mannschaftsführer mit Rot vom Platz. Der BU-Stürmer sah außerdem die gelbe Karte. Danach wirkte die Partie zunächst etwas zerfahren und keine Mannschaft kam zu zwingenden Torchancen. Allgemein zeigte sich Altona 93 über den gesamten Spielverlauf mit zu wenigen zwingenden Chancen, was dann endgültig in der 84. Minute bestraft wurde. BU spielt einen Konter sehr schön aus: El-Nemr mit dem Pass an die Strafraumkante zu Hoeft, dessen Schuss Schenk gerade noch abwehren kann. Im zweiten Anlauf ist es dann Sa Borges Dju, der den Abpraller zum 3:0-Endstand einnetzt.

Im Anschluss an die Partie gab es dann noch die Pressekonferenz zum Spiel. Gästetrainer Oliver Dittberner bemängelte dabei den fehlenden Abschluss seiner Mannschaft und dass man es den Gastgebern „vor allem bei 2:0 und 3:0 dem Gegner relativ leicht gemacht hat.“ Barmbek-Trainer Frank Pieper bedankte sich zunächst und schilderte dann die Partie aus seiner Sicht: „Wir haben nicht ganz so ordentlich ins Spiel gefunden, wie wir uns das vorgestellt haben. Es hat etwa eine Viertelstunde gebraucht, bis wir die Nervosität abgelegt haben. Es spiegelte sich dabei ein wenig wieder, was wir auch in der Vorbereitung hatten, dass wir nach vorne gewillt sind, die Wege und die Anspiele gesucht haben, aber im Spiel nach hinten teilweise dann nicht im Kollektiv verteidigt haben.“

Als Gründe hierfür sieht der 43-Jährige vor allem die Tatsache, dass man mit einer uneingespielten Innenverteidigung aus Gen Clausen und Lasse Jannsen gespielt hat. „Ich bin wahnsinnig froh, dass das auf Anhieb schon so geklappt hat. Die haben das gut geordnet, deshalb haben wir auch gerade in den Phasen, wo wir wie Bälle erobert haben, wieder gut Druck ausüben können.“ Und weiter: „Wir haben fast gar nichts zugelassen, ich kann mich irgendwie an zwei Situationen erinnern, die gut waren aber auch nicht zwingend drin sein müssen. Daher freue ich mich, dass wir das Stadion so verabschieden konnten und so abschließen können, wie wir uns das erhofft haben und worauf wir auch hin gearbeitet haben.“

Foto: Dimitri Ismer

Redakteur: Markus ist erst seit wenigen Jahren Hamburger und daher relativ neu im Amateurfußball. Vorher hat er hauptsächlich über die Bundesliga berichtet, ehe es den gebürtigen Nettetaler nun zu den "Wurzeln des Sports" zieht.