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Oberliga Hamburg

Paloma dominiert Curslack – Deichkicker schlagen zurück

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Curslack, Paloma
Foto: Heiden
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Punkteteilung zwischen dem USC Paloma und dem SV Curslack-Neuengamme am Sonntag! Vor rund 200 Zuschauern an der Brucknerstraße verspielten die „Tauben“ eine 2:0-Führung gegen die Gramkowwegler. Dabei waren die Paloma-Spieler eigentlich schon fast auf der Siegerstraße.

Es war ein Schrei, der über den ganzen Platz zu hören war. „Das kann doch nicht sein“, brüllte Paloma-Kicker Moritz Niemann nach Spielende über den Kunstrasen an der Brucknerstraße. Denn über eine Stunde lang hatte der USC Paloma gegen den SV Curslack-Neuengamme nahezu alles im Griff und stand am Ende dennoch nur mit einem Punkt da. Dabei hatte das Spiel für die Nitsch-Elf eigentlich gut begonnen. Bereits nach acht Minuten ließen die „Tauben“ in Person von Dominic Ulaga die erste dicke Chance liegen. Curslack brauchte einige Zeit, um in die Begegnung zu finden, war dann aber gleich mit einer Doppel-Chance zur Stelle. Erst musste Keeper Thor Höfs im eins gegen eins gegen Pascal El-Nemr retten (18.), dann fand Corvin Behrens ebenfalls in dem USC-Torwart seinen Meister (21.). Inmitten dieser ersten Drangphase der Gäste hinein, erzielte dann Paloma den ersten Treffer. Dominic Ulaga brachte einen Eckball von rechts auf den zweiten Pfosten, dort stand Moritz Niemann völlig blank und musste das Leder fast ohne Gegenwehr nur noch einköpfen (25.). Und gerade einmal vier Zeigerumdrehungen später legten die Hausherren nach. Diesmal steckte Ulaga den Ball aus dem Mittelfeld für Michel Blunck durch, der Henrik Giese und Sebastian Spiewak davonlief und dann alleine vor Gianluca Babuschkin stand. Den ersten Schuss klärte der SVCN-Keeper noch, der Abpraller landete dann aber im Netz (29.). Der Frust bei den Curslackern saß so tief, dass sich die Spieler lautstark angifteten und sich die Schuld für die Gegentreffer gaben. Vor allem El-Nemr und Giese gerieten in einen regelrechten Streit, der mehrere Minuten auf dem Platz anhielt. Schließlich musste sogar Trainer Christian Woike schlichten. Und es hätte noch schlimmer werden können für die Gramkowwegler.

Michel Blunck, Paloma

Die scheinbar sichere Führung für Paloma: Die „Tauben“ feiern das 2:0 von Michel Blunck. Foto: Heiden

El-Nemr trifft aus dem Nichts – Mohklis bringt Curslack zurück

Curslack bekam mal wieder den Ball nicht aus der eigenen Box, gleich zwei Mal konnte das Nitsch-Team dem SVCN den Ball abluchsen und am Ende spielte Lion Mandelkau seinen Querpass zu ungenau. So konnte Babuschkin das 3:0 verhindern (45.). In der Halbzeitpause dürfte es wegen der gezeigten Leistung bei Curslack ordentlich gekracht haben, weshalb die Deichkicker nach dem Seitenwechsel ein anderes Gesicht zeigten. Die erste Chance nach der Pause verzeichneten aber die Tauben. Niemann flankte die Murmel von rechts in die Mitte, Babuschkin konnte den Ball nicht abfangen und der eingewechselte Jassin Zabihi legte für Kevin Lohrke ab. Aus zehn Metern jagte der USC-Kicker den Ball knapp 30 Zentimeter über die Latte (62.). Und Curslack? Erzielte drei Minuten später aus dem Nichts den Anschluss. Corvin Behrens schlug eine Ecke von rechts in die Mitte, der eingewechselte Bajram Nebija verlängerte die Murmel am Fünfmeterraum und dann konnte Pascal El-Nemr zentral freistehend einköpfen (65.). Plötzlich hatten die Gäste wieder Blut geleckt und brauchten wie Paloma nur vier Minuten für den zweiten Treffer. Nebija chipte den Ball hinter die Kette, fand Moritz Kühn und dieser ging tief. Seinen Querpass verpasste Marco Schubring erst noch, doch am zweiten Pfosten konnte Hamed Mohklis den Ball locker einnetzen (69.). Aus einem sicheren 2:0 war in kurzer Zeit ein 2:2 geworden und die Begegnung war bis zum Schluss völlig offen. Einen Lucky-Punch konnte am Ende kein Team setzen.

Pascal El-Nemr

Die Aufholjad war gestartet: Pascal El-Nemr trägt den Ball nach seinem Tor zum Anstoß. Foto: Heiden

Nitsch sieht „beste Halbzeit“ – Spiel hat Woike „Kraft gekostet“

„Die erste Halbzeit war mit die Stärkste, seit ich hier Trainer bin. So einen Fußball haben wir lange nicht mehr gespielt. Wir waren extrem ballsicher, geduldig und haben viel Torgefahr ausgestrahlt. Leider haben wir das dritte Tor verpasst“, fasste USC-Trainer Marius Nitsch nach Spielende die Begegnung aus seiner Sicht zusammen und fügte an: „In der zweiten Halbzeit machen wir uns mit zehn schlechten Minuten das komplette Spiel kaputt. Wir haben uns um den eigenen Lohn gebracht. Sehr ärgerlich, dass wir so abgefallen sind. Vielleicht waren meine Wechsel heute auch nicht optimal, das sehe ich durchaus selbstkritisch. Unterm Strich haben wir aber einen Punkt gegen eine Spitzenmannschaft geholt.“ SVCN-Übungsleiter Christian Woike bilanzierte: „Alles das, was wir uns vorgenommen haben, haben wir speziell in der ersten halben Stunde nicht umgesetzt. Wir haben keine Zweikämpfe gewonnen, weil wir sie erst gar nicht erst geführt haben. Wir hatten keine Linie im Spiel und keine Idee, was wir mit dem Ball anfangen sollen. Das war teilweise erschreckend“, fasste Woike zusammen und ergänzte abschließend weiter: „Unser Anschlusstreffer hat sich nicht unbedingt angekündigt, kam aber zum richtigen Zeitpunkt. In dieser Phase hatten wir mehr Laufbereitschaft und Emotionalität auf dem Platz. Für mich als Trainer war das heute sehr anstrengend. Wir haben gefühlt 38x die Grundordnung gewechselt. Von 4er, 2er, 8er-Kette war alles dabei und zum Ende hatten wir neun Stürmer auf dem Feld. Das hat richtig Kraft gekostet, zumal du bei meinen Spielern auch nur selten weißt, was du kriegst.“

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.