Freitag, 21. September 2018
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Philipkowski: „Dieses Thema Sicherheitsspiel nervt“

Ein Sicherheitsspiel, obwohl beide Profi-Teams zeitgleich kickten. Erneut kamen deutlich weniger Fans zum Duell zwischen dem FC Sankt Pauli und dem HSV – nur 176 Zuschauer verirrten sich zum „kleinen Derby“. Für FCSP-Coach Joachim Philipkowski Grund genug, seinem Ärger Luft zu machen.

Extra Sicherheitsauflagen von der Polizei, strikte Fan-Trennung und mehr Ordner. Am Samstagnachmittag stieg zeitgleich mit den Profis-Teams des Hamburger SV (Hertha BSC Berlin, Volksparkstadion) und dem FC Sankt Pauli (1.FC Kaiserslautern, Betzenberg) das „kleine Hamburger Derby“ zwischen den Nachwuchs-Teams der beiden Erzrivalen. Doch erneut kamen nur eine Handvoll Fans zum eigentlichen Klassiker. Nur 176 Zuschauer verirrten sich zu der Begegnung. Unter anderem auch, weil beide Profi-Teams zeitgleich kickten. Für FCSP-Coach Joachim Philipkowski ein Unding. „Dieses Thema Sicherheitsspiel nervt mich seit Jahren. Ich verstehe nicht, warum man in Süddeutschland zu Zeiten spielt, wo alle Menschen können und nur hier im Norden hat die Polizei anscheinend Angst, dass auf der einen Seite 50 Fans und auf der anderen Seite 100 Fans stehen könnten“, erklärte der 49-Jährige und machte seinem Ärger so Luft. „Zum Derby 1860 München gegen Bayern München kommen 12.000 Zuschauer ins Stadion. In jedem Stadion werden Derbys gespielt und die Termine so gelegt, dass alle können. Die Hamburger Polizei sollte mir das gerne mal logisch erklären. Für mich ist das überhaupt nicht nachvollziehbar.“ Seit Jahren befürchtet die Hamburger Polizei Ausschreitungen zwischen den verfeindeten Fanlagern, terminiert deshalb die Spiele der Amateur-Teams immer zeitgleich mit den Profi-Begegnungen. Fannähe sieht tatsächlich anders aus.

Foto: KBS-Picture

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Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 19-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.