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Regionalliga Nord

Regionalliga-Reform: Losentscheid bei Aufstieg

Niklas Heiden

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Keine endgültige Einigung, aber eine Übergangslösung: Die 21 Landesverbände werden am Freitag doch einen gemeinsamen Antrag zur geplanten Regionalliga-Reform stellen. Bisher wurde sich allerdings nur auf eine Übergangslösung für die Spielzeiten 2018/19 und 2019/2020 verständigt.

Wie der Deutsche Fußball-Bund am Donnerstagabend bestätigte, werden die 21 Landesverbände auf dem Außerordentlichen Bundestag am Freitag in Frankfurt doch einen gemeinsamen Antrag zur geplanten Regionalligareform stellen. Am Vormittag berichteten diverse Medien über ein wahrscheinliches Aus der Regionalliga-Reform. Nun die Wende! Für die Kernfrage der Diskussion wurde sich, seites der Vereine, auf eine Lösung verständigt. Für die Spielzeiten 2018/19 und 2019/2020 liegt eine Übergangslösung vor, die eine deutliche Verbesserung der aktuellen sportlichen Situation mit vier Aufsteigern und drei festen Aufstiegsplätzen für die Meister der fünf Regionalligen darstellt. Zudem soll eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von DFB-Vizepräsident Peter Frymuth bis zum Ordentlichen DFB-Bundestag 2019 einen Vorschlag entwickeln, wie im Einvernehmen mit den Beteiligten der Übergang zwischen Regionalliga und 3. Liga durch ein Modell mit vier statt bislang fünf Regionalligen realisiert werden kann. Der gemeinsame Antrag, der auf der Sitzung der Regional- und Landesverbandspräsidenten erarbeitet wurde, sieht in den kommenden zwei Spielzeiten vier Absteiger aus der 3. Liga vor. Der Meister der Regionalliga Südwest, die auf ihren bisherigen zweiten Relegationsplatz verzichten wird, steigt in den kommenden beiden Spielzeiten direkt auf. Hinzu kommen zwei feste Aufsteiger aus den übrigen vier Regionalligen. Der Antrag sieht zudem vor, dass der Meister der Regionalliga Nordost am Ende der Saison 2018/19 direkt aufsteigt.

Welcher Regionalliga-Meister den dritten festen Aufstiegsplatz in dieser Spielzeit erhält, soll per Auslosung festgelegt werden. Die übrigen beiden Meister der Regionalliga-Spielzeit 2018/19, die dann in der Saison 2019/20 einen festen Aufstiegsplatz erhalten, ermitteln in einer Relegation aus Hin- und Rückspiel den vierten Aufsteiger. DFB-Vizepräsident Rainer Koch zum Antrag: „In einer komplexen Fragestellung, in der sehr viele unterschiedliche Interessen berücksichtigt werden mussten, ist es uns gelungen, bis zum nächsten Ordentlichen DFB-Bundestag eine Übergangslösung zu finden, die eine deutliche Verbesserung der Ist-Situation darstellt und die von allen Regionalverbänden mitgetragen wird“, so Koch, der anfgügt: „So werden in den kommenden zwei Spielzeiten zumindest vier von fünf Regionalliga-Meistern aufsteigen können.“ Und auch der für die 3.Liga zuständige DFB-Vizepräsident Peter Frymuth zeigt sich erfreut: „Wir sehen als DFB natürlich auch ganz besonders die Interessen der 3. Liga. Die zweijährige Übergangslösung gibt der Arbeitsgruppe die Zeit, eine mehrheitsfähige Lösung zu entwickeln. Wir sind uns einig, dass am Ende des Prozesses die Zielsetzung angestrebt werden muss, dass für die vier Absteiger eine direkte Möglichkeit des Wiederaufstiegs besteht. Zudem sieht der Antrag vor, dass sich das DFB-Präsidium mit den von Seiten der Drittligisten vorgetragenen Maßnahmen zur Stärkung der 3. Liga befasst.“

Foto: KBS-Picture

Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.