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Oberliga Hamburg

Remis an der AJK: Altona verschenkt Matchball

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Der Altonaer Fußball-Club hat den Matchball zur Meisterschaft in der Oberliga Hamburg nach Dassendorf geschickt. Am Mittwochabend kamen die Algan-Bengel nicht über ein 1:1-Remis gegen den Niendorfer TSV hinaus. Der Fokus steht beim AFC nun auf Pokal und Regio-Aufstiegsrunde.

Glückliche Niendorfer bejubeln den schönen Führungstreffer durch Kevin Trenel. Foto: Heiden

Glückliche Niendorfer bejubeln den schönen Führungstreffer durch Kevin Trenel. Foto: Heiden

Es war ein bitterer Abend für den Altonaer Fußball-Club: Nicht nur dass die Gastgeber es verpassten drei Punkte auf Spitzenreiter Dassendorf gut zu machen, auch das Lazarett der Griegstraßler füllte sich weiter. Jakob Sachs musste nach nicht einmal zwanzig Minuten mit einer geschwollenen und blauen Achillessehne runter vom Feld. Sein Coach Berkan Algan ahnte da schon böses: „Langsam weiß ich auch nicht weiter. Jetzt fällt auch noch Jakob Sachs aus. Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll“, so der AFC-Coach nach der Partie. Merkbar ersatzgeschwächt starteten die Hausherren schwach in die erste Hälfte, gerade in der Offensive konnte der Oberliga-Zweite wenig Druck aufbauen. Die Gäste vom Sachsenweg nutzen nach einer guten halben Stunde, nachdem Kevin Trenel bereits kurz zuvor in AFC-Keeper Du Preez seinen Meister fand (24.), die Möglichkeit zur Führung. Erst wurde der Schuss von Felix Dieterich noch geblockt, den zweiten Ball nagelte eben genannter Trenel Ping-Pong artig unter die Latte. Erst nach dem Seitenwechsel bekamen die Gastgeber mehr Zugriff, erspielten sich auch gleich mehrere Torchancen. Und bereits die erste Möglichkeit führte, wenn auch etwas überraschend, zum Ausgleich. Ein Brisevac-Freistoß, den der 24-jährige bei den Trainerbänken ausführte, wurde länger und länger – schlug am langen Pfosten ein (51.). Die Algan-Bengel hatten Blut geleckt, wollten nachlegen.

Schöner Ausgleichstreffer durch AFC-Kicker Nick Brisevac: Ob der Ball so gewollt war? Foto: Heiden

Schöner Ausgleichstreffer durch AFC-Kicker Nick Brisevac: Ob der Ball so gewollt war? Foto: Heiden

Nach Rettstadt-Zuspiel vergab erst Brisevac freistehend fahrlässig vor Kindler, ehe sein Teamkollege Ricardo Balzis die Kugel nur an die Querlatte setzte. In der Folge schalteten die Gastgeber einen Gang zurück, Marc-Kemo Kranich feierte seine Rückkehr an die AJK. Der NTSV lauerte auf Konter, konnte aber keine seiner wenigen Chancen wirklich gut ausspielen. „Unsere jungen Spieler müssen im Moment liefern. Das war vor der Saison natürlich anders gedacht“, so Algan, der anfügte: „Es ist aktuell eine Heraus-forderung für uns, mit acht verletzten Spielern.“ Für Algan zählen ab sofort eher andere Dinge: „Dassendorf wird das jetzt nach Hause schauckeln. Aber wir wollen jetzt zumindest in die Relegation kommen und natürlich auch den Oddset-Pokal gewinnen.“ NTSV-Trainer Ali Farhadi lobte vor allem seine Jungspunde Dieterich und Utcke: „Ich bin froh, dass die beiden bei uns sind. Es ist im Sinne des Vereins, dass die Jungs die Chance in der Oberliga bekommen. Die Jungs sind einfach gut“, so Farhadi, der auch mit dem Spiel zufrieden war: „Das was wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, war Wahnsinn. Das hat richtig Spaß gemacht“, so der Deutsch-Iraner, der anfügte: „Dass Altona in der zweiten Halbzeit kommen würde, war klar. Der Schuss von Brisevac war natürlich gut gemacht. Aber am Ende war es für mich ein offener Schlagabtausch. Alles in allem ist es ein gerechts Unentschieden“, so Farhadi abschließend.

Fotos: Niklas Heiden

Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.