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Oberliga Hamburg

Farmsen: 2:2-Remis mit viel Gesprächsstoff

Johannes Kramer

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Lange ging es beim Spiel zwischen dem SC Condor und dem TSV Sasel um das Sportliche auf dem Feld. In den Schlussminuten erhitzen dann zwei Treffer „die man „geben kann, aber nicht muss“ die Gemüter. Letztlich trennten sich beide Teams leistungsgerecht mit einem 2:2-Unentschieden.

Am Berner Heerweg übernahm der spielstarke Aufsteiger schnell die Kontrolle. Condor geriet in der Anfangsphase mächtig ins Schwimmen. Yannis Büge versuchte es nach acht Minuten mit einer Direktabnahme aus gut zwanzig Metern, doch die Kugel flog knapp am Tor vorbei. Kurz darauf war Timo Adomat nach schönem Zusammenspiel mit Balat frei vor Condor-Keeper Kleinschmidt, doch traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz. In der Folge konnten sich die „Raubvögel“ etwas stabilisieren.

Torchancen waren fortan Mangelware. Kurz vor dem Seitenwechsel begann dann auch die Offensive der Hausherren, erste Akzente zu setzen. Nach einer Ecke zog Mellmann aus dem Rückraum ab, doch verfehlte das Saseler Gehäuse knapp. Direkt danach sollte Condor aber zur völlig überraschenden Führung kommen. Ein abgefälschter Schuss von Özalp landete vor den Füßen von Michael Blunck, der sicher zum 1:0 verwandelte (44.). Sasel zeigte sich nach dem Seitenwechsel aber gefasst. Geduldig suchte die Elf von Danny Zankl nach der entscheidenen Lücke. Trotzdem wäre der Woike-Truppe beinahe der Ausbau der Führung gelungen. Blunck umkurvte TSV-Schlussmann Tuffour, doch trieb dabei zu weit nach außen und bugsierte die Kugel über den Kasten. Im Gegenzug tauchte Sasel-Angreifer Enrik Nrecaj frei vor Kleinschmidt auf, scheiterte aber an dessen starker Fußabwehr. Der verdiente Ausgleich sollte trotzdem folgen. Nach einer Flanke legte Nico Zankl mustergültig auf den einlaufenden Adomat ab, der aus zehn Metern zentraler Position einschob (68.). Sasel spielte nun endgültig auf Sieg, doch ließ in Person von Adomat, Balat und Nrecaj mehrere Hochkaräter liegen. So sollte es wieder völlig aus dem Nichts zur Condor-Führung kommen. Blunck scheiterte zunächst frei vor dem Tor an Tuffour, doch Özalp eroberte foulwürdig das Leder zurück und bediente Mellmann, der aus 25 Metern wuchtig das 2:1 besorgte (78,).

Direkt im Gegenzug aber ertönte der Elfmeterpfiff zugunsten der Saseler. Nrecaj wurde im Strafraum an der Schulter gehalten und kam zu Fall. Eine sehr umstrittene Entscheidung, die Condor-Coach Woike vor Wut schäumen ließ. Bünyamin Balat trat an und verwandelte sicher zum Ausgleich, der auch den Endstand bedeuten sollte (81.). In der Nachspielzeit hatte Condors Körner nach einer Ecke noch die Chance zum Sieg, doch sein Schuss verfehlte das Tor um Zentimeter. „Dass ich mit dem Elfmeterpfiff nicht einverstanden bin, kann aus der Betroffenheit heraus, sicherlich auch mein Kollege nachvollziehen. Das Problem ist die Summe dieser Entscheidungen. Wenn man das Spiel nicht gewinnt, wirkt das natürlich immer blöd. Es sind jetzt aber neun Punkte, die wir durch Entscheidungen, die gegen uns gingen, verloren haben“, machte Woike seinem Unmut Luft. „Am Ende fielen zwei Tore, die beide nicht fallen dürfen. Ich glaube, wir werden am Strafraum klar gefoult. Dann macht Condor das 2:1 und wir kriegen im Gegenzug den Elfmeter. Nrecaj hat gesagt, dass er getroffen wurde. Ich würde sagen, beide Situationen sind Kann-Entscheidungen gewesen,“ kam ihm auch Danny Zankl entgegen. Der Sasel-Coach bedauerte aber dennoch, nur ein Remis geholt zu haben: „ Wir hätten einen Lucky Punch setzen können, aber wir leider kein wirklich gutes Spiel gemacht. Es war ordentlich, dann nehmen wir nur einen Punkt mit. Hätten wir ein paar Schippen draufgelegt, wäre ich mir sicher gewesen, dass wir einen Dreier mitgenommen hätten.“

Foto: KBS-Picture

Redakteur: Johannes studiert in Hamburg Sportjournalismus. Seit Frühjahr 2018 ist er bei Amateur Fussball Hamburg an Bord. Nebenbei schreibt er in Schleswig-Holstein und begleitet dort den SV Eichede und seinen Klub, den TSV Trittau.