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Oberliga Hamburg

Sasel dominiert Bramfeld: Zankl-Elf siegt deutlich mit 4:1

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Sasel, Bramfeld
Foto: Heiden

Deutlicher Auswärtssieg für den TSV Sasel beim Bramfelder SV! Die Zankl-Elf gewann am Freitagabend mit 4:1 an der Ellernreihe. Negativ-Höhepunkt waren dabei zahlreiche Schiri-Entscheidungen. BSV-Trainer Carsten Henning ärgerte sich mehr über die Leistung seines Teams.

„Ich kann es mir nicht erklären. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, versuchte Bramfeld-Trainer Carsten Henning Worte dafür zu finden, was er in den 90 Minuten zuvor von seiner Mannschaft gesehen hatte. „Es war mehr als nur ein gebrauchter Tag für uns“, schob der BSV-Coach dann wortkarg hinterher. Nach zwei ordentlichen Spielen zum Start gegen Dassendorf und Concordia bekam der Bramfelder SV am Freitagabend im Nachholspiel gegen den TSV Sasel deutlich die Grenzen aufgezeigt, jedem meldete sich das Zankl-Team zurück im Kampf um die Spitze in der Staffel 01. Schon früh ließen die Parkwegler wenig Zweifel daran aufkommen, dass sie nicht als späterer Sieger vom Platz gehen werden. Während Lukas Lourkis nach katastrophalem Fehlpass von Prince Ackenhausen noch die erste Chance für Sasel liegen ließ (6.), sollte es danach kurios werden. Im Zentrum: Schiedsrichter Johannes Meyer-Lindenberg, der mit seinem gesamten Gespann ebenfalls einen gebrauchten Tag erwischte, jedenfalls im ersten Abschnitt. Auf der rechten Außenbahn kamen Maximilian Grünberg und Prince Ackenhausen in den Zweikampf, der Saseler wurde gefoult und konnte den Ball trotzdem in die Mitte spielen. Deran Toksöz nagelte den Ball rein – doch der Treffer zählte nicht. Meyer-Lindenberg hatte die Szene viel zu überhastet abgepfiffen und keinen Vorteil laufen lassen. Entsprechend fassungslos zeigte sich Sasel-Coach Danny Zankl an der Seitenlinie und teilte dies auch lautstark mit (16.). Es sollte nicht die letzte krasse Fehlentscheidung des Unparteiischen bleiben, der gänzlich in der Partie keine gute Figur abgab.

Lukas Kourkis, Jonas Kastl

Lukas Kourkis, im Zweikampf mit Jonas Kastl, erzielte die Führung für Sasel. Foto: Heiden

Gerken erzielt Traumtor – Referee mit Fehlentscheidungen

Kurz darauf durften die Saseler dann aber doch jubeln. Tolga Celikten brachte die Murmel von links in die Box, ein erster Versuch wurde noch geklärt und beim zweiten Ball stand Lukas Kourkis goldrichtig und drückte die Murmel über die Linie (21.). Und keine 120 Sekunden später jubelten die Parkwegler erneut. Diesmal kam die Zankl-Elf über rechts durch, Grünberg schlug die Kugel auf den ersten Pfosten und dort schepperte Nick Gerken per Fallrückzieher den Ball ins Netz (23.). Ein absolutes Traumtor und aus der Kategorie „Tor des Monats“, doch Sasel und Gerken mussten um das Tor zittern. Denn: Meyer-Lindenberg hatte nicht gesehen, ob der Ball auch mit vollem Umfang hinter der Linie war und eilte trotz deutlicher Anzeige seines Assistenten nochmal an die Seitenlinie, um den Fall zu besprechen. Am Ende gab der Referee aber das Tor. Von der Henning-Elf war in dieser Phase überhaupt gar nichts zu sehen, stattdessen hätte Sasel durchaus weiter erhöhen können. Toksöz brachte den Ball in die Mitte, dort klärte Sebastian Kalk erst gegen Kourkis und dann gegen Nick Gerken. Eine echte Doppel-Glanzparade (29.). Und keine 60 Sekunden später zeichnete sich Kalk ein weiteres Mal aus, fischte einen Toksöz-Schuss aus dem linken oberen Kreuzeck (30.). Aus dem Nichts wurde es dann auf der Gegenseite gefährlich, direkt im Gegenzug. Robin Polzin wurde links freigespielt, schlug den Ball an den Fünfmeterraum und dort semmelte Martin Werner die Kugel acht Meter über die Querlatte (32.). Es sollte die einzige echte BSV-Chance im ersten Abschnitt bleiben, stattdessen war es erneut Kourkis, der das nun längst überfällige 3:0 für Sasel verpasste (39.). Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es erneut kurios.

Tolga Celikten

Tolga Celikten (r.) setzte den Schlusspunkt aus Sasel-Sicht mit dem zwischenzeitlichen 4:0. Foto: Heiden

BSV-Coach Henning nach Abpfiff sprachlos – Zankl zufrieden

Im Blickpunkt war wieder Referee Meyer-Lindenberg, der zwar ein leichtes Zupfen im Strafraum an Kourkis richtig ahndete, dass wenn auch unbeabsichtigte Foul von Toksöz vorher aber ignorierte. Und so hieß es Strafstoß für die Zankl-Elf, den Toksöz zum 3:0 verwandelte (45.). Es war der Negativ-Höhepunkt einer gruseligen Schiedsrichter-Leistung. Und quasi mit dem Pausenpfiff hätte Sasel dann sogar fast noch einmal nachgelegt, doch Kalk rettete erneut gegen Gerken (45.+3). Der zweite Durchgang war dann im Grunde schnell erzählt. Sasel verwaltete die Führung, erzielte sogar noch eine Viertelstunde nach Wiederbeginn das 4:0 durch Tolga Celikten (59.) und hatte weitere Chancen, das Ergebnis noch höher zu schrauben (56.). Als die Zankl-Elf dann zwei Gänge zurückschaltete, kam der BSV noch zu seinem Ehrentreffer durch den eingewechselten Raoul Bouveron (72.) und hätte kurz darauf in Person von Chris Pfeifer sogar noch einen weiteren Treffer erzielen können, doch da hatte Sasel-Torwart Todd Tuffour etwas dagegen (77.). Zu allem Überfluss flog bei den Hausherren zudem noch Justin Sadownik nach einem unnötigen Foulspiel mit der Ampelkarte vom Feld (68.). „Wir haben in keiner Phase des Spiels Zugriff gehabt, haben Sasel alles überlassen. Wir können uns noch bei Sebastian Kalk ausgegangen, dass es nicht höher ausgegangen ist. Wir sind gut beraten, dieses Spiel so schnell wie möglich abzuhaken“, so Henning im Anschluss und ergänzte: „Es hat an allem gefehlt. An Kommunikation, an Zweikampfstärke, an Laufbereitschaft, am Spielerischen – einfach alles. Wir hatten eigentlich eine normale Woche, wollten eigentlich an die beiden positiven Spiele anknüpfen. Das war unser Ziel. Wir wollten Sasel mit Aggressivität im Zentrum entgegenwirken und das haben wir in gar keinem Mannschaftsteil gepackt.“

Zufrieden mit der Leistung seines Teams zeigte sich hingegen Sasel-Coach Danny Zankl: „Ich habe es oft genug betont unter der Woche, dass wir einfach nur drei Punkte holen wollten. Von daher kann ich den Jungs nun nicht vorwerfen, dass sie nur drei Punkte geholt haben, auch wenn es in der zweiten Halbzeit nicht mehr so zielstrebig waren“, leitete Zankl ein und fügte an: „Die erste Halbzeit war super, wir haben jede Chance auf das Tor geschossen. Bramfeld hatte wenig Zugriff. Wir haben ja sogar noch ein Tor mehr gemacht und hatten weitere Dinger, die wir machen müssen. 3:0 zur Halbzeit hört sich immer gut an, aber Bramfeld ist schonmal nach so einem Rückstand zurückgekommen. Für uns war das gute, dass Bramfeld nicht in das Angriffspressing gekommen ist. Somit haben wir das Spiel in der ersten Halbzeit gewonnen und haben das dann runtergespielt“, so Zankl weiter, der abschließend ergänzte: „Wir werden natürlich noch über ein paar Sachen sprechen, aber ich werde den Finger jetzt nicht in die Wunde legen. Bramfeld war fast nie im Strafraum, zudem hatten wir immer Lösungen und haben jeden Ball geholt.“

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 22-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.