Dienstag, 20. November 2018
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Stier „stolz“: BU schlägt Curslack mit 3:0

Souveräner Heimerfolg für den HSV Barmbek-Uhlenhorst! Das Bollwerk der Gäste vom SV Curslack-Neuengamme hält für eine Halbzeit, dann macht BU die Partie klar. Ein verdientes 3:0 nach 90 Minuten. SVCN-Trainer Matthias Wulff zeigt sich einsichtig, BU-Coach Marco Stier sogar „stolz“.

An der Dieselstraße übernahmen die Hausherren sofort das Heft des Handelns. Oft ging es dabei über die linke Außenbahn, wo auf Seiten der Gäste Til Witmütz verteidigte. Der 19-Jährige, der vorzugsweise eigentlich im zentralen Mittelfeld eingesetzt wird, hatte in den Anfangsminuten noch sichtlich Probleme mit seiner neuen Rolle. So kam er nach fünf Minuten gegen Fatih Umurhan zu spät. Der BU-Akteur fiel zu Boden, die Pfeife von Schiedsrichter Ehrenfort blieb aber stumm. Glück für Curslack! „Wir haben das in der ersten Halbzeit nicht immer hundertprozentig hinbekommen, über die Außen dichtzumachen. Bei Diagonalbällen sind wir da hin und wieder ein bisschen anfälliger gewesen“, analysierte Trainer Matthias Wulff. Wenig später setzte Ian Prescott Claus zu einem Dribbling an an. Der US-Amerikaner ließ vier SVCN-Verteidiger stehen, blieb vor der Strafraumlinie aber an Kutay Keklikci hängen. Die Gäste, die heute auf Abwehrchef Marvin Schalitz (Bänderdehnung) verzichten mussten, stabilisierten sich in der Folge. Ausgehend vom eigenen Keeper Gianluca Babuschkin kombinierte sich das Team mustergültig nach vorne, ehe Jonas Buck im BU-Sechzehner die Situation nicht sauber zu Ende spielte. Kurz darauf kam es zur besten Möglichkeit im ersten Abschnitt. Tim Jeske verarbeitete einen langen Ball gut mit der Brust. Der BU-Stürmer setzte sich gegen Curslack-Verteidiger Sebastian Spiewak durch, scheiterte dann aber am aufmerksamen Babuschkin. Ähnlich gefährlich wurde es nochmal kurz vor dem Halbzeitpfiff. Louis Mandel bediente Claus, der bedrängt von Witmütz aber komplett verzog. Leichte Vorteile für BU, doch ein insgesamt maues 0:0 zur Pause. Der zweite Durchgang begann dann vergleichbar mit dem Ersten.

Erneut kam es zu einer diskussionswürdigen Situation im Curslack-Strafraum. Diesmal zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt, SVCN-Kapitän Papke sah zudem die gelbe Karte. „Das war ein klarer Elfmeter. Der Spieler hat unseren die ganze Zeit an der Hose gezogen. Er konnte deshalb nicht schießen“, erklärte BU-Trainer Marco Stier. Louis Mandel trat an und gab sich keine Blöße. Der Mittelfeldmann schob ins rechte Eck. Babuschkin hatte sich für die linke Seite entschieden (58.). Die Führung – ein Brustlöser für BU. Die dominanten Hausherren gaben weiter den Ton an. Nach gutem Zuspiel von Abdel Hathat lief Chris Pfeifer frei aufs Tor zu und vollendete aus spitzem Winkel (68.). Die Gäste leisteten nur noch wenig Gegenwehr. Von der Mittellinie aus spurtete Claus Richtung Grundlinie, legte dann auf den mitgelaufenen Umurhan. Babuschkin wehrte noch zur Ecke ab. Aus dieser sollte dann aber der dritte Treffer resultieren. Ronny Buchholz nickte nur Entscheidung ein (76.). Die Gäste von der Elbe konnten sich bei ihrem Schlussmann bedanken, dass es letztlich nicht noch dicker kam. „Ein verdienter Sieg für BU. Ich denke, die Geschichte ist relativ schnell erzählt. Ich fand, dass wir in der ersten Halbzeit und zu Beginn der zweiten Hälfte einigermaßen vernünftig mitgespielt haben. Nach dem 1:0 für BU hat man dann gesehen, dass wir heute nicht in der Lage waren, uns dagegen zu stemmen. Nach dem 2:0 war die Begegnung dann gegessen“, musste Matthias Wulff eingestehen. „Wir haben eine souveräne Leistung gezeigt. Curslack hat in der ersten Halbzeit den Laden dicht gemacht. Das war schwierig, aber wir haben uns gut darauf eingestellt. Die Tore waren sehr schön herausgespielt. Ich bin stolz auf die Jungs“, freute sich Stier.

Foto (Archivbild): KBS-Picture

Über Johannes Kramer

Johannes Kramer
Redakteur: Johannes studiert in Hamburg Sportjournalismus. Seit Frühjahr 2018 ist er bei Amateur Fussball Hamburg an Bord. Nebenbei schreibt er in Schleswig-Holstein und begleitet dort den SV Eichede und seinen Klub, den TSV Trittau.