Montag, 22. Juli 2019
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Stuhlmacher: „Das Gesicht will ich nicht wieder sehen!“

Der FC Türkiye lässt beim Liga-Konkurrenten Niendorfer TSV am Samstagmittag zwei Punkte liegen. Trotz einer 1:0-Führung und einigen Großchancen schaffen es die Wilhelmsburger nicht und mussten am Ende die Punkte teilen. FC-Coach Matthias Stuhlmacher war anschließend natürlich „not amused“ und fand klare Worte zur Leistung seiner Schützlinge.

Umut Kocin brachte seine Farben früh in Führung. Foto: Mundt
Umut Kocin brachte seine Farben früh in Führung. Foto: Mundt

Die Partie am Sachsenweg begann mit einem Paukenschlag: Bereits nach sieben Minuten zappelte das Leder zum ersten Mal im Netz. Simon Windhoff brachte einen FC-Kicker zu Fall und Referee Adrian Höhns gab einen durchaus aussichtsreichen Freistoß für die Wilhelmsburger. Umut Kocin trat an und versenkte den Ball zur Führung in den Maschen. Und nur zehn Zeigerumdrehungen später hätten die Stuhlmacher-Schützlinge auf 2:0 erhöhen können, doch Alexander Pohlmann scheiterte vom rechten Fünfmeterraumeck, nach einem schönen Zuspiel von Cem Cetinkaya, an NTSV-Keeper Marcel Kindler. Und Türkiye legte nach: Cetinkaya mit der Flanke von der rechten Außenbahn und Umut Kocin legte das Spielgerät mit der Brust zu seinem Teamkollegen Haisem Mohssen ablegte. Doch Marcel Kindler konnte den Flachschuss des 30-jährigen noch vor der Linie wegfischen (21.). Die Farhadi-Elf schien sich für den zweiten Abschnitt deutlich mehr vorgenommen zu haben und erhöhte die Schlagzahl.

Bewahrte seine Vorderleute gleich mehrfach zur dem frühzeitigen Ende. Foto: Mundt
Bewahrte seine Vorderleute gleich mehrfach vor dem frühzeitigen Ende. Foto: Mundt

Jan Rückhold brachte den Ball nach 57 Minuten flach auf den ersten Pfosten, wo Tobias Braun den Ball nur knapp vor Furkan Aydin klärte. Und der NTSV machte weiter: Simon Windhoff eroberte im Mittelfeld das Leder und setzte zu einem schönen Sololauf an, den der 19-jährige allerdings nicht veredeln konnte und das Spielgerät knapp am linken Pfosten vorbei setzte (62). Erst  „vier Minuten vor Ultimo gelang der Farhadi-Truppe der inzwischen verdiente Ausgleich. Furkan Aydin setzte Ebenezer Utz perfekt in Szene und dieser haute das Spielgerät an Freund und Feind vorbei in die Maschen und sicherte sich und seinem Team damit ein Pünktchen zum Weihnachtsfest. Die Partie war allerdings kaum beendet, das setzte Niendorfs Serhat Yapici zu einem kleinen verbalen Ausraster an:

Furkan Aydin im Kampf um das Spielgerät mit Mekan Barlak. Foto: Mundt
Furkan Aydin im Kampf um das Spielgerät mit Mekan Barlak. Foto: Mundt

„Das kann doch wohl nicht sein! Die jungen Spieler heulen immer gleich rum, wenn man mal rummeckert“, so der Mittelfeld-Akteur des NTSV. Sein Coach Ali Farhadi beruhigte die Situation und erklärte anschließend: „Das mit den jungen Spielern ist hier irgendwann mal hereingetragen worden“, so der NTSV-Coach. „Das sind alles coole Typen und starke Charaktere. Hinzu kommt, dass es auch noch gute Fußballer sind. Die Führungsspieler sind dann in der Verpflichtung, genau diese Jungs weiter zu bringen und wenn das nicht so fruchtet, dann sind die verständlicher Weise auch mal sauer“, so der 41-jährige, der mit der sonstigen Leistung seiner Truppe zufrieden war: „Mit einem Punkt sind wir definitiv zufrieden. Wir sind aktuell einfach nicht in der Lage das Pensum einzugehen, was wir in unseren guten Spielen haben“,  gab Farhadi nach dem Match am Sachsenweg zu Protokoll.

Konnte mit der Leistung in der zweiten Halbzeit nicht zufreiden sein: Matthias Stuhlmacher. Foto: Mundt
Konnte mit der Leistung in der zweiten Halbzeit nicht zufreiden sein: Matthias Stuhlmacher. Foto: Mundt

FC-Trainer Matthias Stuhlmacher war, aufgrund der Leistung seiner Schützlinge im zweiten Abschnitt, „not amused“: „Das waren heute zwei völlig verschiedene Halbzeiten. Wir entscheiden fast immer selber, wie das Spiel ausgeht und heute haben wir uns dazu entschieden, dass wir Unentschieden spielen wollen. Wir haben uns durch Nicklichkeiten aus der Spur bringen lassen und selber aus der Spur gebracht“, so Stuhlmacher, der anfügt: „In der zweiten Halbzeit haben wir keinen konstruktiven Fußball mehr gespielt und nur noch versucht die Bälle lang und weit rauszuhauen. Das hat uns aus der Konzentration gebracht. Und dann fällt zwangsläufig, wenn man seine eigenen Chancen nicht nutzt, der Ausgleich“, erklärte der 46-jährige. „Wir haben einfach ein Gesicht gezeigt, was ich nicht kenne und auch nicht wieder sehen will“, kommentierte Stuhlmacher abschließend.

Foto: Lars Mundt (Smart Art)

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Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.