Samstag, 20. April 2019
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They did it again: Osdorf bezwingt BU mit 4:2

Zweiter Sieg innerhalb von nur sehr kurzer Zeit: Der TuS Osdorf avanciert zum Angstgegner für den HSV Barmbek-Uhlenhorst. Vor rund 300 Fans besiegten die Wiehle-Schützlinge die Dieselstraßler mit 4:2. BU ließ erneut viele Chancen kläglich liegen. Die TuS hingegen fing sogar an zu zaubern.

Die Party nach dem Einzug ins Oddset-Pokalhalbfinale bei der TuS Osdorf war groß. Mit 2:1 und durch einen späten Treffer von Prince Hüttner zogen die Wiehle-Kicker gegen HSV Barmbek-Uhlenhorst in die nächste Runde ein. Nun, eine Woche später, konnten die Blomkampler dieses Ergebnis bestätigen. Aber der Reihe nach. Die Gäste von der Dieselstraße kamen besser ins Spiel und hatten auch die besseren Möglichkeiten. Ronny Buchholz schickte Narek Abrahamyan auf die Reise, der freie Bahn hatte und den Ball dann über TuS-Keeper Sascha Imbusch lupfen wollte. Doch der Schlussmann stand gut und konnte parieren (3.). BU blieb in der Folge zwar das bessere Team, oftmals fehlte aber der letzte Pass im letzten Drittel. Und Osdorf? Erzielte mit der ersten eigenen Chance gleich die Führung. Jan Collet schickte über den rechten Flügel Prince Hüttner auf die Reise, der wiederum von der Grundlinie nur noch quer legen muss. Dort stand Samuel Amoah parat und musste nur noch seinen Fuß hinhalten (12.). Die tatsächlich überraschende Führung für die Gastgeber, die nach einer guten halben Stunde und weiteren schlecht zu Ende gespielten BU-Angriffen sogar das 2:0 nachlegten. Felix Spranger brachte einen Freistoß in den BU-Strafraum, der zwei Mal vor die Füße von Jan Collet abgewehrt wurde. Beim zweiten Versuch ließ sich der TuS-Kicker den Treffer nicht mehr nehmen und donneret die Pille mit voller Wucht in die Maschen (32.). Und die Stier-Elf hatte kurz vor dem Pausentee sogar noch Glück, dass es zur Halbzeit nur 0:2 stand. Denn: Mehmet Eren zirkelte einen Eckball ganz frech auf den ersten Pfosten und Oliver Gaedtke hatte große Probleme, den Ball zu halten. Ronny Bucholz drosch die Murmel spät aus der Gefahrenzone (38.).

Der zweite Durchgang gehörte dann erneut zuerst den Gästen aus Barmbek. Gleich doppelt musste Sascha Imbusch in höchster Not retten. Erst klärte der 37-Jährige zwei Schüsse zur Seite weg, dann musste Felix Schlumbohm auf der Linie ran (57.). Mit vereinten Kräften stellte sich die TuS gegen den Anschlusstreffer – und wurde in der Offensive, mit ordentlicher Hilfe, belohnt. Felix Spranger zirkelte einen Eckball, wie schon Mehmet Eren, scharf auf den ersten Pfosten. Diesmal war Gaedtke nicht da und die Kugel zappelte im Netz (62.). Die bittere Pille für BU, die sich dennoch nicht aufgaben – trotz der nächsten Panne. Maximilian Wesling haute bei einem Zweikampf Janis Korczanowski in der eigenen Box um und Referee Björn Lassen zeigte zurecht auf den Punkt. Narek Abrahamyan legte sich die Pille zurecht und scheiterte an Imbusch (73.). BU steckte dennoch nicht auf und traf nur eine Minute später endlich. Erst vollstreckte Hathat aus spitzem Winkel zum 1:3 (74.), dann netzte Korczanowski zum Anschluss ein (84.). Am Ende war es aber der eingewechselte Nico Kukuk, der spät den 4:2-Endstand mit einem sehenswerten Heber herstellte (90.+1). „Bei allem Respekt, den ich vor Osdorf und Piet Wiehle habe. Aber die wissen selbst nicht, wie sie gegen uns gewonnen haben. Sie haben, wenn überhaupt, zwei Mal echt aufs Tor geschossen und machen vier Treffer“, ärgerte sich BU-Trainer Marco Stier und fügte an: „Wir hauen uns die Dinger wieder selbst rein. Wir dominieren das Spiel, haben einen Haufen an Chancen, aber der Fußballgott ist in dieser Saison einfach nicht auf unserer Seite. Hinten scheppert es bei uns sofort.“ TuS-Boss Piet Wiehle entgegnete: „Wenn einer sagt, wir spielen keinen Fußball, der hat nicht hingeguckt.“

Foto (Archivbild): Heiden

Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.