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Oberliga Hamburg

Trochowski veredelt HSV III-Debüt – Obloch fliegt

Niklas Heiden

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Foto: KBS-Picture

Perfekter Einstand im ersten Spiel nach der Profi-Karriere: Piotr Trochowski veredelte beim 3:1 des Hamburger SV III am Freitagabend beim TuS Osdorf den Sieg. In der Schlussminute netzte der 35-Jährige zur Entscheidung ein. Osdorf-Trainer Philipp Obloch hingegen flog vom Spielfeld.

Diese Geschichte hätte man kaum besser schreiben können: In der 71. Minute wechselte HSV III-Trainer Christian Rahn den ehemaligen Nationalspieler Piotr Trochowski beim Stand von 2:1 für die Rothosen sein. Zwanzig Minuten später netzte eben ausgerechnet Trochowski zum 3:1 ein und machte damit den Deckel drauf, den Auswärtssieg in Osdorf klar. „Das war ein guter Einstand, auch wenn der Oberschenkel zu gemacht hat. Man merkt, dass man nicht mehr der Jüngste ist. Jetzt muss ich erstmal pausieren“, grinste Trochowski nach Spielende. Dabei war der Weg zum Dreier für die Rahn-Equipe eine ganz harte Nuss. Denn: Die Gastgeber aus Osdorf gingen in Führung. Nico Kukuk eroberte an der Mittellinie den Ball von Marrone und dann ging es ganz schnell. Der Pass in die Tiefe fand Daniel Tönges, der vor Tino Dehmelt eiskalt blieb und mit links in die rechte Ecke einschob (31.). Doch die Führung der Hausherren sollte nicht lange Bestand haben. Keine 120 Sekunden später zappelte der Ball nämlich schon im Netz der TuS. . Nachdem ein Osdorfer und ein HSVer mit den Köpfen gegeneinander knallten, ging das Spiel über rechts und Dominik Jordan weiter, der die Murmel scharf in den Fünfer schoss. Dort grätschte Robin Schmidt das Leder dann unglücklich ins eigene Netz (33.). Die Uhren waren somit auf null gesetzt.

Die Szene, die Obloch auf die Palme brachte: Amoah wird von Dehmelt abgeräumt. Foto: KBS-Picture

Yilmaz agiert kleinlich – Obloch fliegt vom Platz

Doch die folgenden Szenen sollten nicht ohne Folgen bleiben. Erst äußerte Osdorf-Trainer Philipp Obloch seinen Unmut, dass der Zusammenprall nicht abgepfiffen wurde, dann verweigerte Referee Murat Yilmaz den Gastgeber im direkten Gegenzug einen recht eindeutigen Elfmeter, nachdem Dehmelt Samuel Amoah kurz hinter der Strafraumkante abgeräumt hatte (35.). Für lauteres Ärgern über die Entscheidung sah Obloch dann erst Gelb und direkt anschließend die Ampelkarte – eine sehr kleinliche Regelaußlegung. Später, bei einer Reklamation von Dominik Jordan, sollte es für ein ähnliches Vergehen nämlich nur Gelb geben. Nachdem sich die Gemüter beruhigten, ging es mit dem 1:1-Remis zurück in die Kabinen. Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten dann die Gäste. Jordan bereitete den Treffer sensationell stark mit einem tollen Solo im Strafraum vor und legte dann auf den zweiten Pfosten quer. Dort musste Sepehr Nikroo den Ball nur noch einschieben – 2:1 für den HSV (55.). Das Ende des Spiels ist bekannt, hätte aber auch eine andere Wendung nehmen können, wäre der Schuss von Nico Kukuk nicht gegen den Pfosten gesprungen (62.). Es blieb die beste TuS-Chance in Halbzeit zwei.

Piotr Trochowski (re.) im Zweikampf mit Osdorfs Mehmet Eren. Foto: KBS-Picture

„Meinen Einstand gab es, Alkohol ist ja jetzt erlaubt“

Gefragtester Mann nach Spielende war dann natürlich Trochowski, der zu seinem Tor sagte: „Das kann ich. Das habe ich 20 Jahre nur gemacht. Den einen oder anderen, der mir vor die Füße fällt, der geht auch rein“, so der 35-Jährige, der ergänzte: „Ich bin in Hamburg aufgewachsen und habe auf Grand angefangen. Es ist schön, wieder in den Hamburger Fußball zurück zu kehren. Da schließt sich ein Kreis.“ Eine höhere Belastung ist aktuell aber noch nicht angedacht. Der Deutsch-Pole: „Zu mehr, das gibt der Körper einfach nicht her. Die meisten Jungs sind jünger und können noch laufen.“ Seinen Einstand hat „Troche“ bei der „Dritten“ aber schon gefeiert, wie der Ex-Profi verriet: „Da gab es Pizza und ein bisschen Alkohol – das ist ja jetzt erlaubt. Die Jungs sind super und es macht mir viel Spaß.“ Sein Trainer Christian Rahn bilanzierte nach Abpfiff: „Wir wissen, dass es bei Osdorf sehr schwer ist. Das ist schon ein kleiner Hexenkessel, es waren ja auch ein paar Zuschauer da. Aber fußballerisch muss da noch eine Schippe draufgelegt werden“, so Rahn. Sein Gegenüber, Osdorf-Coach Philipp Obloch, ärgerte sich über seinen Platzverweis. „Das war es nicht viel. Bei dem Elfer kann man da ja mal reklamieren. Ich hab ihm nur gesagt, dass er nicht das Spiel entscheiden soll“, so Obloch, der zur Thematik ergänzte: „Ich finde es grundsätzlich nicht schlecht, wenn weniger Reklamiert wird. Aber man hat die Möglichkeit, miteinander zu reden. Das hat mir in diesem Fall gefehlt. Der Schiri sitzt da leider am längeren Hebel.“

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.