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Regionalliga Nord

Trotz Elfer-Chaos: Lüneburg köpft EN zum T05-Dreier

Niklas Heiden

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Foto: KBS-Picture

Zur Spitzengruppe aufgeschlossen! Vor 315 Fans sicherte sich der FC Eintracht Norderstedt gegen Teutonia 05 einen Derby-Dreier. Mit 2:1 gewann die Martens-Elf an der Hoheluft. Erneut netzte Jan Lüneburg, wie schon im Lotto-Pokal, per Kopf zum entscheidenden Treffer ein.

Mit drei ehemaligen Norderstedtern in der Startelf startete Teutonia 05 in das Heimspiel gegen die Eintracht aus Garstedt. Nick Brisevac, Marcus Coffie und Sinisa Veselinovic trugen allesamt schon das Eintracht-Trikot, trafen damit auf die alten Teamkollegen. Die Anfangsphase gehörte zunächst den Hausherren, wie den Ball in den eigenen Reihen hielten. Die erste Gelegenheit des Spiels verzeichneten dementsprechend ebenfalls die Hollerieth-Kicker. Dino Fazlic war es nach acht Minuten, der die Kugel einen knappen halben Meter links neben den Kasten setzte (8.). Und die Eintracht? Nutzte die erste wirkliche Chance gleich zur Führung. Yannick Zummack segelte unter einem Eckball hindurch, am zweiten Pfosten wollte Tino Schulze den Ball klären und haute dabei voll gegen Johann von Knebel. Referee Jarno Wienefeld zeigte sofort auf den Punkt (12.). Dann wurde es kurios an der Hoheluft. Evans Nyarko schnappte sich das Leder, verzögerte lange und scheiterte an Zummack, der die Ecke ahnte (13.). Doch der Strafstoß wurde wiederholt, da Abdel Hathat deutlich zu früh in den Sechzehner gelaufen war. Beim zweiten Versuch entschied sich Nyarko für die rechte untere Ecke und brachte die Eintracht so in Front (14.). Die Hausherren blieben zwar in der Folge das spielbestimmende Team, die Chancen hatten aber weiter die Gäste aus Garstedt. Alex Rajao da Cuhna flankte die Kugel von der rechten Außenbahn in den Fünfmeterraum, dort schraubte sich Jan Lüneburg in die Luft und setzte seinen Kopfball nur um Haaresbreite über den Querbalken (22.). Auf der Gegenseite versuchte es Abdel Hathat mal mit einem Schuss aus der zweiten Reihe, setzte seinen Abschluss aber deutlich über das Tor. Auf der Gegenseite wurde es kurz darauf erneut brenzlig. Ähnlich wie schon in der Vorwoche gegen die U23 des FC St. Pauli versuche Davidson Eden seinen Gegenspieler, diesmal war es Nick Gutmann, im Strafraum mit einer Grätsche zu stoppen. Dieser stoppte Eden das Leder mit seinem Arm, wieder gab es einen Strafstoß.

Den ersten Strafstoß musste Yannick Zummack vorbei fliegen lassen, hier hält der Keeper den zweiten Elfmeter. Foto: KBS-Picture

Zummack rettet zweiten Elfer – Coffie nickt zum Ausgleich ein

Diesmal schnappte sich Nils Brüning die Kugel und scheiterte an Yannick Zummack, der die Pille aus der linken unteren Ecke fischte (34.). Und noch vor dem Pausentee schlugen die Hausherren dann zurück. Nachdem Jan Lüneburg einen Konter unterband, bekam T05 einen Freistoß zugesprochen. Nick Brisevac brachte die Kugel aus dem rechten Halbfeld in die Box, Marcus Coffie entwischte seinen Gegenspielern und nickte die Murmel in die lange Ecke ein. Keine Abwehrchance für Stefan Rakocevic (45.). Nach dem Seitenwechsel brauchte die Partie knappe zehn Minuten, ehe sie erneut fahrt aufnahm. Nachdem Marcus Coffie im ersten Moment noch gegen Nick Gutmann rettete, erzielte Norderstedt nach der folgenden Ecke die erneute Führung. Jan Lüneburg machte es deutlich besser als noch im ersten Abschnitt und nickte einen Koch-Eckball in die lange Ecke ein (54.). Und die Eintracht hatte jetzt die Möglichkeiten, nachzulegen. Johann von Knebel flankt von rechts, Nils Brüning hielt den Ball an der Grundlinie im Spiel und köpfte in den Rückraum zu Yannik Nuxoll. Dieser geriet im letzten Moment noch in Bedrängnis und nickte den Ball nur gegen die Latte (63.). Die Chance auf die Vorentscheidung vertan. Gleiches galt auch für Johann von Knebel, dessen Abschluss im letzten Moment noch von Fabian Istefo geblockt wurde (73.). In den Schlussminuten warfen die Hausherren wenig überraschen noch einmal alles nach vorne, blieben wir dem Kasten aber meistens nicht zwingend genug. So konnte die Eintracht am Ende den knappen Sieg über die Zeit retten. EN meldete sich somit endgültig in der Regio-Spitzengruppe zurück.

Johann von Knebel (re.) im Duell um den Ball mit Teutonias Abdel Hathat. Foto: KBS-Picture

Stress nach Spielende im Kreis – „Lüne“: „Das Tor war ähnlich“

Nach Abpfiff kochten die Emotionen allerdings noch einmal hoch. Im Blickpunkt: Ex-Norderstedter Nick Brisevac, der sich ein verbales Duell mit seinen ehemaligen Kollegen lieferte. „Ich habe nur gesehen, dass der Keeper auf Hamo los wollte. Daraufhin bin ich dazwischen gegangen. Es sind ein paar Bemerkungen gefallen, aber es ist keine Hand ausgerutscht“, schilderte EN-Trainer Jens Martens die Szene und ergänzte zum Spiel: „Es war ein sehr interessantes und zum Schluss auch hektisches Derby. Aber das war auch nicht anders zu erwarten. Wenn das nicht der Fall gewesen wäre, hätte auch etwas gefehlt. Wir haben verdient gewonnen.“ Zudem fügte Martens an: „Wir haben es in der ersten Halbzeit versäumt, uns frühzeitig klar in Führung zu bringen. Und in der zweiten Halbzeit haben wir beim Stand von 2:1 drei Dinger. Wenn wir da cleverer werden, kommt es nicht zu dieser hektischen Schlussphase“, so Martens weiter. Der goldene Torschütze Jan Lüneburg, der ähnlich wie im Pokal gegen T05 traf, bilanzierte: „Das Tor war sehr ähnlich, nur der Zeitpunkt war etwas anders. Wir haben es uns ein bisschen selbst schwer gemacht. In der ersten Halbzeit war Teutonia sehr stark. Nichtsdestotrotz führen wir 3:1, wenn wir unsere Chancen nutzen“, so Lüneburg. T05-Coach Achim Hollerieth eilte nach Spielende aus dem Stadion, war zu keinem Statement mehr erreichbar. Dafür stellte sich Co-Trainer Jan Philipp Rose. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, wurden dafür nur leider nicht belohnt. Letztlich haben ein Elfmeter und ein weiterer Standard zur Niederlage geführt. Das ist ärgerlich, weil wir nicht schlechter als Norderstedt waren. Wir haben die Chancen nur nicht gemacht“, so Rose, der anfügte: „Man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat super gespielt und gekämpft.“ Zur Brisevac-Szene fügte Rose weiter an: „Ich glaube, es wurde irgendwas gesagt. Das werden wir intern besprechen, was da wirklich los war. Aber es gehören Emotionen dazu und nach dem Spiel ist das vergessen.“

Update – 18.12 Uhr: Brisevac teilte gegenüber AFH im Nachgang des Spiels mit, er habe die „Sitaution schlichten wollen“. Diese Information erreichte die Redaktion erst nach der Text-Veröffentlichtung.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.