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Regionalliga Nord

U23: St. Pauli ändert Umgang mit Profi-Leihgaben

Niklas Heiden

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Foto: KBS-Picture

An den ersten Spieltagen der neuen Regionalliga Nord-Saison musste die U23 des FC Sankt Pauli ohne Leihgaben von den Profis klarkommen. Grund dafür waren die Corona-Tests, die bei den Profis Pflicht sind. Nun fand bei den Kiezkickern in dieser Frage allerdings ein Umdenken statt.

Die Corona-Pandemie hat bis heute große Auswirkungen auf den deutschen Profi-Fußball. Um mögliche Infektionsketten im Vorfeld bereits zu erkennen, müssen sich die Spieler mehrfach in der Woche auf das Corona-Virus testen lassen. Das betraf vor allem die Profi-Fußballer, hatte aber auch Auswirkungen auf den Rest des Vereins. Denn: Spieler, die bei den Profis wenige oder gar keine Einsatzzeiten erhalten haben, durften meistens bei der U23 Spielpraxis sammeln. Die zweite Mannschaft der Kiezkicker spielt nun aber in der Regionalliga Nord, sprich nicht im Profi-Fußball. Regelmäßige Tests sind bei den Amateuren nicht vorgesehen. Der Grund dafür sind die hohen Kosten, die zusätzlich die Vereinskassen belasten würden. Aus diesem Grund verzichtete man beim FC Sankt Pauli bis zum vergangenen Wochenende auf Leihspieler aus dem Profi-Kader. Doch nun änderten auch die Kiezkicker, wie schon Wochen zuvor die U21 vom Hamburger SV, ihr Vorgehen in dieser Frage. Beim Auswärtsspiel bei Altona 93 mischten neben Dennis Smarsch und Christian Viet auch Marvin Senger und Kevin Lankford mit. Alle vier Akteure befinden sich sonst in der Test-Reihe der Profis, für die strenge Corona-Richtlinien gelten.

Dennis Smarsch hütete am vergangenen Wochenende das Tor der U23 des FC St. Pauli. Foto: Heiden

Smarsch: „Ich kann mir ein hohes Risiko nicht vorstellen“

„Wir mussten uns das grüne Licht von mehreren Personen haben. Es ist auch wichtig, dass die Spieler ihre Spielpraxis sammeln müssen. Der Arzt muss sein ok geben, der Trainer muss sein ok geben. Ich gehe aber davon aus, dass das nun zur Regel wird in den nächsten Wochen“, bestätigte U23-Trainer Joachim Philippkowski die neue interne Regelung der Boys in Brown. Vor allem der Pihilippkowski ist nämlich auf die Profi-Leihgaben angewiesen, um seinen des Öfteren dünnen Kader zu verstärken. „Wir haben das die ganzen Jahre so gemacht, dass junge Spieler, die oben wenig spielen, bei uns Spielpraxis sammeln können. Wir müssen nun die Reaktionen darauf abwarten. Aber am kommenden Wochenende sollen auch wieder Spieler aus dem Lizenz-Kader bei uns dabei sein. Die Absprache war, dass die Spieler nun in der Länderspielpause wieder zu uns kommen“, fügte Philippkowski an. Einer, der 90 Minuten auf dem Platz stand am Sonntag, ist Keeper Dennis Smarsch. Dieser zog nach dem Spiel eine Bilanz: „Wir sprechen das alles mit dem Trainer-Stab ab. Das ist für mich als jungen Torwart auch wichtig. Wir werden im Allgemeinen rund um die Uhr getestet, da kann ich mir nicht vorstellen, dass es da ein Risiko gibt“, so Smarsch, der ergänzte: „Bevor ich zurück gehe, werde ich getestet. Das wird alles abgesprochen und unser Arzt informiert uns. Wir sind da sehr gut aufgestellt.“ Dieser Kreislauf dürfte, jedenfalls für Spieler, die zwischen Nachwuchs-Teams und Profis pendeln noch lange zum neuen Standard werden. Denn nur eine Impfung könnte allen Beteiligten die Sicherheit geben, Infektionen vermeiden zu können.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.