Montag, 19. August 2019
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Wieder kein Sieg: Eintracht nullt sich zum Punkt

Der FC Eintracht Norderstedt wartet weiter auf den ersten Sieg seit vier Monaten! Vor 653 Fans reichte es gegen Drochtersen/Assel nur zu einem torlosen Remis. Dabei trafen die Garstedter gleich doppelt den Pfosten. EN-Coach Dirk Heyne knöpfte sich im Anschluss seine Stürmer vor.

„Der Punkt ist für uns zu wenig“, ärgerte sich Norderstedt-Trainer Dirk Henye bereits kurz nach dem Abpfiff. Und in der Tat wäre für seine Eintracht beim Heimspiel gegen Drochtersen/Assel mehr als nur ein Punkt drin gewesen, wenn man seine wenigen Chancen in Tore umgemünzt hätte. Denn wirklich viele hatte die Heyne-Equipe davon nicht, aber die paar waren tatsächlich gar nicht mal so schlecht. Aber der Reihe nach. Die erste Chance der Partie gehörte nämlich den Gästen aus Niedersachsen. Ronny Marcos verlor im Mittelfeld den Ball und Jan-Ove Edeling machte sich auf die Reise. Sein Querpass auf den ersten Pfosten landete bei Alexander Neumann, der nur an der starken Parade von EN-Keeper Tjark Grundmann scheiterte (6.). Selbst zum Abschluss kamen die Gastgeber auch, allerdings stellte ein Kopfball von Johann von Knebel DA-Schlussmann Patrick Siefkes nicht vor wirklich allzu große Probleme (15.). Erst kurz vor dem Pausentee mussten die rund 100 Gäste-Fans kurz durchatmen. Kubilay Büyükdemir zog aus 16 Metern ab und Stiefkes bekam gerade noch die Fäuste nach oben. Der Abpraller landete bei Philipp Koch, der vom linken Strafraumeck einen echten Hammer auspackte. Die Kugel ditschte aber nur gegen den Innenpfosten und sprang dann wieder aus dem Tor (44.). Nach dem Seitenwechsel dann zuerst wieder die Gäste aktiver. Ein gutes Fußballspiel lieferten aber beide Teams nicht ab. Eyke Kleine tanzte auf dem Flügel Ronny Marcos locker aus und bediente dann Dimitri Fiks. Dieser zirkelte die Pille aus 16 Metern halbrechter Position knapp unter die Latte, doch Grundmann bekam noch die Fingerspitzen an den Ball (49.). Und wieder dauerte es bis in die Schlussphase, bis endlich wieder etwas nennenswertes passierte.

Und erneut musste sich Norderstedt-Trainer Dirk Heyne die Haare raufen. Nils Brüning flankte den Ball mit einem der letzten Angriffe in die DA-Box, wo Jan Lüneburg hochstieg und das Kopfballduell gegen Liam Giwah gewann. Sein Abschluss klatschte gegen den Innenpfosten und sprang von dort in die Arme von Patrick Siefkes (90.+1.). Somit blieb es am Ende bei dem torlosen Remis. „Wir haben die Zweikämpfe angenommen, die Jungs haben eine gute Leistung gebracht. Dass das nicht mit einem Tor belohnt wurde, ist schade. Aber die Mannschaft hat heute gemerkt, dass man auch gegen gute Teams Fußball spielen kann“, bilanzierte Heyne, der kurzfristig am Vormittag auf Dane Kummerfeld verzichten musste. Deshalb rutschte Ronny Marcos in die Startaufstellung. Heyne weiter: „Wir hoffen, dass irgendwann mal der Punkt kommt, wo wir alle Spieler zur Verfügung haben. Trotzdem war es eine konzentrierte Abwehrleistung von uns. Es ist gut im Hinterkopf zu wissen, dass es auch geht.“ Das der 61-Jährige von seinen offensiven Spielern mehr erwartet als zuletzt, stellte Heyne am Beispiel von Sinisa Veselinovic dar, der nicht in den Kader berufen wurde. 2Die Tore, die wir gemacht haben, kamen nicht von unseren Stürmern. Deshalb habe ich die Jungs in die Pflicht genommen und ihnen gesagt, dass es mir von ihnen zu wenig ist. Da Felix Drinkuth weg ist, muss ich erwarten, dass andere Spieler in die Bresche springen“, ärgerte sich der EN-Trainer. Gäste-Coach Lars Uder erklärte derweil abschließend: „Es war kein leichtes Spiel für uns. Wir kamen nicht zum Zuge, haben es aber dennoch kompakt verteidigt. Wir hatten unter der Woche einige kleine Verletzungen wegzustecken. Deshalb ziehe ich den Hut vor den Jungs für diese gute Leistung.“

Foto (Archivbild): KBS-Picture

Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.