Montag, 19. August 2019
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Wieder kein Sieg: EN „erduselt“ 2:2 beim LSK

Der FC Eintracht Norderstedt muss weiter auf den ersten Sieg seit November warten. Vor 800 Fans reichte es gegen den Lüneburger SK Hansa nur zu einem 2:2-Remis. Dabei hatten die Garstedter zur Pause sogar geführt. Eintracht-Trainer Jens Martens war am Ende sogar froh über einen Punkt.

Großer Jubel nach dem 1:0 per Kopf: Goson Sakai feiert seinen Treffer freudig. Foto: KBS-Picture

Die Begegnung in Lüneburg begann mit einem frühen Rückschlag für die Eintracht: Lukas Pägelow flankte von links in die Box, dort stieg der Bruder von HSV-Profi Gotoku Sakai, Goson Sakai, in die Luft und nickte die Kugel sehenswert ins Netz ein (13.). Die frühe kalte Dusche für die Gäste, die aber schnell die perfekte Antwort fanden. 180 Sekunden später brachte Kubilay Büyükdemir einen Eckball von rechts herein, der im Rückraum bei Evans Nyarko landete. Der EN-Sechser fackelte nicht lange und zieht einfach mal ab. Sein Schuss wurde abgefälscht und landete nur knapp neben dem Tor. Besser machten es die Martens-Schützlinge nur weitere 120 Sekunden später. Nils Brüning zog aus der Distanz ab und Bastian Stech schmiss sich dazwischen. Der Ball veränderte seine Flugkurve und segelte über LSK-Keeper Ole Springer hinweg in die Maschen (18.). Der sehenswerte Ausgleich, nachdem die Eintracht in der Folge und dem Rückstand besser in die Partie gekommen war. Und nach einer knappen halben Stunde stellten die Martens-Schüler die Partie sogar völlig auf den Kopf. Eine schlechte Kopfballabwehr aus der Luft landete bei Nils Brüning, der gar nicht auf den Ball schaute und das Leder aus 16 Metern direkt volley nahm. Der Ball ditschte ins rechte obere Kreuzeck und klatschte in die Maschen (29.). Ein absolutes Traumtor des 24-Jährigen, das der Eintracht auch die Pausenführung bescherte. Und es hätte zur Halbzeit sogar 3:1 stehen können. Philipp Koch wechselte die Seite und setzte damit Büyükdemir rechts in Szene, der an der Sechzehnerkante Jan Lüneburg entdeckte. Die Flanke landete perfekt auf dem Schädel des EN-Stürmers, doch LSK-Keeper Ole Springer reagierte mit einer absoluten Glanztat (38.). Kurz darauf ging es zurück in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel brachte die Führung der Eintracht aber nicht die nötige Sicherheit.

Musste sich am Ende mit einem Punkt begnügen: Eintarcht-Trainer Jens Martens. Foto: KBS-Picture

Die Gäste zogen sich tief in die eigene Hälfte zurück und überließen die Halbräume dem LSK, der diese munter bespielte. Und so war es nur eine Frage der Zeit, ehe die Hausherren den Ausgleich markierten. Nach etwas mehr als einer Stunde wurde es dann kurios. Die Eintracht bekam den Ball nicht geklärt und Utku Sen zog plötzlich aus über 30 Metern einfach mal ab. Die Kugel senkte sich ähnlich wie beim 1:1 über den Torwart hinweg in die Maschen (64.). Spätestens jetzt war auch die Kulisse an den Sülzwiesen wieder da, die Gastgeber drückten auf den Sieg. In der 78. Minute hatten die Zuschauer dann bereits den Torschrei auf den Lippen. Koch donnerte einen Freistoß in die Mauer und lief dann beim Konter nicht wirklich mit nach hinten. So ergaben sich Räume für den LSK, die es bis zum Sechzehner schafften. Dort zog dann Kunze aus 16 Metern ab, Höcker parierte den Schuss glänzend (78.). Am Ende hatten die Garstedter dann Glück, dass die Zobel-Elf ihre Chancen großenteils schlecht ausspielte. „Mit dem einen Punkt sind wir nicht zufrieden. Wir müssen noch ein paar Punkte holen“, ärgerte sich Nils Brüning nach dem Abpfiff, fügte aber dennoch an: „Den Ball treffe ich selten so. Bei dem Platz weiß man auch nie, deshalb habe ich einfach mal abgezogen. Da bin ich natürlich glücklich drüber, dass ich den Ball so getroffen habe.“ Sein Trainer Jens Martens war nach dem Spiel sogar fast froh über den Punktgewinn. „Das Ergebnis war am Ende in Ordnung. Wir tun uns in der zweiten Halbzeit immer schwerer. Gerne hätten wir die drei Punkte mitgenommen“, so Martens, der ergänzte: „Wir müssen jetzt in der nächsten Woche zu Hause einen Dreier holen. Wir sind da fast schon ein bisschen zum Siegen verdammt.“ Dennoch wollte der Coach das Positive der letzten Tage hervorheben. Martens: „Wir versuchen von Woche zu Woche etwas weiter zu kommen. Wir müssen so jetzt über die Runden kommen. Es ist noch so viel möglich, es kann so viel passieren. Wir müssen einfach den Dreier holen. Wir gucken von Spiel zu Spiel.“

Foto: KBS-Picture

Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 20-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.