Mittwoch, 18. April 2018
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Doppel-Schied entscheidet Dasse-Geduldsspiel

Halbfinale is calling, TuS Dassendorf! Auf holprigem Geläuf tat sich der Oberliga-Primus gegen giftig und diszipliniert agierende Buchholzer schwer. Zwei Standards, die durch von Walsleben-Schied vollendet wurden, mussten herhalten, um dem Spitzenreiter einen 2:0-Sieg zu bescheren.

Dass es kein absoluter Fußballleckerbissen werden würde, war bereits im Vorfeld der Partie zu erahnen. Aufgrund des benötigten Fluchtlichts musste die Pokal-Begegnung gegen den TSV Buchholz auf dem Dassendorfer Ausweichplatz stattfinden. Entsprechend schwer tat sich die Hofmann/Martens-Truppe, ihre spielerischen Qualitäten auszuspielen. Doch nicht nur der Platz machte der Spielfreude der Hausherren zu schaffen. Auch die Gäste aus dem Süden Hamburgs, die nach einem 0:4 am Wochenende in Rugenbergen zunächst als krasser Außenseiter einzustufen waren, hielten überraschend stark dagegen. Griffig, diszipliniert und entschloßen präsentierte sich die Elf ums Abwehrgespann Mallwitz und Metzler. Und auch in der Offensive setzte der TSV vereinzelte Nadelstiche. Nach einer Ecke für die Hausherren konterten die Gäste über Jakob Schulz, der Jannik Thees bediente, welcher wiederum Ahmed Abdurahman fand. Der einschussbereite Flügelspieler konnte noch gerade durch Samuel Louca vom Ball getrennt werden. In Minute 21 verpasste von Walsleben-Schied nach einer Möller-Ecke am zweiten Pfosten nur knapp. Ein kleiner Vorgeschmack was die Elf von Thorsten Schneider in Hälfte zwei erwarten sollte. Bis dahin blieb die Begegnung ereignisarm. Entsprechend der Jubel des Gäste-Anhangs zum Halbzeitpfiff.

Nach 54 Minuten wären der Führungstreffer für Dassendorf allerdings fällig gewesen. Nach einem langen Einwurf stand Maximilian Dittrich am zweiten Pfosten richtig und zog aus fünf unbedrängt Metern ab. Die Kugel konnte noch so gerade zur Ecke abgewehrt werden. Aus dieser sollte aber der Treffer resultieren. Möller brachte das Leder an die Strafraumlinie, wo von Walsleben-Schied aus mittiger Position mit all seiner klasse direkt abschloss und die Kugel mit der Innenseite vom Innenpfosten ins Tor beförderte (55.). Der Bann war nun endgültig gebrochen. Wenig später hatte Dittrich das 2:0 auf dem Fuß. Sein Versuch, den Ball aus spitzem Winkel in die lange Ecke zu schieben scheiterte aber an einer glänzenden Fußabwehr von Buchholz-Schlussmann Brückner. Umso leichter sollte der zweite Treffer für den Oberliga-Primus zustande kommen. Bei einer Ecke stand Marcel von Walsleben-Schied am langen Pfosten komplett blank und konnte, auch zu seiner Verwunderung, locker einköpfen (68.). Der Ex-Profi nach dem Spiel: „Da war ich ein bisschen erstaunt, dass ich so frei zum Kopfball komme. Ich stand vorher am Pfosten und dachte mir ok, kommt keiner. Und dann kam einfach der Ball. Da habe ich dann einfach richtig spekuliert.“

Doch beinahe wäre es nochmal spannend geworden. Eine Flanke von Rechtsaußen konnte Finn Thomas nicht konsequent klären. Schulz war der Nutznießer, doch konnte aus fünf Metern Entfernung Dasse-Keeper Tholen nicht überwinden, der mit einer spektakulären Doppelparade seinen Kasten sauber hielt. Buchholz gab sich aber nicht auf, setzte in den Schlussminuten alles auf eine Karte. Ein Treffer sollte den Gästen letztendlich aber nicht vergönnt sein. Buchholz-Trainer Thorsten Schneider: „Da muss ich erstmal die richtigen Worte finden. Es ist wie immer. Wenn Dassendorf, bei allem Respekt vor der sportlichen Leistung, spielerisch nichts hinkriegt, dann helfen andere Mächte. Für mich ist es jetzt das siebte Spiel gegen Dassendorf mit Buchholz, noch nicht einmal gewonnen.“ Thomas Hoffmann zeigte sich einsichtig mit der Leistung seines Teams, freute sich letztendlich aber über das Resultat: „Tendenziell waren das heute eher zwei schlechte Hälften, als eine gute, aber am Ende des Tages hat es ja gelangt. Ich hatte gesagt, dass es auf dem Platz ein schlimmes Fußballspiel werden würde. So ein Spiel muss man dann durch einen Standard entscheiden. Zwei, drei Bierchen gibt es garantiert. Das hat sich das Team verdient.“

Foto (Archivbild): KBS-Picture

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Über Johannes Kramer

Johannes Kramer
Redakteur: Seine Fußballbegeisterung hat Johannes mittlerweile auch auf den Amateurbereich ausgeweitet. Sofern der Abiturient nicht die Schulbank drücken muss, verschlägt es ihn häufig auf die Hamburger Fußballplätze, wo er sich bereits bestens auszukennen weiß.