Donnerstag, 19. Oktober 2017
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HFC Falke verliert ungleichen Pokal-Kampf

Ein Abend zum Vergessen: Vor 250 Zuschauern verlor der HFC Falke am Dienstagabend mit 1:4 gegen den Oberligisten Wedeler TSV. Dabei lagen die Hellmann-Schützlinge nach 87 Minuten gerade einmal mit 1:2 zurück. Referee Thomas Grede zog bereits vor Anpfiff den Zorn auf sich.

HFC-Präsidentin Tamara Dwenger (li.) flickte höchstpersönlich die Tornetze. Foto: KBS-Picture

Regen, Matsch und nur noch neun Spieler auf dem Feld: Die letzten Minuten des Pokalspiels gegen den Wedeler TSV werden die Fans des HFC Falke so schnell nicht vergessen. Dabei gab es bereits schon vor dem Anpfiff Grund zum Ärger, für beide Mannschaften. Mit einer zehnminütigen Verspätung wurde die Partie angepfiffen, weil Referee Thomas Grede zu viele Löcher in den Tornetzen sah – eine Minute vor dem regulären Auflaufen. Zu Beginn sah das dann auch gar nicht mal so schlecht aus, was die Gastgeber auf das rote Parkett zauberten. In der Defensive standen die Hellmann-Schützlinge sicher, die Gäste aus Wedel fanden kein schnelles Durchkommen. Nach zehn Minuten Spielzeit dann das nächste Kuriosum: Nach einem Zweikampf zeigte Grede Jorma Eggers Gelb, gab aber keinen Freistoß. Nach Protesten der Wedel-Bank beriet sich der Referee mit seinem Assistenten – ob die Karte dabei zurückgenommen wurde, blieb ungeklärt. Die Großkopf-Equipe, die ohne Agyemang, Jeske und Eibl auflief, hatte nach einer Viertelstunde dann die dicke Chance zur Führung. Erst haute Jan Eggers die Kugel nur an den Pfosten, den Abpraller legte Ganitis für Vollmer ab. Dieser nagelte die Kugel aus zwei Metern aber rechts am Tor vorbei (17.). Knappe zehn Minuten später machten die Gäste es dann besser: Soner Hayran setzte einen Freistoß aus halbrechter Position gegen den Pfosten, von wo die Pille zur Wedel-Führung über die Linie sprang (29.).

Hier ist der Boden noch in Ordnung: Ganitis (re.) kämpft gegen Jan Ramelow. Foto: KBS-Picture

Nach dem Seitenwechsel setzte Regen in Eidelstedt ein, die Platzverhältnisse verschlech-terten sich von Minute zu Minute. Pech hatten die Gastgeber dann kurz vor Schluss, als Onno Lorenzen bei einem Rettungsversuch sich die Kugel selbst über die Linie drückte (82.). Zuvor hatte Tim Jeske abgeschlossen. Doch es kam noch dicker: Referee Grede stellte kurz darauf Christian Schümann vom Feld – wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter. Dieser hatte einen Berühren des Falke-Spielers an seinem Oberarm mit der roten Karte geahndet. Der Anschlusstreffer von Kevin Herrmann konnte nicht lange bejubelt werden (87.), nur wenige Sekunden später sah der Falke-Kicker die Ampelkarte. Mit zwei Mann weniger nutzte Wedel dann seine Chancen eiskalt: Ganitis und Moslehe schraubten das Ergebnis auf 4:1 in die Höhe. Für Wedel-Coach Jörn Großkopf ein gerechtes Ergebnis. „Für mich war es wichtig, dass wir die Bedingungen annehmen. Es gab schon andere Ergebnisse im Pokal. Wenn man die Voraussetzungen sieht, dann war das ein richtig guter Auftritt meiner Jungs“, so der 50-Jährige. HFC-Trainer Dirk Hellmann lobte seine Spieler: „Da wir dann mit zwei Mann weniger spielen durften, dann geht ein Spiel halt so aus. Trotzdem kommen wir nach dem 0:2 auch nochmal zurück. Anschließend hat man natürlich die Qualität von Wedel gesehen. Unsere Jungs haben das gut und solide gemacht“, erklärte Hellmann abschließend.

Foto: KBS-Picture

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Über Niklas Heiden

Niklas Heiden
Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 18-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.