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Regionalliga Nord

0:2: „Drosseln“ ringen nicht „aggressive“ Rothosen nieder

Niklas Heiden

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Foto: ABS Schwarz

Der Schwung aus dem Flensburg-Sieg wieder gestoppt! Im Flutlicht-Heimspiel gegen den SV Drochtersen/Assel verlor die U21 des Hamburger SV mit 0:2. Coach Pit Reimers kritisierte nach dem Spiel fehlende Aggressivität bei seinen Spielern. DA machte per Traumtor den Sack zu.

Mit nur einer Veränderung im Vergleich zum 2:1-Auswärtssieg beim SC Weiche Flensburg schickte HSV-Trainer Pit Reimers eine nahezu gleiche Startelf gegen den SV Drochtersen/Assel ins Rennen. Lediglich Ogechika Heil musste auf der Bank Platz nehmen, dafür startete Peter Beke für die Rothosen. Ein Wiedersehen feierte auf der Gegenseite Maximilian Geissen, der in der vergangenen Spielzeit noch das Trikot des HSV getragen hatte, in diesem Sommer aber zu den „Drosseln“ wechselte. Die erste gute Chance, bei einem ansonsten aber eher unspektakulären Beginn, hatten dann die Hausherren. Moritz Kwarteng bekam das Leder an der Strafraumkante serviert, fackelte nicht lange und zog aus rund 16 Metern zentraler Position ab. Auf der Linie rettete ein Drochtersen-Spieler gerade noch mit seinem Kopf, verhinderte die frühe HSV-Führung (5.). Mehr war von den Rothosen im ersten Durchgang aber nicht mehr zu sehen. Oftmals zu kompliziert bei Szenen mit Nähe zum Tor agierte die Reimers-Elf, was Drochtersen auszunutzen wusste. So lief die Truppe von Lars Jagemann früh an und produzierte so Fehler. Jannes Wulff wurde tief geschickt, drang in den Strafraum ein und scheiterte im eins gegen eins an der Fußabwehr von HSV-Keeper Leo Oppermann (31.). Doch nicht einmal 60 Sekunden später musste Oppermann dann doch hinter sich greifen. Wulff wurde im Strafraum von den Beinen geholt und Referee Markus Büsing entschied nach kurzem Zögern auf Strafstoß. Nico von der Reith trat an und versenkte den Ball sicher in der rechten unteren Ecke (32.). Die nicht ganz unverdiente Führung für die „Drosseln“.

HSV verpasst schnell Antwort – Neumann tütet DA-Sieg ein

Und dennoch sollten die Rothosen, quasi mit dem Pausenpfiff, noch einmal die große Chance zum Ausgleich erhalten. Bryan Hein brachte den Ball von links an die Kante des Sechzehners, wo Drochtersen die Pille vor die Füße von Robin Meißner klärte. Dieser zog direkt ab und verfehlte sein Ziel nur um Zentimeter (45.). Ebenso startete die Reimers-Equipe in den zweiten Durchgang. Gerade einmal sechs Minuten waren gespielt, da bekamen die Gastgeber erneut die Gelegenheit zum Ausgleich. Faride Alidou brachte die Kugel von der rechten Außenbahn in den Strafraum zu Peter Beke, der die Kugel aus der Luft fischte und direkt nahm. Sein Schuss segelte nur Zentimeter links am Pfosten vorbei (51.). In der Folge mischten beide Trainer die Karten neu und erschöpften fast ihr Wechsel-Kontingent, was sich nicht unbedingt positiv auf das Spiel auswirkte. Erst in der Schlussphase nahm die Begegnung erneut Fahrt auf. Und dann waren es die Gäste, die eine Viertelstunde vor dem Ende eiskalt zuschlugen. Bryan Hein verlor in der DA-Hälfte den Ball und dann ging es ganz schnell. Der Ball landete in der Spitze bei Alexander Neumann, der per Bogenlampe HSV-Keeper Leo Oppermann sehenswert überwand (76.). Ein absoluter Sontagsschuss und Traumtor des „Drosseln“-Kapitäns. Die Rothosen warfen in der Folge noch einmal alles nach vorne und ließen die Chance zum Anschluss liegen. Kwarteng wechselt die Seite, fand im Strafraum Herdi Bukusu und dessen flacher Abschluss wurde von DA-Schlussmann Patrick Siefkes zur Ecke abgewehrt (82.). Am Ende brachten die „Drosseln“ den Sieg und den Dreier dann über die Zeit.

Reimers hadert mit erster Halbzeit und der Aggressivität

„Wir können mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden sein, hatten Schwierigkeiten ins Spiel zu kommen. Drochtersen wart griffiger und hatte mehr vom Spiel. Deswegen ging das 1:0 zur Halbzeit auch in Ordnung, auch wenn ich nicht weiß, ob es ein Elfmeter war. Aber der Rückstand war verdient“, bilanzierte HSV-Trainer Pit Reimers nach Spielende und fügte an: „Ich hatte dann das Gefühl, dass wir mit mehr Leben und Aggressivität aus der Kabine gekommen sind. Wir haben dann besser ins Spiel gefunden und waren druckvoller. Bis zum 2:0 waren wir klar die bessere Mannschaft und wenn noch einer reinfällt, dann hätten wir das Spiel vielleicht sogar noch drehen können.“ Allerdings räumte Reimers auch ein: „Mit dem 2:0 war das Spiel dann entschieden, auch wenn wir nochmal alles probiert haben. Es sollte heute nicht sein. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, dass Thema Aggressivität wieder von Beginn an an den Tag zu legen. Das war in Flensburg deutlich besser. Deswegen geht es auch in Ordnung, dass wir verloren haben.“ Nach dem überraschenden Dreier bei Flensburg gelang der U21 damit der große Durchbruch zur Tabellenspitze nicht. Reimers ordnete abschließend ein: „Wir hatten uns vorgenommen, hinter die drei Punkte aus Flensburg ein Ausrufezeichen zu setzen. Wir haben nun bei Lübeck die Chance, es besser zu machen.“ Dort treten die Rothosen am Sonnabend (13 Uhr) an.

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Chefredakteur: Niklas ist Initiator von Amateur Fußball Hamburg und somit seit der ersten Stunde mit an Bord. Der 21-Jährige interessiert sich für alles, was im Hamburger Amateurfußball vor sich geht und hat dieses Projekt deshalb ins Leben gerufen.